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BMW: Noch ist nichts verloren...

08. März 2009 - 00:15 Uhr

Die BMW Länderteam Piloten konnten SEAT in der Qualifikation nicht das Wasser reichen, möchten aber in den beiden Rennen zurückschlagen

Alessandro Zanardi, Sergio Hernandez, Curitiba, Curitiba Circuit
Sergio Hernández schrammte denkbar knapp am Top-10-Qualifying vorbei...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So hatte sich BMW den Start in die neue Saison der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) sicherlich nicht vorgestellt. Während die SEAT-Armada in der Qualifikation von Curitiba in einer eigenen Liga unterwegs war, betrieben die beiden BMW Team Germany Fahrer Jörg Müller und Augusto Farfus Schadensbegrenzung. Nicht zufrieden war hingegen Andy Priaulx - der Ex-Champion kam in der abschließenden Qualifikations-Sitzung nicht über Startplatz zehn hinaus und gab sich enttäuscht.

"Natürlich haben wir uns einen besseren Start in die Saison erhofft", kommentierte Friedhelm Nohl, Leiter Sport- und Tourenwagen-Technik bei BMW, den Ausgang des ersten Zeittrainings 2009. "Jörg ist auf Platz sechs mit einer knappen halben Sekunde Rückstand der beste BMW Pilot. Mit Augusto und Andy haben wir zwei weitere Fahrer in den Top 10. Für Sergio hat es ganz knapp nicht gereicht", meinte Nohl - dem Spanier fehlte die Winzigkeit von 0,036 Sekunden.

"Nun hoffen wir, in den beiden Rennen am Sonntag dennoch ein Wort um die Podestplätze mitsprechen zu können", sagte Nohl abschließend. Müller zog nach P6 ein positives Fazit: "Mein Auto lief gut und ich bin zumindest der schnellste Fahrer mit einem Benzinmotor. Das neue Qualifying-Format hat mich jedoch nicht ganz überzeugt. Im Endeffekt sind jetzt weniger Autos auf der Strecke zu sehen als vorher - und es wird viel taktiert."

Auch wenn der einzige deutsche Werksfahrer der WTCC hinter der geballten SEAT-Power liegt - den Kopf will Müller nicht in den Sand stecken: "Ich werde natürlich versuchen, so viele Positionen wie möglich gutzumachen", kündigte der BMW Team Germany Fahrer an. Im Gegensatz zu Müller, der im Top-10-Qualifying zügig ins Geschehen eingriff, warteten Farfus und Priaulx bis zwei Minuten vor Schluss ab, ehe sie aus der Box fuhren.

Andy Priaulx, Curitiba, Curitiba Circuit
Andy Priaulx hatte erst mit den Bremsen, dann mit seiner Strategie zu kämpfen
© xpb.cc

"Im Verlauf der zweiten Session haben sich die Bedingungen geändert", gab Farfus nach dem Zeittraining zu Protokoll und ergänzte: "Auf meiner schnellen Runde hat dann das Setup nicht mehr hundertprozentig gepasst. Nun setze ich alles daran, mich am Sonntag einige Plätze nach vorn zu schieben und meinen heimischen Fans in den Rennen einiges bieten zu können", meinte der brasilianische Lokalmatador.

Ex-Champion Priaulx war mit P10 nur bedingt zufrieden: "Unsere Strategie ist heute nicht aufgegangen", erklärte der dreimalige Weltmeister. "Das ist schon enttäuschend, denn zuvor hatte es bei mir eigentlich sehr positiv ausgesehen. Aufgrund des Problems mit einem Bremssattel am Morgen habe ich einen Reifensatz verloren. Nun heißt es am Sonntag auch für mich, nach Kräften anzugreifen und möglichst viele Plätze vorzurücken."

Dies dürfte auch für die beiden BMW Team Italy-Spain Piloten Sergio Hernández und Alessandro Zanardi gelten. Sowohl der Neuling als auch der Routinier scheiterten in Q1 an der Top-10-Hürde und gehen am Sonntag von den Positionen elf und 14 ins erste Sprintrennen. Damit ist aber noch nichts verloren, schließlich könnte mit etwas Glück im ersten WM-Lauf des Jahres P8 herausspringen - das wäre die Pole-Position für Lauf zwei...

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