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Marc Coma: Rallye Dakar in Saudi-Arabien ist "logischer Schritt"

Der fünfmalige Dakar-Sieger Marc Coma sieht den Umzug der Marathonrallye von Südamerika nach Arabien als logische Entwicklung und zählt die Vorteile auf

(Motorsport-Total.com) - Seit 1979 findet Jahr für Jahr die Rallye Dakar statt. Einzige Ausnahme war die Absage der Rallye im Jahr 2008. Von 1979 bis 2007 fand die "Dakar" jeweils Afrika statt. Von 2009 bis 2019 gastierte man für elf Ausgaben in Südamerika. Für 2020 wechselt der Dakar-Tross gemäß des kürzlich geschlossenen Fünfjahresvertrags bis mindestens 2024 nach Saudi-Arabien.

Flagge: Saudi-Arabien

Saudi-Arabien empfängt ab 2020 für mindestens fünf Jahre die Rallye Dakar Zoom

Für Marc Coma, der die Rallye Dakar in der Motorrad-Wertung fünfmal gewonnen hat und der anschließend drei Jahre lang als Sportlicher Leiter dieser Marathonrallye tätig war, ist der Umzug von Südamerika nach Arabien nur logisch.

"Ich finde, die 'Dakar' hat beim Modell Südamerika bereits Ermüdungserscheinungen gezeigt", sagt Coma im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und erklärt, was er damit meint: "Wir wurden einst herzlich dort empfangen, aber in jüngster Vergangenheit hat es uns die Politik dort sehr schwer gemacht, ein erstklassiges Event wie die Rallye Dakar zu organisieren."

Marc Coma

Als Sportlicher Leiter der Rallye Dakar ist Marc Coma inzwischen abgetreten Zoom

Aber wenn schon ein Umzug, warum dann ausgerechnet nach Saudi-Arabien, wo die Politik ebenfalls Fragen aufwirft? "Die romantischste Variante wäre wohl eine Rückkehr nach Afrika gewesen, aber Afrika ist noch nicht bereit, die 'Dakar' wieder auszutragen", meint Coma und bezeichnet im Gegenzug die saudi-arabische Landschaft mit ihren ausgedehnten Wüstenflächen und Gebirgen als "ideal".

Zudem wird "die Logistik einfacher, weil es einfacher ist, in fünf oder sechs Stunden von nahezu jedem Punkt in Europa einzufliegen, anstatt eine Woche auf einem Schiff zu verbringen", zieht der Spanier den Vergleich zu den Jahren, als die Rallye in Südamerika stattfand. Insgesamt spricht Coma mit Blick auf den Umzug nach Arabien von einem "logischen Schritt".

Seit Anfang des Jahres ist Coma nicht mehr Sportlicher Leiter der Rallye Dakar, sondern Geschäftsführer von KTM Spanien. Auch der langjährige Dakar-Direktor Etienne Lavigne ist inzwischen nicht mehr Amt. Diesen Posten hat David Castera übernommen. Die erste Rallye Dakar in Saudi-Arabien wird für Castera die erste echte Bewährungsprobe.

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