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Start-Ziel-Sieg: Jorge Lorenzo triumphiert in Jerez

Jorge Lorenzo beendet in Jerez eine Durststrecke von fast sieben Monaten und sichert sich seinen ersten Saisonsieg - Marc Marquez vor Valentino Rossi Zweiter

(Motorsport-Total.com) - Jorge Lorenzo ist zurück auf der Siegerstraße. Der Yamaha-Werksfahrer gewann den Grand Prix von Spanien in Jerez und feierte zum dritten Mal nach 2010 und 2011 den Triumph vor heimischem Publikum (MotoGP Tickets Sachsenring). Lorenzo schnappte sich gleich beim Start die Führung und zeigte über die Renndistanz von 27 Runden eine souveräne Vorstellung. Weder Marc Marquez (Honda) noch Teamkollege Valentino Rossi hatten eine Chance gegen Lorenzo.

Um den zweiten Platz entwickelte sich ein Fernduell zwischen Marquez und Rossi. Nach zehn Runden fuhr Rossi so schnell wie der Spanier, hatte zu diesem Zeitpunkt aber schon zweieinhalb Sekunden Rückstand. Rossi kam in der Folge bis auf 1,3 Sekunden an Marquez heran, doch fünf Runden vor Rennende wurde der Italiener wieder langsamer. Es gab keine Neuauflage des vieldiskutierten Duells von Argentinien. Marquez kam als Zweiter ins Ziel, Rossi als sicherer Dritter (zum Ergebnis).

Zum 200. Mal kletterte Rossi in seiner großen Karriere auf das Podest. "Leider verlor ich am Anfang zu viel. Aber es gab einen Zeitpunkt im Rennen, an dem ich schneller war als Marc", sagt Rossi über seine Aufholjagd. "Ich versuchte es immer weiter, aber ich war nicht in Bestform. Das gesamte Wochenende war schwierig und im Rennen war es zu riskant. Ich bekam Probleme mit der Front und allen möglichen Sachen. Also habe ich es lieber gelassen. Es ist mein 200. Podium, also ist es nicht so schlecht. Wir werden versuchen, es beim nächsten Mal wieder besser zu machen!"

Mann des Wochenendes war Lorenzo, der schon in den Trainings der stärkste Fahrer war. Zum ersten Mal seit Japan im vergangenen Herbst holte die Nummer 99 den Sieg. "Es war sehr schwierig, vor allem diese Pace", meint Lorenzo über sein hohes und vor allem konstantes Tempo und ergänzt: "38.7 zu Beginn waren sehr beeindruckend." Die Topstars hatten sich diesmal alle für die gleichen Reifen entschieden: Vorne für hart und hinten für medium (zur Reifenliste).

Damit war Lorenzo in seiner eigenen Liga: "Ich fühlte mich sehr gut auf dem Motorrad, ganz besonders beim Bremsen, wo ich sonntags normalerweise Probleme habe. Das ganze Wochenende war perfekt. Ich habe nirgendwo Zeit verloren und war überall auf der Strecke schnell. Ich konnte von meinem Speed und meinem Talent profitieren und nach langer Zeit wieder gewinnen."

Mit diesem Sieg verbesserte sich Lorenzo nun auf WM-Rang drei. Rossi behauptete die Gesamtführung und hat nach vier Rennen 15 Punkte Vorsprung auf Andrea Dovizioso (Ducati). Lorenzo hat 20 Zähler Rückstand. Marquez konnte vier Zähler aufholen. Mit 26 Punkten Rückstand fehlt dem Titelverteidiger immer noch mehr als ein Sieg auf Rossi (zum WM-Stand). "Der rechte Arm machte größere Schwierigkeiten als der Finger", spricht Marquez seine Fingerverletzung an.

"Ich konnte mit dem linken Arm kaum arbeiten und im Rennen bekam ich dann große Schmerzen. Die Belastung war zu groß. Ich konnte meine Finger kaum noch bewegen, also ließ ich es für einige Runden etwas ruhiger angehen. Am Ende sah ich, dass Valentino nur noch eine Sekunde hinter mir war. Dann pushte ich noch einmal zu 100 Prozent", sagt der Weltmeister über das Fernduell, das er diesmal für sich entschied. "Ich freue mich über diesen zweiten Platz, denn vor einer Woche war ich noch im Krankenhaus."

Abgeschlagen auf dem vierten Platz kam Cal Crutchlow (LCR-Honda) ins Ziel. Lokalmatador Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) konnte vor heimischer Kulisse für keine Überraschung sorgen und belegte Platz fünf. Ducati spielte erstmals in dieser Saison keine Rolle im Spitzenfeld. Andrea Iannone kam beim Start überhaupt nicht gut weg und konnte nach einer Aufholjagd noch den sechsten Rang retten. Sein Teamkollege Dovizioso kam in Runde fünf von der Strecke ab und pflügte durch ein Kiesbett. Von der letzten Stelle fuhr er schließlich noch bis auf Position neun nach vorne.

Beste Suzuki war einmal mehr Aleix Espargaro, der sich für den weichsten Hinterreifen entschieden hatte. Damit konnte der Spanier in der Anfangsphase gegen seinen Bruder und Crutchlow kämpfen, über die Renndistanz fiel er auf Platz sieben zurück. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) sah die Zielflagge als Achter. Bester Open-Fahrer war Hector Barbera (Avintia-Ducati) mit Rang 14. Alvaro Bautista eroberte als 15. einen WM-Punkt für Aprilia.

Leer ging Stefan Bradl (Forward-Yamaha) aus. Der Deutsche hatte an diesem Wochenende mit Elektronikproblemen zu kämpfen, außerdem war er erkältet. Im Rennen befand sich Bradl in der Gruppe ab Platz 13, am Ende kam er als 16. ins Ziel. Der nächste Grand Prix findet am 17. Mai in Le Mans (Frankreich) statt. Die Startzeit ist wie gewohnt um 14:00 Uhr.

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