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Neuer Buggy für Al-Attiyah und Sainz

Nasser Al-Attiyah und Carlos Sainz gehen mit komplett neuentwickelten Buggys bei der Rallye Dakar an den Start - Die geballte Erfahrung ist in das Design eingeflossen

(Motorsport-Total.com) - Nasser Al-Attiyah wird auch im kommenden Januar bei der Rallye Dakar für Spektakel sorgen. Für die 34. Ausgabe des Marathon-Klassikers hat der Katari ein neues Team auf die Beine gestellt. Unter dem Namen "Katar Red Bull Rallye Team" geht die neue Mannschaft an den Start. Es sind aber bekannte Gesichter dabei. Am Beifahrersitz von Al-Attiyah wird Lucas Cruz sitzen. Eine große Rallye-Legende nimmt den zweiten Dakar-Sieg ins Visier: Der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz wird den zweiten Wagen steuern. Navigieren wird den Spanier der Deutsche Timo Gottschalk. In den vergangenen Monaten hatte Al-Attiyah ein großes Geheimnis um seine Dakar-Projekte gemacht.

Nasser Al-Attiyah

Nasser-Al Attiyah und sein neues Arbeitsgerät für die Rallye Dakar Zoom

Schließlich wurde ein komplett neuer Buggy entwickelt, der in den vergangenen Wochen auf Herz und Nieren getestet wurde. Deshalb beendete Al-Attiyah, der die Dakar im Jahr 2011 für Volkswagen gewonnen hat, die WRC-Saison vorzeitig, um sich voll und ganz auf die Dakar in Südamerika konzentrieren zu können. "Für uns alle ist es eine aufregende Zeit, denn wir konzentrieren uns darauf, dass der Buggy für die Dakar 2013 bereit ist. Ich bin von Anfang an in dieses Projekt involviert", lüftet Al-Attiyah den Mantel des Schweigens.

"Ich habe meine eigenen Erfahrungen eingebracht, um etwas Neues und Innovatives für das nächste Rennen zu kreieren. Wir haben frische Ideen auf den Tisch gelegt, als wir grundsätzlich über das Auto gesprochen haben. Ich glaube, dass wir das Projekt aus einer neuen Sichtweise angegangen sind, und wir sind alle stolz auf das finale Produkt. Mir ist bewusst, dass die Dakar mit einem neuen Auto wahrscheinlich die schwierigste Herausforderung ist, der ich mich je gestellt habe."

"Das ganze Team muss weiterhin so hart wie bisher arbeiten und die Bemühungen auch bei der Dakar durchziehen." Da alles neu ist, hat sich Al-Attiyah diesmal kleinere Ziele gesetzt. "Ich will es bis ins Ziel schaffen. Wenn wir das schaffen, dann können alle, die in dieses Projekt involviert sind, stolz sein." Für Sainz ist es eine Rückkehr ins Cockpit. Nachdem sich Volkswagen aus dem Rallyraid-Sport zurückgezogen hat, wurde es ruhig um den Dakar-Sieger von 2010.

Nun nimmt der 50-Jährige die Herausforderung erneut an. "Ein neues Auto für die Dakar vorzubereiten ist mit nichts vergleichbar. Nach den ersten Eindrücken bin ich von dem Buggy schwer beeindruckt", sagt Sainz. "Das gesamte Team hofft, dass wir eine gute Performance zeigen können. Es ist noch zu früh um zu sagen wie wir uns im Vergleich zur Konkurrenz schlagen, aber wir arbeiten jeden Tag, damit die Abstimmung passt. Vor der ersten Etappe in Peru gibt es aber noch viel zu tun."

"Überzeugt hat mich beim Buggy sein Verhalten auf hartem Untergrund. Wir müssen noch mehr testen, weil man bei der Dakar nicht nur auf hartem Boden und einigen Bodenwellen fährt. Die Herausforderung ist viel größer. Bei der Dakar braucht man ein Auto, das in den Wüstendünen genauso gut funktioniert wie auf der Straße. Das Auto muss agil sein und gut reagieren. Um bei der Dakar erfolgreich zu sein, braucht das Auto von allem etwas."