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ERC Azoren: Drei Deutsche und ein Österreicher greifen an

Mit Marijan Griebel, Fabian Kreim, Albert von Thurn und Taxis und Hermann Neubauer ist die Rallye-EM 2018 von deutschsprachigen Fahrern geprägt

(Motorsport-Total.com) - Die Rallye-Europameisterschaft (ERC) startet an diesem Wochenende auf den Azoren in die Saison 2018. Neben internationalen Stars wie Bruno Magalhaes und Alexej Lukjanuk sind auch eine Reihe Fahrer aus Deutschland und Österreich mit dabei, die sich Chancen auf Spitzenplätze machen. Aus Deutschland sind die Talente Marijan Griebel (Peugeot 208 T16), Fabian Kreim (Skoda Fabia R5) und Albert von Thurn und Taxis (Skoda Fabia R5) am Start.

Albert von Thurn und Taxis

Albert von Thurn und Taxis sitzt nun in einem Skoda von BRR Zoom

Hermann Neubauer, Österreichs Staatsmeister 2016, greift mit einem Ford Fiesta R5 in der Topklasse an. Nachwuchstalent Simon Wagner nimmt seine erste internationale Saison in Angriff und zählt mit einem Peugeot 208 R2 zu den Titelkandidaten in der U27-Wertung. Für den Saisonauftakt auf den Azoren sind insgesamt 60 Fahrzeuge gemeldet. Davon sind 35 R5-Autos. Die Rallye umfasst 15 Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 207 Kilometern.

Am Donnerstag stellte im Qualifying Lokalmatador Ricardo Moura (Skoda Fabia R5) knapp vor Lukjanuk (Ford Fiesta R5) die Bestzeit auf. Die deutschsprachigen Fahrer waren nicht im Spitzenfeld zu finden. Bei der anschließenden Auslosung der Startpositionen für die ersten Prüfungen am Donnerstagabend und Freitag landete Kreim auf dem ersten Platz. Er wird die Schotterstraßen eröffnen müssen. Auf Platz drei folgt Neubauer.

Griebel fuhr im Qualifying bewusst langsam, um nicht in den Top 15 zu sein, die die Startplätze ziehen. Griebel landete nur an der 36. Stelle und wird weit hinten starten. Nach zwei Junioren-Europameistertiteln greift der Peugeot-Pilot nun das Spitzenfeld an. "Ich habe mein Talent schon 2016 mit dem Opel Adam gezeigt, als ich auf Asphalt und Schotter gewonnen habe", so Griebel. "Das vergangene Jahr lief noch besser. Jeder weiß, was ich kann. Dieses Jahr ist die Situation anders. Ich fahre im Romo-Team einen Peugeot. Das Auto hatte bisher nicht die gleichen Erfolge wie Skoda, aber wir wollen ohne Druck die Pace zeigen."

Fabian Kreim will U28-Europameister werden

Kreim will in die Fußstapfen von Griebel treten und den U28-Titel gewinnen. "Viele der besten Rallye-Fahrer Europas sind am Start. Dazu kommen für uns unbekannte Strecken und eine Rallye auf Schotter - das wird für uns wirklich in jeder Hinsicht ein Tanz auf dem Vulkan", blickt der Skoda-Fahrer auf die Azoren voraus. "Wir freuen uns wahnsinnig auf die Herausforderung und wollen beweisen, dass wir auch in Europa vorn dabei sein können."

Fabian Kreim

Fabian Kreim tritt erneut für Skoda Auto Deutschland an Zoom

Fehler werden auf den schmalen Sandpisten in der atemberaubenden Natur der Insel Sao Miguel nicht verziehen. Die "Königsprüfung" führt am Rand des Vulkan-Kratersees Sete Cidades entlang. "Ich habe mir in den letzten Wochen Onboard-Aufnahmen von anderen Fahrern angeschaut, die in den vergangenen Jahren erfolgreich bei der Rallye auf den Azoren unterwegs waren", sagt Kreim und nennt seine Taktik: "Ich werde versuchen, von Beginn an so schnell wie möglich, aber auch so sicher wie nötig unterwegs zu sein."

Von Thurn und Taxis beginnt seine dritte Saison im Rallye-Sport und seine zweite in der Europameisterschaft: "Unser Ziel ist es, kleine Fortschritte zu machen. Ich erwarte keine große Verbesserung. Ich hoffe, dass ich meinen Rückstand auf die Schnellsten etwas verringern kann. Wir testen nicht viel, die Rallyes selbst sind unser Training." Von Thurn und Taxis fährt zwar weiter einen Skoda, aber dieser wird von BRR-Racing eingesetzt, dem Team von Raimund Baumschlager.

Hermann Neubauer: Vom WRC in den R5

Die österreichischen Rallye-Fans sind gespannt auf den Auftritt von Neubauer. Er sitzt in einem neuen Ford Fiesta R5 und muss sich nach Jahren im WRC in der österreichischen Meisterschaft auf das leistungsschwächere Auto umgewöhnen. "Der Test hier war gut, das Auto fährt nach unserer Abstimmungsarbeit perfekt, genauso wie ich mir das vorstelle. Die Voraussetzungen auf technischer Seite sind super, da kann ich mich zu einhundert Prozent auf die exzellente Arbeit von Max Zellhofer und seinen Jungs verlassen."

"Allerdings muss man ganz klar sagen, dass wir eine gewisse Eingewöhnungsphase brauchen werden. Die Umstellung vom WRC auf den R5 ist nicht riesig, aber sie ist da", sagt Neubauer. "Die Prüfungen haben sich gegenüber meinem Start vor fünf Jahren stark verändert. Und wir müssen schauen, dass wir trotz der restriktiven Besichtigung - man darf nur zwei Mal über die Prüfungen fahren - einen guten Schrieb erstellen."

Hermann Neubauer

Österreich ist mit Hermann Neubauer in der Europameisterschaft vertreten Zoom

Ein konkretes Ergebnis nimmt sich Neubauer nicht vor: "Natürlich habe ich mir persönlich ein engagiertes Ziel gesetzt - aber ich werde bestimmt nicht so vermessen sein und glauben, ich könnte bei meinem ersten internationalen Start seit Jahren sofort eine Top-Platzierung herausfahren. Wichtig ist, dass wir die Rallye ohne Zwischenfall absolvieren und unser Tempo kontinuierlich steigern. Je länger wir im Auto sitzen, desto größer wird das Selbstvertrauen. Wir haben in dieser Saison noch ausreichend Gelegenheit, uns in diesem Klassefeld zu beweisen."

Im Feld der Nachwuchsfahrer will Simon Wagner auf internationaler Ebene den nächsten Schritt machen. In Österreich gewann er 2016 die 2WD-Wertung, im Vorjahr entschied sein Bruder Julian diese Klasse für sich. "Die Azoren könnten für uns sehr schwierig werden", mein Simon Wagner. "Ich bin noch nicht viele Schotter-Rallyes gefahren und es ist mein erster Schotter-Lauf mit dem Peugeot. Und zum ersten Mal fahre ich mit Pirelli und dem Sainteloc-Juniorteam. Ich glaube, das Team wird mir bei dieser Rallye helfen. Und ich bin zuversichtlich, dass ich um den Titel kämpfen kann."

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