powered by Motorsport.com

Wiegand jubelt über Platz drei: "Nicht erwartet"

Der Deutsche Sepp Wiegand feiert seinen dritten Platz in Ypern: Mit Fortdauer der Rallye wurde der Skoda-Fahrer immer schneller - Nächster Start in Estland

(Motorsport-Total.com) - Sepp Wiegand feierte seinen dritten Platz bei der Ypern-Rallye wie einen Sieg. Für den Deutschen vom Skoda Auto Deutschland Team war es nach "Circuit of Ireland" der zweite Podestplatz in seiner Europameisterschafts-Karriere. Vor dem Start des schnellen Asphalt-Klassikers war Wiegand nicht zuversichtlich, dass es mit einem Spitzenergebnis klappen könnte. Seit Nordirland saß der 23-Jährige nicht mehr in seinem Skoda Fabia Super 2000. Zur Vorbereitung hatte er nur den Shakedown und das Qualifying.

Sepp Wiegand

Sepp Wiegand und sein Co-Pilot Frank Christian freuen sich über Platz drei Zoom

In der ersten Etappe musste sich Wiegand erst wieder einschießen und seinen Rhythmus finden. Das klappte auch, denn er wurde immer schneller. Im Laufe der zweiten Etappe fuhr Wiegand mehrere Top-5-Zeiten. "Ich habe so ein großartiges Ergebnis nicht erwartet. Vor der Rallye war ich mir nicht sicher, was ich erwarten durfte, weil ich etwas nervös war und Druck spürte", so der Deutsche. "Ich habe auf die Nennliste geblickt und mir gesagt, dass es eine nette Rallye wird."

"In der Recce habe ich dann gesehen, wie schwierig diese Rallye ist. Deshalb fuhr ich zu Beginn ruhig, wollte im Wettbewerb bleiben und lernen, wie man hier fahren muss." Diese Herangehensweise zahlte sich aus. Mehrere Konkurrenten gerieten in Probleme. "Wir geben immer unser Bestes und arbeiten an unserer Pace. Wir versuchen uns immer zu verbessern und konzentrieren uns auf uns. Dieser dritte Platz ist einer der größten Momente meiner Karriere."

Sepp Wiegand

Der Skoda Fabia Super 2000 lief auch in Ypern perfekt Zoom

Nun eroberte Wiegand seinen zweiten Podestplatz auf Asphalt. Die nächste Rallye in Estland findet dagegen auf Schotter statt. "Ja, ich kann sagen, dass wir in Estland dabei sind. Ich höre, dass diese Rallye wie Finnland ist. Ich bin in Finnland aber noch nie über diese Kuppen gefahren. Ich habe auch noch nie einen Aufschrieb dafür erstellt", blickt der Skoda-Fahrer auf die nächste große Aufgabe.

"Es ist eine weitere neue Herausforderung für mich, aber ich werde wieder mein Bestes geben. Wenn man keinen Podestplatz erwartet, dann ist er vielleicht möglich. Ich habe mich im Rallye-Auto deutlich verbessert. Kilometer sind sehr wichtig für mich. Die nächste Rallye findet bald nach Ypern statt. Deswegen glaube ich, dass ich dort gut starten kann." In der EM-Wertung liegt Wiegand punktgleich mit Peugeot-Pilot Craig Breen auf Platz zwei.