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Breen: "Wir haben einen guten Speed gezeigt"

Craig Breen (Peugeot) fuhr bei der Rallye Azoren wieder einmal auf Platz zwei - Seinen Angriff auf Jan Kopecky brach der Ire am Samstag ab

(Motorsport-Total.com) - Craig Breen scheint momentan auf den zweiten Platz in der Rallye-Europameisterschaft (ERC) abonniert zu sein. Bei der Rallye Azoren belegte der Peugeot-Pilot beim dritten ERC-Lauf in Folge diese Position. Wie schon auf Grand Canaria musste sich der Ire Skoda-Pilot Jan Kopecky geschlagen geben - dieses Mal um gut eine halbe Minute. Dennoch ist Breen mit seinem ersten Auftritt auf den Azoren nicht unzufrieden. "Es war eine lange Woche, seit wir hier angekommen sind, aber es war für mich und Paul eine sehr gute Erfahrung, denn wir waren zum ersten Mal hier", sagt Breen.

Craig Breen

Craig Breen musste sich auf den Azoren wieder einmal mit Platz zwei abfinden Zoom

"Wir haben gute Erfahrungen gesammelt und einen guten Speed gezeigt, daher sind wir sehr glücklich", fasst der Ire die Rallye zusammen. Während ihn Kopecky auf Gran Canaria noch deutlich um rund zwei Minuten distanziert hatte, war der Abstand auf den Azoren geringer, weshalb Breen am Samstagmorgen nach dem Sieg greifen wollte: "Am Morgen dachte ich noch, dass es möglich sei, daher haben wir auf den ersten beiden Prüfungen viel Druck gemacht." Nachdem es ihm und Beifahrer Paul Nagle jedoch nicht gelang, den Abstand auf den Führenden zu verkürzen, blies Breen den Angriff schließlich ab.

"Wir konnten jedoch keinen Boden auf Jan gutmachen, daher mussten wir mehr mit Köpfchen fahren. Ohne den Plattfuß am Freitag wäre es vielleicht etwas enger geworden und ich wäre in Schlagdistanz gewesen", meint Breen. So blieb ihm nur die Absicherung des zweiten Platzes: "Wir waren am Samstagmorgen am Limit und jenseits unserer Wohlfühlzone, daher mussten wir clever sein.


Fotos: ERC auf den Azoren


Während Breen zum ersten Mal auf den Azoren startete, war Beifahrer Nagle schon in der Vergangenheit auf der portugiesischen Atlantikinsel Sao Miguel im Einsatz gewesen. 2009 gewann er dort an der Seite von Kris Meeke die Rallye. Diese Erfahrung nutzte ihm am vergangenen Wochenende aber nur wenig. "Niemand hat erwartet, dass die Bedingungen so schlecht waren. All die Erfahrung hat uns am Freitag- und am Samstagmorgen wenig genutzt", so Nagle.

"Es hilft dir, weil die eine Vorstellung vom Gelände und den Wertungsprüfungen hast, aber es war ein sehr schwieriges Wochenende", blickt Nagle auf eine Rallye zurück, die von starken Regenfällen beeinträchtigt wurde. "Es herrschte viel Frustration, aber wir müssen den Organisatoren Anerkennung schenken. Sie haben Tag und Nacht gearbeitet. Das einzige, was man nicht kontrollieren kann, ist das Wetter."