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Die "Mutter aller Rallyes": Es ist wieder "Monte"-Zeit!

Vorschau Rallye Monte Carlo: Die IRC startet mit einem topbesetzten Klassiker in die neue Saison - Prominente Gaststarter und harte Fights um die Krone

(Motorsport-Total.com) - Ein Highlight jagt das nächste: Nur wenige Tage nach dem Ende der Rallye Dakar steht in dieser Woche mit der 78. Rallye Monte Carlo schon der nächste Rallyeklassiker an. Die "Monte" bildet bis zum Samstag (23. Januar) zum zweiten Mal den Saisonauftakt der Intercontinental Rally Challenge IRC. Und sie verspricht bereits jetzt, ein echter Kracher zu werden.

Subaru Impreza N2010

Das Fürstentum lädt bereits zum 78. Mal zur berühmten Rallye Monte Carlo Zoom

Dafür dürfte schon allein das prominent besetzte Starterfeld sorgen. Neben den IRC-Stars wie Titelverteidiger Kris Meeke und Rivale Jan Kopecky werden nämlich auch einige hochkarätige Gaststarter die "Monte" in Angriff nehmen, darunter Vizeweltmeister Mikko Hirvonen im Ford Fiesta S2000, Vorjahressieger Sébastien Ogier und sein Kollege Stéphane Sarrazin im Peugeot, Toni Gardemeister in einem Abarth und nicht zuletzt Formel-1-Pilot Robert Kubica in einem Renault.#w1#

Ein Auge sollte man auch auf den Österreicher Franz Wittmann haben, der im vergangenen Jahr bereits in einem Gruppe-N-Fahrzeug überzeugen konnte und in diesem Jahr mit dem konkurrenzfähigeren Peugeot 207 S2000 antritt. Zu den Favoriten gehört auch Kopeckys Skoda-Werkskollege Juho Hänninen, der die "Monte" im vergangenen Jahr beim Debüt des Fabia S2000 anführte, dann aber nach einem Unfall ausschied.

15 Prüfungen und 405 Kilometer

Robert Kubica

Robert Kubica lernt die monegassischen Straßen nun auch im Winter kennen Zoom

Wie schon im vergangenen Jahr schicken die Organisatoren wieder auf eine anspruchsvolle Route durch die winterlichen französischen Alpen. Die 63 gemeldeten Crews müssen insgesamt 15 Wertungsprüfungen und 405 gezeitete Kilometer absolvieren, bevor sie am frühen Samstagmorgen das Ziel in Monte Carlo erreichen.

Basis der Rallye ist einmal mehr Valence, die Haupstadt des Départements Drome. Dort findet der Showstart statt und ist der Servicepark untergebracht, bevor der gesamte "Monte"-Tross am Freitag umzieht ins fast 400 Kilometer entfernte Monaco.

Das Format wurde für die diesjährige Auflage der "Monte" geändert. So steht schon am heutigen Dienstagabend (19. Januar) zwischen Lente und dem Col de Gaudissart ein Prolog auf dem Programm. Diese 8,83 Kilometer lange Strecke dient zur Festlegung der Startreihenfolge und zählt nicht zur Wertung. Die ersten Zehn starten dann am morgigen Mittwoch in umgekehrter Reihenfolge.

Die engen Bergstraßen in der Region Ardeche bilden dann am morgigen Mittwoch und am Donnerstag die Bühne für die ersten beiden Tage der Rallye Monte Carlo. Morgen stehen je zwei Durchfahrten der Prüfungen "Burzet - Lachamp Raphael" und "St. Pierreville - Antraigues" auf dem Programm, unterbrochen von einem Remote-Service zum Räderwechseln in Vals les Bains. Am Donnerstag führt die Route in den Norden des Départements Drome. Hier stehen am Vormittag drei Prüfungen auf dem Programm, die nach dem Service in Valence am Nachmittag ein zweites Mal durchfahren werden.

Juho Hänninen

Mal Schnee, mal trockene Bedingungen: Die "Monte" bietet alles Zoom

Die dritte und letzte Etappe startet am Freitag in Valence. Nach der Prüfung "Montauban sur l'Ouveze - Eygalayes" fahren die Crews nach Süden nach Monaco. Dort steht zunächst ein Service an, bevor es zur berühmten "Nacht der langen Messer" auf dem Col de Turini geht. Hier müssen noch einmal vier Wertungsprüfungen absolviert werden, bevor um 01:00 Uhr am frühen Samstagmorgen das Ziel in Monaco erreicht wird.

Das Wetter in den französischen Alpen ist extrem wechselhaft. Das bedeutet, dass eine Prüfung bei trockenen Bedingungen anfangen, aber auf eisigen Straßen enden kann. Da die Möglichkeiten zum Räderwechseln beschränkt sind, müssen sich die Fahrer immer gut überlegen, welche Sorte Reifen sie für die anstehenden Schleifen wählen. In der Folge kann es passieren, dass die Fahrer zwar auf manchen Prüfungen extrem vorsichtig zu Werke gehen müssen, da sie nicht die passenden Reifen haben, in der nächsten Prüfung bei anderen Bedingungen aber richtig Gas geben können.

Die Teilnehmer der Rallye Monte Carlo 2010

Kris Meeke, Rallye Monte Carlo, Rallye Automobile Monte Carlo

Kris Meeke kommt als Titelverteidiger der IRC nach Monte Carlo Zoom

Zu den Favoriten gehört Peugeot - kein Wunder nach drei Herstellertiteln in Folge. Speerspitze der Franzosen ist Titelverteidiger Kris Meeke: "Es ist die älteste und berühmteste Rallye der Welt und man bekommt schon Gänsehaut, wenn man nur an sie denkt. Denn es ist auch die furchteinflößendste und anspruchsvollste Rallye des Jahres", sagt Meeke.

"Man muss sein Herz die ganze Zeit über in die Hand nehmen, denn die Bedingungen wechseln ständig und man hat eigentlich nie den richtigen Reifen aufgezogen. Man kann die Rallye nicht gewinnen, in dem man überall am schnellsten fährt, sondern indem man die Bedingungen richtig liest und seinem Instinkt vertraut", weiß Meeke.

Sébastien Ogier

Sébastien Ogier war im vergangenen Jahr als Gaststarter der Überraschungssieger Zoom

Der Peugeot-Pilot räumt ein: "Ich würde diese Rallye liebend gern gewinnen, aber nicht um jeden Preis. Ich warte erst einmal ab, wie es bis zur letzten Schleife am Freitag läuft." Denn er weiß, dass man vor allem Gaststarter wie Hirvonen, Ogier und Sarrazin nicht unterschätzen sollte: "Für uns ist es der Saisonauftakt, aber für diese Weltklassefahrer geht es nur darum, die 'Monte' zu gewinnen. Wenn es nicht läuft, haken sie es ab und fahren nach Schweden, wo dann - außer im Fall von Stéphane - ihre eigentliche Saison beginnt." Meeke jedoch muss versuchen, eine Nullnummer zu vermeiden, wenn er seinen Titel verteidigen will."

Tatsächlich gehören Ogier, der Überraschungssieger des Vorjahres, und Peugeot-Entwicklungspilot Sarrazin zu den großen Siegeskandidaten. Sarrazin fuhr im vergangenen Jahr als Dritter auf das Podium, hatte aber durch einen Fehler und einen Reifenschaden früh viel Zeit verloren. "Ich denke, dass ich im Schnee und auf dem Asphalt konkurrenzfähig war, aber es braucht mehr als das, um die Rallye Monte Carlo zu gewinnen", weiß Sarrazin. "Es geht nicht nur um Speed, man muss auch die vielen Fallen umgehen, die vom Start bis ins Ziel lauern." Deshalb lautet seine Strategie: "Man muss akzeptieren, dass man an manchen Stellen Zeit verliert, um sie woanders wieder gutzumachen."

Der Portugiese Bruno Magalhaes wird im Peugeot sein Monte-Carlo-Debüt geben. Der Österreicher Franz Wittmann ist zum zweiten Mal dabei, fährt allerdings zum ersten Mal mit einem Peugeot 207.

Juho Hänninen

Skoda-Pilot Juho Hänninen führte im vergangenen Jahr bis zu seinem Ausfall Zoom

Skoda will dem französischen Platzhirsch Peugeot wieder wie im Vorjahr Paroli bieten. 2009 bestritten die Tschechen bei der "Monte" das Wettbewerbsdebüt des damals neuen Fabia S2000 - und beeindruckten auf Anhieb. Juho Hänninen führte die Rallye bis zu seinem Ausfall an, Kollege Jan Kopecky wurde Vierter und sicherte sich später den IRC-Vizemeistertitel. In diesem Jahr sind beide wieder dabei, der frühere IRC-Champion Nicolas Vouilloz verstärkt die Skoda-Werksmannschaft.

In einem Skoda des Teams Skoda UK geht Guy Wilks an den Start, der das Saisonfinale 2009 in Schottland gewinnen konnte. Er wird in der gesamten IRC-Saison antreten und macht Jagd auf den Titel. "Für mich wird ein Traum wahr, endlich habe ich ein konkurrenzfähiges Auto", sagt Wilks.

Abarth wird bei der "Monte" wieder durch mehrere Privatiers vertreten. Die größten Siegchancen werden dabei Toni Gardemeister eingeräumt, der in einem Grande Punto des italienischen Astra-Teams antritt. Der Finne war schon zu WRC-Zeiten in Monte Carlo erfolgreich und hatte auch im vergangenen Jahr Chancen auf ein Podium, bevor ihn ein Elektrikdefekt stoppte.

Toni Gardemeister, Rallye Monte Carlo, 75e Rallye Automobile Monte Carlo

Toni Gardemeister gehört auch im Jahr 2010 zu den Favoriten auf den Sieg Zoom

"Jeder Pilot will die Rallye Monte Carlo gewinnen, weil sie wegen der wechselhaften Bedingungen so hart ist", weiß Gardemeister. "Um erfolgreich zu sein, muss man sich immer auf seinen Aufschrieb konzentrieren und den Informationen der Eisspione vertrauen, denn jede Prüfung kann sehr tückisch sein. Man muss auch Mut und ein sehr zuverlässiges Auto haben."

Neu dabei im IRC-Feld ist M-Sport. Die britische Rallyeschmiede schickt bei der Rallye Monte Carlo zwei der nagelneuen Ford Fiesta S2000 ins Rennen. Der eine wird pilotiert von Vizeweltmeister und Werkspilot Mikko Hirvonen, der andere von dem französischen Youngster Julien Maurin. Hirvonen wurde 2008 Zweiter bei der "Monte", als die Rallye noch zur WRC zählte.

"Ich hatte immer schon eine schwierige Beziehung zu dieser Rallye", räumt Hirvonen ein. "Ich liebe sie, wenn ich selbst nicht teilnehmen, aber wenn man fährt und die Bedingungen schwierig sind, dann kann es echt hart werden. Aber es ist eine tolle Herausforderung und die Rallye hat eine so lange Geschichte, dass es wichtig ist, sie zu gewinnen. Der Fiesta S2000 ist ein neues Auto, aber bei meinen Asphalttests hatte ich ein gutes Gefühl. Also werde ich versuchen, zu gewinnen. Aber ich weiß, dass meine Gegner viel Erafhrung in ihren Autos haben und die 'Monte ' im vergangenen Jahr gefahren sind. Das wird ihnen helfen."

Mikko Hirvonen

Mikko Hirvonen will die "Monte" mit dem neuen Ford Fiesta S2000 gewinnen Zoom

Auch Subaru steigt in dieser Saison in die IRC ein und schickt als Speerspitze den Franzosen Bryan Bouffier ein, der für Tommi Mäkinen Racing an den Start geht. Der Schweizer Olivier Burri und der Franzose Jerome Aymard fahren ebenfalls Subaru.

In Mitsubishis werden Gabriele Noberasco, Frederic Romeyer, Eamonn Boland und Daniel Barry an den Start gehen. Proton fährt in dieser Saison ebenfalls in der IRC, steigt aber erst im Juni bei der Sardinien-Rallye ein. Eines der beiden Werksautos wird dann von Alister McRae, dem jüngeren Bruder von Rallyelegende Colin McRae, pilotiert.

Der Zeitplan der 78. Rallye Monte Carlo:

Mittwoch, 20. Januar:

09:23 Uhr - Start in Valence
11:51 Uhr - SP 1 Burzet - Lachamp Raphael (27,27 km)
12:59 Uhr - SP 2 St Pierreville - Antraigues (45,17 km)
15:02 Uhr - SP 3 Burzet - Lachamp Raphael (27,27 km)
16:10 Uhr - SP 4 St Pierreville - Antraigues (45,17 km)
19:10 Uhr - Ziel der ersten Etappe in Valence

Donnerstag, 21. Januar:

08:30 Uhr - Start der zweiten Etappe in Valence
10:13 Uhr - SP 5 Labatie D'Andaure - St. Pierre (25,30 km)
10:55 Uhr - SP 6 St. Bonnet - St. Julien (25,67 km)
12:20 Uhr - SP 7 Lamastre - Gilhoc-Alboussiere (21,92 km)
15:28 Uhr - SP 8 Labatie D'Andaure - St. Pierre (25,30 km)
16:10 Uhr - SP 9 St. Bonnet - St. Julien (25,67 km)
18:05 Uhr - SP10 Lamastre - Gilhoc-Alboussiere (21,92 km)
19:15 Uhr - Ziel der zweiten Etappe in Valence

Freitag, 22. Januar:

06:30 Uhr - Start der dritten Etappe in Valence
09:23 Uhr - SP11 Montauban - Ouveze-Eygalayes (30,42 km)
14:08 Uhr - Eintreffen Monte Carlo Parc Fermé
17:50 Uhr - Ausfahrt Monte Carlo Parc Fermé
19:15 Uhr - SP12 Peira Cava - La Bollene Vesubie (18,42 km)
19:48 Uhr - SP13 Lantosque - Luceram (19,13 km)
23:20 Uhr - SP14 Peira Cava - La Bollene Vesubie (18,42 km)
23:53 Uhr - SP15 Lantosque - Luceram (19,13 km)

Samstag, 23. Januar:

01:05 Uhr - Zieleinfahrt in Monte Carlo

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