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  • 14.09.2019 20:29

TCR Germany Hockenheim: Proczyk dominiert am Samstag

Hyundai-Pilot Harald Proczyk holt mit Hockenheim-Sieg auf Tabellenführer Antti Buri auf - Schärfster Verfolger bleibt aber Max Hesse

(Motorsport-Total.com) - Zweiter Saisonsieg für Titelverteidiger Harald Proczyk in der TCR Germany: Der 43-jährige Österreicher vom Team HP Racing International hat im Hyundai i30 N TCR das Samstagsrennen der Tourenwagenserie auf dem Hockenheimring gewonnen und sich damit im Kampf um den Meistertitel zurückgemeldet.

Harald Proczyk

Hyundai-Pilot Harald Proczyk ist im Titelkampf noch voll dabei Zoom

In einem von Hyundai-Fahrern geprägten Lauf verwies Proczyk Max Hesse (Team Engstler) auf Platz zwei. Hesses Teamkollege Theo Coicaud durfte sich einen Tag nach seinem 20. Geburtstag als Dritter ebenfalls über einen Podestplatz freuen.

Am meisten aber jubelt Proczyk: "Ich freue mich natürlich über den Sieg. So einen Tag hatten wir als Team noch nie. In der GT4 Germany holen wir die Pole und den Sieg - und in der TCR Germany ebenfalls. Aber morgen ist ein neuer Tag. Da kann sich das Blatt ganz schnell wieder wenden. Wir müssen von Rennen zu Rennen schauen."

Der ohnehin schon spannende Kampf in der Meisterschaft hat durch das Ergebnis vom Samstag nochmals Fahrt aufgenommen. Der Gesamtführende Antti Buri (LMS Racing) belegte im Audi RS3 LMS den zehnten Platz und hat nun 340 Punkte auf dem Konto. Vor dem zweiten Rennen am Sonntag liegt Hesse nur drei Punkte zurück, Proczyk ist mit 13 Punkten Rückstand Dritter.

Hinter dem Safety-Car ins Ziel

Proczyk erwischte zwar keinen guten Start, konnte seine Führung aber dennoch verteidigen. An der Führung des Titelverteidigers konnte auch eine Safety-Car-Phase nach zehn Rennminuten nichts ändern. Marcel Fugel (Team Halder) war beim Einbiegen auf die Start/Ziel-Gerade ins Kiesbett gerutscht. Sein Honda musste geborgen werden. Nach dem Restart zogen Proczyk, Coicaud und Hesse an der Spitze wieder davon. Buri arbeitete sich in der Zwischenzeit auf Rang sechs nach vorn. Einen Umlauf später zog Hesse an Coicaud vorbei.


TCR Germany Hockenheimheim: Highlights Rennen 1

Die Highlights vom Samstagsrennen auf dem Hockenheimring, der sechsten Station der TCR Germany 2019 Weitere Tourenwagen-Videos

Während Proczyk das Rennen weiter diktierte, kam es zwischen Buri und Proczyks Teamkollegen Lukas Niedertscheider zu einer Kollision. Niedertscheider drehte den Finnen um, der konnte das Rennen aber fortsetzen. Der Österreicher hingegen musste sein Auto abstellen. Die zweite Safety-Car-Phase des Rennens war die Folge - und diese dauerte bis zum Fallen der Zielflagge an.

Hinter dem Hyunda-Trio Proczyk, Hesse, Coicaud wurde Mike Halder im Honda Civic TCR Vierter und hat mit 305 Punkten ebenfalls noch Titelchancen. Sein Teamkollege Dominik Fugel wurde Fünfter. Dahinter reihte sich ein starkes Gastfahrer-Paket mit Cupra-Pilot Pascal Eberle sowie den Geschwistern Jessica und Andreas Bäckman (beide Hyundai) ein. Sebastian Steibel (Steibel Motorsport) im VW Golf GTI TCR und Buri komplettierten die Top 10. Bestplatzierter Fahrer in der Honda-Junior-Challenge war Volkswagen-Pilot Mitchell Cheah aus Malaysia.

Weitere Stimmen zum Rennen

Max Hesse (2.): "Wir haben hart gearbeitet und noch ein paar Reserven gefunden. Es war heute Morgen schon perfekt. Im Qualifying wäre noch mehr möglich gewesen. Im Rennen konnte ich mich gut nach vorne arbeiten. Es war das Maximum heute, Hari war etwas besser. Wir sind super happy und schauen nun, dass wir auch morgen so weit wie möglich nach vorne kommen."

Theo Coicaud (3.): "Das ist ein tolles nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Besser könnte es kaum sein. Wir hatten zuletzt viel Pech. Vieles lief nicht, wie wir es wollten. Jetzt aber ist endlich wieder ein Erfolgserlebnis da. Entsprechend erleichtert bin ich. Morgen kann ich einfach wieder angreifen."

Mitchell Cheah (Sieger Honda-Junior Challenge): "Das war eines der schwierigsten Rennen meiner Karriere. Dass ich es geschafft habe, bester Junior zu sein, freut mich sehr und ist der Lohn für die harte Arbeit, die wir geleistet haben. Wir hatten hier bislang große Probleme und haben das Tempo nicht gefunden. Letztlich hat es sich aber ausgezahlt, hartnäckig zu bleiben und zu arbeiten."

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