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Update Le-Mans-Starterliste 2020: Ginetta zieht einen LMP1 zurück

Das LMP1-Feld bei der 88. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans ist wieder auf sechs LMP1 geschrumpft - Starterfeld nur noch bei 60 Autos

(Motorsport-Total.com) - Erstmals seit 2014 wird eine Le-Mans-Woche nicht mit einem vollen Starterfeld starten. Und erstmals seit 2004 reicht selbst die Reserveliste nicht aus, um im Vorfeld der Rennwoche alle Plätze in der Startaufstellung zu füllen. Das Corona jahr 2020 sorgt auch bei den 24 Stunden von Le Mans für einen Massenexitus. (Zur Starterliste 24h Le Mans 2020)

Luca Ghiotto, Ben Hanley

Ginetta schockt mit dem Rückzug von Fahrzeug Nummer 5 Zoom

Prominentester Rückzug auf der neu publizierten Starterliste ist der zweite Ginetta G60-LT-P1 des Teams LNT. Das bedeutet, dass die LMP1-Kategorie wieder auf sechs Autos zusammenschrumpft und somit der Negativrekord aus 2017 wieder eingestellt wird. Die Klasse war kurzzeitig auf sieben Autos angewachsen, als ByKolles ins Feld gerutscht war.

Neben Ginetta haben auch zwei LMP2-Teams ihren Rückzug angetreten: High Class Racing hat den zweiten Oreca zurückgezogen, der erst nachträglich reingerutscht war. Damit könnte es passieren, dass Jan Magnussen erstmals seit mehr als 20 Jahren ein 24-Stunden-Rennen in Le Mans komplett verpasst. Er war seit 1999 ohne Unterbrechung dabei.

Ebenfalls nicht mehr auf der Liste zu finden sind der Riley Mk.30 von Rick Ware Racing und der Oreca von Performance Tech. In beiden Fällen handelt es sich um US-amerikanische Teams, die besonders mit Einreisebeschränkungen sowohl auf Hin- als auch Rückweg zu kämpfen gehabt hätten.

Vor diesem Hintergrund überrascht auch der Rückzug von Gear Racing nicht. Das US-amerikanische Damenteam hätte unter denselben Problemen gelitten und hat zudem momentan Ärger in der IMSA nach der Trennung vom dortigen Einsatzpartner Grasser Racing. Unabhängig davon ist das von der FIA geförderte Damenteam mit seinem LMP2 #50 aber weiterhin dabei.

Drei Fahrzeuge rücken auf

Ins Feld gerutscht sind der zweite DragonSpeed-Oreca in der LMP2 sowie ein dritter Project-1-Porsche und ein zweiter Iron-Lynx-Ferrari in der GTE Am.

Verschwunden, ohne jemals in der Startaufstellung gewesen zu sein, ist das japanische Aston-Martin-Team D'station Racing. Es hatte den letzten Platz auf der Reserveliste inne und wäre nun mit ins Feld gerutscht. Diese ist nun leer, sodass das Feld sich auf derzeit 60 Fahrzeuge reduziert.

Dies ist zuletzt im Jahr 2014 der Fall gewesen. Damals wurde die Le-Mans-Woche allerdings immerhin mit der Hoffnung angetreten, ein volles Starterfeld von damals 56 Autos zu haben. Dann musste allerdings Fabien Giroix in einer kuriosen Posse das Team Millennium Racing zurückziehen (vormals Delta-ADR), weil man kein Auto für die Technische Abnahme hatte.

Dass schon weit im Vorfeld des Rennens die Reserveliste aufgebraucht ist, ist zuletzt 2004 der Fall gewesen. Damals starteten 48 statt der möglichen 50 Fahrzeuge ins Rennen.

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