83 NASCAR-Siege: Johnsons Idol fuhr auf Helm mit

Jimmie Johnson hat mit seinem 83. NASCAR-Cup-Sieg mit Cale Yarborough gleichgezogen - Gerade als er einen Helm mit dessen Bild erstmals einsetzte

(Motorsport-Total.com) - Dem Zufall kann man hin und wieder ein Schnippchen schlagen. Seinen siebten Titel beispielsweise holte Jimmie Johnson vergangenes Jahr in Homestead, als er mit einem speziellen Helm mit Bildern von Dale Earnhardt und Richard Petty genau mit diesen beiden gleichzog. Doch manchmal spielt der Zufall auch mit rein: Gerade hat Johnson erneut zugeschlagen - und beim ersten Rennen mit einem Helm, mit dem er an sein Idol Cale Yarborough erinnerte, gleich mit diesem ausgeglichen.

Titel-Bild zur News: Jimmie Johnson, Helm, Cale Yarborough

Cale Yarborough war bei Jimmie Johnsons 83. Sieg allgegenwärtig Zoom

Während der Ausgleich mit Earnhardt und Petty noch ein planbares Ereignis gewesen sein mag, hatte Johnson diesmal ein bisschen Glück: Sein Yarborough-Helm wurde erst zum NASCAR-Lauf in Dover fertig - genau zum richtigen Zeitpunkt. "Es war einfach Zeit für einen neuen Helm", erklärt der erfolgreichste NASCAR-Fahrer der Gegenwart. "Der siebte Titel mit dem Tribute-Helm hat mir ein wenig die Augen für solche Gelegenheiten geöffnet."

"Ich möchte einige jüngere Fans dazu bringen, dass sie sich des Namens Cale Yarborough bewusst werden", erläutert er seine Motivation. Dass es gleich beim ersten Einsatz gereicht hat, ist aber purer Zufall. Schließlich vergingen von der Idee bis zum endgültigen Einsatz mehrere Wochen. "Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, diesen Helm für mehr als nur ein Rennen zu tragen", scherzt Johnson, der noch nicht weiß, ob er ihn weiterhin benutzen wird.

Bei 38 Grad geschwitzt

Aber warum eigentlich Cale Yarborough? "Das ist eine gute Frage", lacht der 41-Jährige, der nach seinem 83. Sieg sichtlich locker drauf ist. "Seine Persönlichkeit hat mich immer an meinen Großvater erinnert. Das war vielleicht ein Grund, warum ich ihm immer zugesehen habe. Und dieses Auto mit der Startnummer 28 sah einfach klasse aus. Es hatte dieses gewisse Extra, sah einfach aggressiv aus."

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Cale Yarborough mit seinem Chevrolet #28, dem Jimmie Johnson zujubelte Zoom

Nun hat Johnson mit seinem Idol ausgeglichen und liegt nur noch einen Sieg hinter Bobby Allison und Darrell Waltrip zurück. Noch immer kann Johnson seinen Erfolg kaum begreifen. Er wird wie so oft demütig: "Ich erinnere mich, wie ich in El Cajon in Kalifornien mit meinen Eltern auf dieser alten Couch gesessen und Cale angefeuert habe. Es waren 38 Grad, aber meine Eltern wollten die Klimaanlage nicht einschalten, um Strom zu sparen. Ihn jetzt eingeholt zu haben ist überwältigend. Ich meine, ich habe immer davon geträumt, nur ein Rennen zu gewinnen. Jetzt 83 Siege zu haben und mit ihm gleichzuziehen haut mich um."

Ein Ende der Erfolgsserie ist noch nicht abzusehen. Johnson gelingt es, auch in der modernen Cup-Serie, in der eine höhere Leistungsdichte denn je herrscht, im Durchschnitt noch immer fünf Rennen pro Saison zu gewinnen. Er ist auch der letzte Fahrer, der mehr als zehn Rennen in einer Saison gewinnen konnte. Das war 2007, schon damals eine kleine Sensation. Um die 100 vollzumachen, bräuchte er bei der jetzigen Siegquote noch vier bis fünf Jahre. Im September wird er 42. Doch er hat ein stabiles Team um sich herum und kann sich immer wieder auf neue Herausforderungen einstellen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Ewige Bestenliste nach Siegen in der NASCAR-Cup-Serie:
1. Richard Petty - 200 Siege
2. David Pearson - 105
3. Jeff Gordon - 93
4. Bobby Allison - 84
- Darrell Waltrip - 84
6. Cale Yarborough - 83
- Jimmie Johnson - 83
8. Dale Earnhardt - 76
9. Rusty Wallace - 55
10. Lee Petty - 54

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