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Neuville entscheidet Sanremo-Thriller für sich

Thierry Neuville gewinnt die Rallye Sanremo nach packendem Kampf gegen Andreas Mikkelsen - Freddy Loix verliert Führung auf der drittletzten Prüfung durch Unfall

(Motorsport-Total.com) - Peugeot-Pilot Thierry Neuville hat die neunte von elf Saisonstationen zur Intercontinental-Rallye-Challenge (IRC) gewonnen. Bei der Rallye Sanremo in Italien setzte sich der Belgier nach einem wahren Thriller über 13 Wertungsprüfungen mit 2,5 Sekunden Vorsprung gegenüber Skoda-Pilot Andreas Mikkelsen durch und holte sich seinen zweiten IRC-Sieg.

Peugeot-Pilot Thierry Neuville war auf Sanremo nicht zu schlagen Zoom

Mikkelsen war mit gerade einmal 0,3 Sekunden Vorsprung auf Neuville in die 13. und letzte Prüfung der Rallye gegangen, konnte seine knappe Führung aber nicht über die abschließenden 15,5 Kilometer retten und verpasste seinen Premierensieg in der IRC nach dem Pech vor zwei Wochen in Ungarn erneut denkbar knapp.


Fotos: IRC: Sanremo-Rallye


Mikkelsens Skoda-Markenkollege Freddy Loix, der als Führender in die zweite Etappe am Samstag gegangen war, musste nach einem Unfall auf SS11 die Segel streichen. Peugeot-Pilot Bryan Bouffier beendete die Rallye mit 16 Sekunden Rückstand auf Sieger Neuville auf Platz drei. IRC-Tabellenführer Jan Kopecky kam mit mehr als einer Minute Rückstand als Vierter ins Ziel, konnte seine Führung in der Gesamtwertung bei noch zwei ausstehenden Rallyes aber verteidigen.

Enger Dreikampf an der Spitze

Auf SS8, der ersten Prüfung der zweiten Etappe, startete zunächst Neuville mit einer Bestzeit in den Samstag. Unterdessen konnte sich Mikkelsen dank der zweitschnellsten Zeit die Führung von Loix zurückholen, nachdem er diese auf der Nachtprüfung am Freitag (SS7) an den Belgier hatte abgeben müssen. Tabellenführer Kopecky beendete die 20,5 Kilometer lange Auftaktschleife von Etappe zwei - "Colle Langan" - als Dritter.

Die Prüfung "Passo Teglia" (SS9) sah dann eine weitere Bestzeit für Neuville, während sich Loix dank Platz drei hinter Peugeot-Pilot Bouffier, aber noch vor Mikkelsen bis auf 1,3 Sekunden an den Gesamtführenden der Rallye heran schieben konnte.

Nach SS10 übernahm Loix dank seiner ersten Bestzeit des Tages wiederum die Führung im Klassement. Mikkelsen lag zu diesem Zeitpunkt 2,5 Sekunden hinter seinem belgischen Skoda-Markenkollegen zurück, nachdem es für den Norweger auf der zehnten Prüfung nur zu Platz fünf reichte. Aus der Ruhe bringen ließ sich Mikkelsen trotz Verlust der Führung jedoch nicht: "Wir haben vor der Prüfung einige Änderungen am Fahrwerk vorgenommen. Wenn wir jetzt schon zu hart attackieren, gehen wir nur ein unnötiges Risiko ein."

Peugeot-Pilot Neuville ging mit 4,4 Sekunden Rückstand auf Loix als Dritter ebenfalls mit ausgezeichneten Siegchancen in die Mittagspause. "Es wird noch ganz eng im Kampf um den Sieg", ahnte der Belgier, der auf der Schlussprüfung der ersten Etappe noch von Bremsproblemen geplagt wurde, bereits zu diesem Zeitpunkt.

Unfall beendet Loix' Siegeshoffnungen

Auf der zweiten Überfahrt der 20,5 Kilometer langen "Colle Langan"-Prüfung war es um die Siegchancen für den führenden Loix geschehen. Nach einen Unfall auf einer schnellen Bergabpassage, den sowohl der Belgier als auch Co-Pilot Frederic Miclotte glücklicherweise unverletzt überstanden, konnte die Prüfung nicht gewertet werden, da der verunfallte Skoda Fabia an einer Engstelle die Straße blockierte.

Somit übernahm Mikkelsen, der kurz zuvor einen Dreher hinlegte, kampflos wieder Platz eins im Zwischenklassement der Rallye vor Neuville. "Freddys Fahrzeug stand mitten auf der Straße. Die fünf oder sechs nach ihm kommenden Piloten mussten allesamt bis zum Stillstand abbremsen", berichtete der Norweger, der in erste Linie froh war, dass "das Duo in Ordnung war, denn sie hatten bei ihrem Crash auf dieser steilen Abfahrt eine Menge Glück".

Doch Mikkelsen sollte nicht lange Freude an der zurückgewonnenen Führung haben. Bereits nach der anschließenden "Passo Teglia"-Prüfung (SS12), war der Norweger Platz eins wieder los. Neuville setzte sich dank einer um 2,2 Sekunden schnelleren Zeit als die der zeitgleichen Bouffier und Mikkelsen erstmals an die Spitze der Rallye Sanremo.

Somit ging der belgische Peugeot-Pilot mit der Winzigkeit von 0,3 Sekunden Vorsprung auf Mikkelsen in die 13. und letzte Prüfung. Bouffier durfte sich mit weniger als zehn Sekunden Rückstand auf den Führenden vor der abschließenden "Colle d'Oggia"-Schleife ebenfalls noch Hoffnungen auf den Sieg machen.

Neuville lässt nichts mehr anbrennen

Mikkelsen musste aufgrund seiner bessern Platzierung gegenüber Neuville nach der ersten Etappe auf SS13 vorlegen und war mit seiner Fahrt zufrieden. "Es war eine gute Prüfung, die wir fehlerfrei hinter uns gebracht haben." Neuville absolvierte die 15,5 Kilometer allerdings 1,2 Sekunden schneller als der Norweger in Skoda-Diensten und brachte den Triumph bei der 53. Ausgabe der Rallye Sanremo unter Dach und Fach. "Das ist einfach perfekt, ich kann es gar nicht glauben", freute sich der belgische Peugeot-Pilot im Ziel. Markenkollege Bouffier machte mit Platz drei den Triumph für den französischen Hersteller komplett.

Hinter den Top-3 beendete Tabellenführer Kopecky die neunte von elf Saisonstationen auf Platz vier. Der Tscheche konnte nach vergleichsweise farbloser Vorstellung seine Führung in der IRC-Gesamtwertung vor den beiden abschließenden Rallyes in Schottland (7. bis 9. Oktober) und auf Zypern (3. bis 5. November) behaupten. "Ich bin froh, ins Ziel gekommen zu sein. Mit meiner Geschwindigkeit kann ich allerdings nicht zufrieden sein", so der Tscheche angesichts von mehr als einer Minute Rückstand im Ziel.

Peugeot-Pilot Bruno Magalhaes schloss die Rallye Sanremo hinter Kopecky als Fünfter ab. Für Pierre Campana (8.) und Toni Gardemeister (9.) reichte es jeweils zu einer Top-10-Platzierung.

Endergebnis nach Tag zwei (Top 10):
01. Thierry Neuville (Peugeot) - 2:19.57,8 Stunden
02. Andreas Mikkelsen (Skoda) +1,5 Sekunden
03. Bryan Bouffier (Peugeot) +16,0
04. Jan Kopecky (Skoda) +1.09,1 Minuten
05. Bruno Magalhaes (Peugeot) +1.26,0
06. Alessandro Perico (Peugeot) +3.47,8
07. Umberto Scandola (Ford) +4.05,9
08. Pierre Campana (Peugeot) +4.28,0
09. Toni Gardemeister (Skoda) +5.24,1
10. Giandomenico Basso (Proton) +7.26,9

Fahrerwertung nach 9 von 11 Läufen:
01. Jan Kopecky - 128 Punkte
02. Freddy Loix - 103
03. Thierry Neuville - 103
04. Juho Hänninen - 98
05. Bryan Bouffier - 88

Herstellerwertung nach 9 von 11 Läufen:
01. Skoda - 285 Punkte
02. Peugeot - 223
03. M-Sport - 80
04. Ralliart - 73
05. Subaru - 66

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