24h Spa 2024: Rowe-BMW & Iron-Lynx-Lambo in Problemen, schwerer Unfall

Problem beim Nachtanken für den Polesetter, Iron-Lynx-Flaggschiff in der Garage, Rowe Racing verliert Vorjahressieger aus Spitzenkampf - Schwerer Unfall

(Motorsport-Total.com) - Nach einem relativ disziplinierten Start spitzte sich das Geschehen beim 24-Stunden-Rennen von Spa (hier im Livestream!) nach drei Stunden zu. Mit dem Rowe-BMW #98 (Eng/Wittmann/Yelloly) und dem Iron-Lynx-Lamborghini #63 (Bortolotti/Cairoli/Caldarelli) verabschiedeten sich zwei Spitzenfahrzeuge aus dem Kampf um den Sieg.

Titel-Bild zur News: Marco Wittmann, Nick Yelloly, Philipp Eng

Die Vorjahressieger haben die Chance auf eine Titelverteidigung bei den 24h Spa 2024 früh verloren Zoom

Glück im Unglück hatte hingegen der von der Poleposition gestartete Grasser-Lamborghini #163 (Pepper/Perera/Mapelli). Ein Problem beim Nachtanken warf den Lamborghini kurzzeitig aus der Führungsrunde, aber die Boxenstopps der anderen Fahrzeuge brachten ihn wieder zurück, als nach zweieinhalb Stunden die erste von mehreren kurz aufeinander folgenden FCY-to-SC-Phasen ausgerufen wurde.

Die #163 verlor im ersten Stint die Führung an den Winward-Mercedes #48 (Auer/Engel/Morad), die "Mamba" fiel in der zweiten Stunde durch einen Reifenschaden zurück, hielt sich aber in der Führungsrunde.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits einen FCY-to-SC gegeben, denn nach einer Dreiviertelstunde schob der AF-Corse-Ferrari #52 (L. Machiels/J. Machiels/Bertolini/Mosca) den Rutronik-Porsche #97 (Blattner/Marschall/Hartog/Robichon) ins Aus. Der Porsche musste das Rennen mit einem Getriebeschaden aufgeben.

Nach zweieinhalb Stunden ging es mit der ersten von drei kurz aufeinander folgenden Neutralisationen weiter. Der Haas-RT-Audi #38 (Bertels/Schumacher/Fumal/Adomavicius) parkte im Kies.

Die anschließende FCY-to-SC-Phase dauerte fast eine halbe Stunde, dann bewahrheitete sich die alte Weisheit, dass Gelbphasen weitere Gelbphasen nach sich ziehen. Es kam zu einer Kollision zwischen dem Iron-Lynx-Lamborghini, dem SSR-Porsche #92 (Jaminet/Campbell/Makowiecki) und dem HRT-Mercedes #77 (Maini/Owega/Beretta). Die beiden Letztgenannten landeten im Kiesbett.

Der SSR-Porsche hatte Glück im Unglück und konnte die Führungsrunde halten, während der HRT-AMG, der im Gold-Cup an den Start geht, die Führungsrunde verlor. Wie genau der Rowe-BMW in diese Geschichte verwickelt war, ist derzeit noch unklar, möglicherweise hat er Trümmerteile abbekommen.

Jedenfalls mussten der BMW M4 GT3 und der Lamborghini Huracan GT3 Evo2 von Iron Lynx zur Reparatur an die Box. Die #63 fährt inzwischen wieder mit sechs Runden Rückstand. Da beide Fahrzeuge im Kiesbett waren, musste FCY einen Boxenstopp einlegen, was zu einem weiteren Unfall führte.

Der Garage59-McLaren #158 (Sansom/Salkeld/Kjaergaard/Baldwin) verzögerte sofort und überraschte damit mehrere Fahrzeuge hinter sich, was zu einem Chaos im Bereich Stavelot führte. Der McLaren, der Sainteloc-Audi #26 (Klymenko/Varutti/Stadsbader/Paverud), der Landgraf-Mercedes #16 ("Rio"/Pun/Tse/Dontje) und erneut der Haas-RT-Audi #38 krachten ineinander.

Böser Auffahrunfall vor Eau Rouge

Die vierte Phase FCY-to-SC wurde kurz nach dem Restart der dritten ausgerufen. Grund dafür war ein schwerer Auffahrunfall, der im Fernsehen erst mit Verzögerung gezeigt wurde. Zunächst strandeten der Rinaldi-Ferrari #333 (Hook/Laser/Perel/Crestani) und der Comtoyou-Aston-Martin #12 (Baert/Muth/Ögaard/Bastard), die auf der alten Start-Ziel-Geraden aneinandergeraten war. Der Ferrari blieb mitten auf der Strecke stehen.

Adrian D'Silva im EBM-Porsche #61 (D'Silva/Li/Leitch/Bamber) knallte unter doppelt gelb geschwenkter Flagge mit hoher Geschwindigkeit in den Ferrari rein, der daraufhin Feuer fing. Das Safety-Car führte das Feld mehrere Runden durch die Boxengasse.

Wie es den beteiligten Fahrern geht, ist derzeit noch unklar. Sobald wir mehr wissen, gibt es an dieser Stelle ein Update. Dem Motorsport Network wurde mitgeteilt, dass es den Fahrern D'Silva, Christian Hook und Nicolas Baert gut geht.

Der Blick richtet sich vor allem auf das Regenradar, denn von Frankreich aus zieht ein großes mesoskaliges konvektives System (Gewittercluster) nach Norden. Die Unwetterwarnung für Deutschland gilt auch für den Circuit de Spa-Francorchamps. Bereits gegen 22 Uhr muss mit Starkregen, Gewittern und Hagel gerechnet werden, was eine Rennunterbrechung wahrscheinlich macht.

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