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Die erste Enttäuschung für Ford

03. Mai 2012 - 12:21 Uhr

Ein holpriger Trainingsstart, eine Strafversetzung im Qualifying, zwei Crashs im Rennen, und wenige Punkte: Die Slowakei war eine Enttäuschung für Ford

Tom Chilton
Tom Chilton war der einzige Ford-Pilot, der in der Slowakei im Rennen punktete
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - In Marrakesch hatte das Aon-Team mit dem neuen Ford Focus noch die ersten Führungsrunden und die ersten WM-Punkte eingestrichen, in Pressburg lief für den britischen Rennstall aber dafür fast gar nichts zusammen. Das Unheil begann nämlich schon am Samstagmorgen, als Tom Chilton nicht wie geplant trainieren konnte, und setzte sich über den weiteren Verlauf des vierten Wochenendes fort.

James Nash sorgte in der Qualifikation mit Startplatz vier zwar für eine sehr positive Überraschung, durfte sich aber nur kurz über diese Leistung freuen: Sein Ford Focus S2000 TC war nicht korrekt eingestellt, was bei der technischen Nachuntersuchung festgestellt wurde. Die Rennleitung versetzte Nash in beiden Rennen um zehn Startränge nach hinten, gleichzeitig war Chilton ebenfalls im Pech.

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Zunächst kommunizierte die Rennleitung nämlich, dass Chilton als Elfter des Zeittrainings aufgrund der Zurückstufung von Nash auf Rang zehn vorrücken würde. Und dies hätte die Pole-Position für Lauf zwei bedeutet. Wenig später wurde aber auch dies revidiert und Chilton blieb Elfter. Doch es kam noch dicker für den Ford-Rennstall, denn beide Piloten wurden im Rennen gleich in Unfälle verwickelt.

Am härtesten erwischte es Nash, der nach einem Techtelmechtel heftig in die Leitplanken einschlug und seinen Ford Focus kräftig ramponierte. So sehr, dass an eine Teilnahme am zweiten Rennen auf dem Slovakiaring nicht zu denken war. Chilton war nach einem anderen Crash ebenfalls schon in der Startrunde draußen, erkämpfte sich mit repariertem Auto aber noch Platz zehn im zweiten Rennen.

"Insgesamt war es ein frustrierendes Wochenende."
Mike Earle

Ein Punkt, aber viele Probleme. Deshalb zieht Aon-Teamchef Mike Earle ein sehr gemischtes Fazit zum vierten WTCC-Auftritt seiner Mannschaft. "Insgesamt war es ein frustrierendes Wochenende für uns. Teilweise lief es prima, teilweise war es aber auch nur sehr enttäuschend", sagt Earle. "Wir hatten ein komplett neues Aufhängungssetup an mitgebracht, das wir zuvor nicht erprobt hatten."

"James leistete auf Anhieb hervorragende Arbeit damit, indem er sich auf Platz vier qualifizierte. Später wurden ihm seine Zeiten aber gestrichen, weil es eine kleine technische Unregelmäßigkeit gab. Die Rennen liefen dann ebenfalls nicht nach Plan", erklärt der britische Teamchef. "Beide Autos wurde in der ersten Runde in Zwischenfälle verwickelt. Das war sehr enttäuschend, vor allem für James."

"Wir haben den Eindruck, dass wir weitere Fortschritte mit dem Auto machen."
Mike Earle

"Er hatte über das gesamte Wochenende hinweg wirklich einen tollen Job gemacht. Leider war er im zweiten Rennen außen vor", meint Earle. "Tom war im ersten Freien Training gar nicht und im zweiten Freien Training nur kurz gefahren, sodass er erst im Qualifying richtig loslegen konnte. Im zweiten Rennen fiel er bis auf Rang 14 zurück, arbeitete sich dann aber wieder bis auf Platz zehn nach vorn."

"Als er seine direkten Vorderleute überholt hatte, fuhr er so schnell wie die Spitzenreiter. Daher war es insgesamt ein Wochenende der verpassten Chancen für unser Team", erklärt Aon-Teamchef Earle, zeigt sich jedoch weiter zuversichtlich: "Wir haben den Eindruck, dass wir weitere Fortschritte mit dem Auto machen." Zweifelsohne, denn immerhin war der Ford Focus nun erstmals völlig legal unterwegs.

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