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Matra Djet VS: Der erste leistungsstarke Matra

1962 wurde in Paris auf dem Automobilsalon der Matra Bonnet Djet vorgestellt - ein völlig neuartiges Konzept

(Motorsport-Total.com/Classic-Car.TV) - Das 1962 entwickelte Djet-Konzept ist auf den Entwickler René Bonnet zurückzuführen. Matra sponsorte das Projekt des ersten serienmäßig hergestellten Sportwagens, betrieben mit einem Mittelmotor.

Matra Djet VS

Die Seitenlinie des Djet erinnert sehr an die Alpine-Fahrzeuge von Renault und den Jaguar E-Type Zoom

Im Zuge der Entwicklung nach dem Krieg, sich auf Kleinwagen zu konzentrieren, schloss sich René Bonnet in den Anfängen der 50er Jahre mit Charles Deutsch zusammen, um eine kleine Firma zu gründen, die sich darauf spezialisierte, leichte Sportwagen auf einer Panhard-Basis aufzubauen. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung aerodynamischer und gewichtsarmer Renn- und Sportwagen. Aufgrund des auslaufenden Vertrages mit Panhard entstand in den Anfängen der 60er Jahre eine wirtschaftliche Krise in der gemeinschaftlichen Firma Deutsch & Bonnet und Charles Deutsch stieg 1962 aus.

Da Deutsch zu Panhard wechselte, musste Bonnet sich einen neuen Basislieferanten suchen, um sein Unternehmen weiter zu führen. Nach Verhandlungen mit Renault war dieser Partner neu gefunden und Bonnet gründete die Firma Automobiles René Bonnet & Cie. So lieferte Renault Motoren für die neuen Modelle Missile und Le Mans. Die Rahmenkonstruktion und das Prinzip des Vorderradantriebes wie bei den Panhard-Modellen wurde beibehalten.

Schlankes Heck


Matra Djet VS: Der erste leistungsstarke Matra

1962 wurde in Paris auf dem Automobilsalon der Matra Bonnet Djet vorgestellt. Für Bonnet ein völlig neuartiges Konzept. Die Außenhaut war nun aus Kunststoff und wurde in einer Tochterfirma von Matra hergestellt. Die Seitenlinie des Djet erinnert sehr an die Alpine-Fahrzeuge von Renault und den Jaguar E-Type. Ein schlankes Heck und eine langgezogene Front bilden eine harmonische Einheit. Die Frontlampen sind mit Glas verkleidet. Ein Zentralrohrrahmen mit einer Konstruktion aus Vierkantrohren dient als Basis.

In der Mitte des kleinen Sportwagens sitzt der kraftvolle Mittelmotor. Bei dem hier gezeigten Model V S handelt es sich um einen leistungsstarken Renault-8- Gordini 4 Zylinder Reihen-Motor mit 94 SAE PS. So erreicht der V S eine Spitzengeschwindigkeit von ca. 190 km/h. Für die Kraftstoff Versorgung stehen zwei Solex C 40 PHH Doppelvergaser bereit.

Der Motor ist durch die große Heckklappe zugänglich und sitzt direkt hinter den Sitzen der Fahrgastzelle. Bei steilen Bergfahrten kann es im Innenraum sehr warm werden. Der Antrieb erfolgt über ein synchronisiertes Viergang-Getriebe. An Vorder- und Hinterachse sind die Räder einzeln an Dreieckslenkern mit je zwei Schraubenfedern und zwei Stoßdämpfern aufgehängt. Lockhead- Scheibenbremsen sorgen für einen sportlichen Stillstand.

Immer in den roten Zahlen

Das hier gezeigte Matra Djet-Modell stammt bereits aus der Zeit, in der René Bonnet nicht mehr federführend für die Modelle war. Denn auch wenn der Djet auf der Rennpiste Erfolge zeigte, verkaufte sich das reguläre Modell nur sehr zaghaft. Bis 1964 hatte René Bonnet zwar bereits 190 Fahrzeuge verkauft, aber es reichte nicht, aus den roten Zahlen heraus zu kommen. Dies veranlasste die Firma Matra, Bonnet ein Angebot zu unterbreiten und die Firma zu übernehmen. René Bonnet wirkte noch eine ganz kurze Zeit mit, aber sehr bald verzichtete Matra auf die Zusammenarbeit.

Der neue Direktor der Firma "Société Matra Sports" kürzte kurzerhand die Produktpalette und behielt nur den Djet im Programm. Doch wurde der Djet auch modifiziert und als Matra Djet V und VS präsentiert. Philippe Guédon, ehemaliger Designer bei Simca, wurde hinzugezogen, um den ursprünglichen Djet zu überarbeiten.

Die Front- und Heckpartie wurde verändert und die Innenausstattung umgestaltet. Der neue Djet ist etwas größer als seine Vorgänger und bringt 4,22m und 660 Kg auf die Straße. Wegen des Mittelmotors ist der kleine Sportwagen ein eindeutiger Zweisitzer. Es gibt auch keine kleine Notbank hinter den Vordersitzen.

Während der gesamten Produktionszeit aller Djet-Modelle wurden ungefähr 1500 Fahrzeuge gebaut. Dies macht den Matra Djet zu einem der rarsten Oldtimer der Welt. Nachfolger des Matra Djet war der Matra 530 LX.

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