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Geringes Interesse: Abt Audi TT Cup 2018 abgesagt

Von 400 Interessenten haben nur neun einen Vertrag unterschrieben: Abt sagt die geplante Fortführung des Audi TT Cup 2018 vor dem DTM-Saisonstart ab

(Motorsport-Total.com) - Die geplante Fortführung des Audi TT Cup 2018 fällt aus. Die Mannschaft von Abt Sportsline, die alle Fahrzeuge im Winter übernommen hatte, um die Serie unter eigener Federführung auch in diesem Jahr an den Start zu bringen, zog in der vergangenen Woche die Reißleine und informierte am heutigen Montag die Verantwortlichen im Umfeld der DTM. "Lieber ein Ende mit Schrecken", sagt Abt-Sportdirektor Thomas Biermaier angesichts der Absage.

Audi TT Cup 2017

Der Audi TT Cup wird 2018 nun doch nicht im Rahmen der DTM unterwegs sein Zoom

"Wir wollten bei sechs Veranstaltungen der DTM 2018 dabei sein, haben aber in der vergangenen Woche entschieden, dass wir es nicht machen können. Den TT Cup wird es offiziell nicht mehr geben", meint der Kemptener. Abt hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv um Starter und Partner bemüht. "Es ist für uns eine große Enttäuschung. Wir hatten geglaubt, dass wir das selbst auf die Beine stellen und die Tradition der Cups fortsetzen können."

"Wir standen mit 413 Fahrern in Kontakt, die Interesse bekundet hatten. Es waren ein paar dabei, die meinten, sich ohne Lizenz mit 2.000 Runden auf der Playstation qualifiziert zu haben. So etwas ist immer dabei. Unter dem Strich haben wir aber ernsthafte Gespräche mit immerhin noch über 100 Fahrern gehabt. Da wurden Details besprochen, Verträge ausformuliert. Was am Ende gefehlt hat, waren die entsprechenden Unterschriften", erklärt Biermaier.

Das Gesamtinteresse von potenziellen Fahrerinnen und Fahrern sei "doppelt so hoch" wie im Vorjahr gewesen. Eine Saison im Abt Audi TT Cup sollte 95.000 Euro kosten - für zwölf Rennen an sechs DTM-Wochenenden und Testfahrten vor dem Start in die Saison. "Es gibt ein Überangebot an Serien: TCR, GT4, Formel 4 und vieles mehr. Wobei das Paket TT Cup mit zu den günstigsten gehört", meint der Abt-Verantwortliche. Projektleiter Michael Seifert hat Abt mittlerweile verlassen.

"Unser Ziel war es, 16 dauerhafte und professionelle Fahrer am Start zu haben und dann jeweils mit zwei oder vier Gaststartern aufzufüllen. So hatte sich das bewährt", sagt Biermaier. "Wenn man Abt kennt, dann weiß man: Wir machen es entweder ganz oder gar nicht. Unter den aktuellen Voraussetzungen hätten wir den TT Cup nicht anständig durchziehen können. Es ist bitter, aber es ist die Realität. Es tut uns leid für unsere Partner, für die ITR und alle anderen, die uns voll unterstützt haben."

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