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Warten auf den ersten Sieg: Wann bricht Elliott den Fluch?

Chase Elliott landete in der vergangenen NASCAR-Saison für Hendrick Motorsports fünfmal auf Platz zwei - Bricht er mit seiner neuen Startnummer endlich den Fluch?

(Motorsport-Total.com) - Chase Elliott war ein Sieg in der vergangenen NASCAR-Saison für Hendrick Motorsports in der Startnummer 24 nicht gegönnt. Gleich fünfmal landete der Sohn der NASCAR-Legende Bill Elliott nur auf Rang zwei. In der kommenden Saison wird Elliott mit der Startnummer 9 ins Rennen gehen, die jahrelang das Auto seines Vaters zierte. Schafft er es endlich den Fluch zu brechen und in die Victory Lane zu fahren?

Chase Elliott

Wann wird Chase Elliott endlich vom Siegerpodest jubeln dürfen? Zoom

Auf die vielen zweiten Plätze blickt Elliott mit gemischten Gefühlen zurück. Er sagt: "Es kommt darauf an, wie man auf Platz zwei landet. Einige Male war es keine Enttäuschung, da wir es nicht verdient hatten, auf Position zwei zu fahren. In den anderen Rennen tat es sehr weh, denn eigentlich hatten wir gute Chancen, das Rennen zu gewinnen." Elliott will daraus lernen, um zu verhindern, dass er in Zukunft weitere Chancen auf den Sieg einfach wegwirft.

Im Jahr 2016 beerbte Elliott NASCAR-Legende Jeff Gordon im Chevrolet mit der Nummer 24. In der kommenden Saison wird aber die Startnummer 9 die Türen und das Dach seines Hendrick-Chevys zieren. "Das passt sehr gut", freut sich Elliott. "Jeder, der meine Karriere verfolgt hat, verbindet die Startnummer 9 mit mir und meiner Familie." Sein Vater fuhr 446 Rennen mit der Nummer 9 und gewann mit ihr im Jahr 1988 den NASCAR-Titel.

Vorfreude auf die Saison 2018

Elliott freut sich auf die Änderungen bei Hendrick Motorsports in der Saison 2018. Mit Alex Bowman, der Dale Earnhardt jun. ersetzen wird, und William Byron, der die Startnummer 24 übernehmen wird, kommen gleich zwei neue Piloten ins Team. Außerdem wird erstmals der neue Chevrolet Camaro im NASCAR-Cup zum Einsatz kommen.

"Wir sind gut vorbereitet", gibt sich Elliott kämpferisch. "Wir sind dabei, einen Plan auszuarbeiten, um auch in Zukunft in einer guten Position zu sein. William und Alex werden sicher gute Leistungen abliefern." Beide hätten bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie das Potenzial haben, im NASCAR-Cup für Furore zu sorgen. Im Jahr 2018 hat Elliott persönlich nur ein Ziel: Er will den Fluch brechen und endlich ein NASCAR-Cup-Rennen gewinnen.

Der Stachel sitzt tief

In den Playoffs 2017 erlebte das junge Talent ein regelrechtes Drama. In Martinsville war Elliott drauf und dran, das Rennen zu gewinnen. Nachdem Danny Hamlin Elliott ins Heck gefahren war, drehte sich der Hendrick-Pilot und beendete den Lauf nur auf Platz 27. Gleichzeitig musste Elliott seine Titelhoffnungen begraben, da das Ergebnis nicht ausreichte, um sich einen Platz im Finale zu sichern.

"Was passiert ist, ist passiert", sagt der Pilot aus Dawsonville. "Man kann es nicht ungeschehen machen. Ich bin nicht für seine Taten verantwortlich, nur für meine." Deshalb sei der Sohn von Bill Elliott gespannt, was in der Zukunft noch geschehen werde. In Phoenix gerieten die Streithähne erneut aneinander. Nach einer Berührung krachte Hamlin in die Mauer und fiel aus. Seit diesem Vorfall habe Elliott kein Wort mehr mit Hamlin gewechselt.


Fotos: NASCAR-Finale in Homestead


Die beiden Zwischenfälle zeigten aber auch, wie beliebt Elliott bei den NASCAR-Fans ist. Während Hamlin in Martinsville für sein Manöver ausgebuht wurde, jubelten die Zuschauer, als der Toyota-Pilot nach dem Zusammenstoß mit Elliott in Phoenix aufgeben musste. Die Energie der Zuschauer will der junge Rennfahrer für sich nutzen. "Es ist verrückt, wie das Feuer in den Fans brennt", so Elliott. "Dieses Feuer motiviert mich und das gesamte Team. Wir wollen besser werden, damit es sich noch weiter ausbreitet."

Dass Hamlin ihm in Martinsville seinen ersten Sieg gekostet hat, stört Elliott nicht so sehr, wie die geplatzte Hoffnung auf eine Teilnahme im Finale. Auf seine Leistung ist der 22-Jährige dennoch stolz. Vor allem in Phoenix und Martinsville habe er sich im vergangenen Jahr immer gut präsentiert. Das sei wichtig "da die Strecken im Kalender eine entscheidende Rolle spielen" würden.

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