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Zypern: Auftaktprüfung geht an Mikkelsen

Andreas Mikkelsen erwischte den besten Start in den letzten IRC-Saisonlauf: Bestzeit auf SS1 vor Juho Hänninen - Tabellenführer Jan Kopecky mit neuem Beifahrer

(Motorsport-Total.com) - Die Zypern-Rallye - zehnte und letzte Station im diesjährigen Kalender der Intercontinental-Rallye-Challenge (IRC) - ist am Donnerstagabend mit einer drei Kilometer kurzen Asphaltprüfung in Paphos gestartet worden. Insgesamt umfasst die bis Samstag dauernde Rallye elf Prüfungen, die nahezu gleichwertig verteilt sowohl über Asphalt als auch über Schotter führen.

Andreas Mikkelsen

Titelkandidat Andreas Mikkelsen sicherte sich die erste Bestzeit auf Zypern Zoom

Teilweise müssen die Piloten mit Reifen und Fahrwerksabstimmung für Schotter auf Asphalt zurechtkommen. "Abgesehen von ein paar wenigen Kilometern ist die Route in diesem Jahr für alle neu", sagt Denis Giraudet, der frühere Beifahrer von WRC-Pilot Francois Delecour, der bei der Planung der Prüfungen tatkräftig beteiligt war. Im Vergleich zum Vorjahr sind nur zwei Prüfungen erneut in der Route enthalten, diese werden allerdings in entgegengesetzter Richtung befahren.

"Die Straßen, die sowohl Aspahlt- als auch Schotter-Belag aufweisen sind breiter als die übrigen auf der Insel. Dort werden Reifen und Aufhängungsteile für Schotter zum Einsatz kommen. Das birgt das Risiko, viel herumzurutschen. Die Fahrer müssen ihr Auto wirklich im Griff haben", so Giraudet.

Tabellenführer Kopecky mit neuem Beifahrer

Nachdem Peugeot-Pilot Bryan Bouffier beim Saisonfinale nicht an den Start geht, können sich auf Zypern noch fünf Fahrer den IRC-Titel sichern: Die vier Skoda-Piloten Jan Kopecky, Juho Hänninen, Andreas Mikkelsen und Freddy Loix sowie Peugeot-Pilot Thierry Neuville.

Kopecky geht mit sechs Punkten Vorsprung auf Hänninen in die entscheidende Rallye, muss dabei aber auf seinen angestammten Co-Pilot Petr Stary verzichten. Stary musste seinen Start krankheitsbedingt absagen und wird von Pavel Dresler ersetzt. "Für mich wird die ganze Sache dadurch etwas schwieriger", sagt Kopecky im Hinblick auf seine Titelchancen. Für Dresler ist es der erste IRC-Einsatz und gleichzeitig die erste Rallye an der Seite von Kopecky, der ungeachtet dessen "alles geben wird, um zu gewinnen", wie er versichert.

Alle fünf Titelkandidaten auf den ersten fünf Plätzen

Unterdessen erwischte Mikkelsen den besten Start in die Rallye. Der Norweger in Skoda-Diensten sicherte sich die erste Bestzeit und verwies Markenkollege Hänninen um 3,1 Sekunden auf Platz zwei. "Das war ein guter Start. Hoffentlich können wir dieses Tempo während der gesamten Rallye aufrechterhalten", so Mikkelsen, der damit als Führender in die zweite Prüfung am Freitagvormittag geht.

Kopecky folgt mit 0,2 Sekunden Rückstand auf den Zweitplazierten Hänninen als Dritter. Loix holte sich auf den ersten drei Asphalt-Kilometern die viertschnellste Zeit (+3,6 Sekunden) und sorgte für vier Skoda Fabia an der Spitze. "Es war okay, aber diese Prüfung war für mich zu kurz. Ich benötige längere", so der Belgier. Peugeot-Pilot Neuville landete mit 4,1 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Mikkelsen auf Rang fünf. Die fünf Titelkandidaten beendeten die Auftaktprüfung somit auf den ersten fünf Plätzen.


Fotos: IRC: Zypern-Rallye


Toshi Arai, Patrick Sandell, Nasser Al-Attiyah, Mark Wallenwein und Matthias Kahle komplettieren die Top 10 nach einer von elf Prüfungen. Für Ford-Pilot Al-Attiyah ist es der erste IRC-Start in diesem Jahr. Der Katari hat sich vorgenommen, den Titelkandidaten am Freitag und Samstag in die Suppe zu spucken: "Ich habe hier eine Menge Erfahrung und werde mein Bestes geben, um diese Rallye zu gewinnen. Es wird aber nicht einfach werden, da die Prüfungen in diesem Jahr schneller sind."

Gesamtwertung nach 1 von 11 Sonderprüfungen (Top 10):

01. Andreas Mikkelsen (Skoda) - 2.48,9 Minuten
02. Juho Hänninen (Skoda) +3,1 Sekunden
03. Jan Kopecky (Skoda) +3,3
04. Freddy Loix (Skoda) +3,6
05. Thierry Neuville (Peugeot) +4,1
06. Toshihiro Arai (Subaru) +8,9
07. Patrik Sandell (Skoda) +10,7
08. Nasser Al-Attiyah (Ford) +12,1
09. Mark Wallenwein (Skoda) +12,3
10. Matthias Kahle (Skoda) +13,7

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