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  • 10.08.2019 21:39

TCR Germany Zandvoort 2019: Hyundai-Pilot Hesse feiert ersten Sieg

Max Hesse gewinnt das Samstagsrennen der TC Germany in Zandvoort vor Mike Halder und Harald Proczyk - Antti Buri ist Halbzeitmeister

(Motorsport-Total.com) - Premierensieg für Max Hesse (Hyundai Team Engstler) in der TCR Germany. In einem hochspannenden Rennen in Zandvoort setzte sich Hesse am Samstag im Hyundai i30 N TCR vor Mike Halder (Honda-Team Sachsen) im Honda Civic TCR und Titelverteidiger Harald Proczyk (HP Racing International) im Hyundai durch. Halbzeitchampion ist jedoch Antti Buri (LMS Racing). Dem Finnen genügte dazu der fünfte Platz.

Max Hesse

Der 18-jährige Hyundai-Fahrer Max Hesse hat seinen ersten TCR-Sieg in der Tasche Zoom

Hesse jubelte ausgelassen und strahlte. "Ich bin super super happy. Endlich der erste Sieg! Dafür haben wir sehr hart gearbeitet. Die Strecke war extrem schwierig zu fahren. Man musste extrem vorsichtig sein", so der 18-Jährige, der vom siebten Startplatz bis an die Spitze gestürmt war: "Das Duell am Ende mit Mike war hart, aber es ist gut ausgegangen. Ich denke, es ist alles fair gewesen. Wir hatten eine super Pace, sonst wären wir nicht von P7 bis nach vorne gefahren. Daher glaube ich, dass wir der verdiente Sieger sind."

In der Gesamtwertung verbesserte sich Hesse auf den dritten Tabellenrang. Er hat nun 215 Zähler auf dem Konto. Zur Halbzeit ganz vorne ist Antti Buri (234 Punkte) vor Proczyk (229). Halder (214) lauert als Vierter.

Im Rennen wurde Dominik Fugel (Honda-Team Sachsen) Vierter vor Buri, Bradley Burns (Pyro Motorsport) im Honda und Gaststarter Lance David Arnold (Hyundai Team Engstler) im VIP-Auto. Die beiden Hyundai-Fahrer Theo Coicaud (Hyundai Team Engstler) und Lukas Niedertscheider (HP Racing International) sowie Rene Kircher (Racing One) im Audi RS3 LMS komplettierten die Top 10.

Harte Kämpfe im Feld

Im ersten Rennen nach der zweimonatigen Sommerpause ging es von Beginn an zur Sache. Der von der Pole-Position gestartete Fugel behauptete seine Führung zunächst, dahinter folgten Halder und Proczyk. Nachdem sich Mitchell Cheah (VW-Team Oettinger) mit seinem VW Golf GTI TCR von der Strecke gedreht hatte, wurde das Rennen kurz für Reparaturarbeiten an der Streckenbegrenzung unterbrochen.

Nach dem Restart eroberte Proczyk zunächst den zweiten Rang von Halder und dann auch den ersten von Fugel. Beim Duell mit dem Chemnitzer war es jedoch zu einer Berührung gekommen. Die Rennleitung entschied daraufhin, dass Proczyk und Fugel die Plätze tauschen müssen. Proczyk fiel dadurch auf Rang vier hinter dem nun in Führung liegenden Halder, Hesse und Fugel zurück.

In der Folge entwickelte sich ein packendes Rennen mit vielen Zweikämpfen. Die beiden Hyundai-Piloten Hesse und Proczyk versuchten alles, um die jeweils vor ihnen fahrenden Honda von Halder und Fugel zu überholen. In der Schlussphase war Hesse dann nah genug dran, um zum Überholmanöver gegen Halder anzusetzen. Er zog vorbei, Halder jedoch touchierte Hesse wenig später und übernahm wieder die Führung für wenige Meter.

Allerdings ließ Halder seinen Rivalen dann wieder passieren, um einer möglichen Strafe durch die Rennleitung zuvorzukommen. Am Ende brachte Hesse seinen Sieg ins Ziel. Auch Halder und Proczyk ließen sich ihre Plätze auf dem Podium nicht mehr nehmen.

Weitere Stimmen zur TCR Germany in Zandvoort:

Mike Halder (Honda-Team Sachsen; 2.): "Ich war in der Situation in der Zwickmühle. Weil es um die Meisterschaft geht, habe ich Max wieder Platz gemacht. Ich wollte keine Doppelstrafe riskieren, aber insgesamt waren es vier Punkte zu wenig. Ich habe mich entschieden, auf Nummer sicherzugehen. Morgen werde ich wieder alles geben."

Harald Prozcyk (HP Racing International; 3.): "Es war ein enges, ein geiles Rennen, alles war fair. Dass sich Dominik Fugel nicht überholen lässt, ist ganz normal. Er hat mir im letzten Moment die Tür zugemacht. Wir haben uns dann leicht berührt, aber es ist keinem etwas passiert. Daher ist die Strafe sehr ärgerlich."

Bradley Burns (Pyro Motorsport: 1. Rookie-Challenge): "Wir hatten ein gutes Qualifying, das ich wirklich genossen habe. Im Rennen hatten wir Set-up-Probleme. Aber so ist es nun mal. Ich hoffe, wir können bis morgen ein paar Veränderungen vornehmen und dann ein besseres Rennen abliefern. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es morgen besser machen werden."

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