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IMSA: Roger Penske ist BoP ein Dorn im Auge

19. März 2017 - 14:00 Uhr

Das Team Penske will wieder in den den US-amerikanischen Sportwagensport einsteigen - Roger Penske warnt jedoch vor einer Hürde

Roger Penske, Maro Engel
Roger Penske ist kein Fan von Balance of Performance
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Die IMSA SportsCar Chanpionship hat ihre ersten zwei Klassiker unter DPi-Regularien erfolgreich hinter sich gebracht. Zwar wird das Prototypenfeld bei den nächsten Rennen schrumpfen und ist sicherlich noch ausbaufähig, doch die DPi-Formel zieht. Mehrere Hersteller haben Interesse an einem Einstieg. Während der Sebring-Übertragung gab es zahlreiche Stimmen, die die DPi-Kategorie als die nachhaltigste Sportwagenformel bezeichneten, die es in den USA jemals gegeben hat.

Für die Hersteller zeichnet sich ein Weg ab, Sportwagensport auf Topniveau ohne die hohen Kosten eines LMP1 zu betreiben und trotzdem den Elektro-Part nicht zu vernachlässigen: Statt ein sündhaft teures Hybridengagement in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zu stemmen, erscheint eine Kombination aus DPi und - zu Marketingzwecken - Formel E mittlerweile als kostengünstigere Alternative. Kein Wunder also, dass Herstellerinteresse an der IMSA-Serie da ist - zumal mit weiterem Druck auf den ACO auch noch die Perspektive Le Mans winkt.

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Das Team von Roger Penske würde liebend gern wieder bei den Sportwagen einsteigen und kündigte die Rückkehr bereits an. Zunächst verdichteten sich die Gerüchte um eine Partnerschaft mit Honda, Informationen von 'Motorsport-Total.com' zufolge soll Penske jedoch mittlerweile in ernsthaftem Kontakt mit einem europäischen Konzern stehen.

Wenig Freude hat er allerdings an Rennserien mit Balance of Performance, und um die kommt man in einer Prototypenklasse mit unterschiedlichsten Motorkonzepten heutzutage nicht mehr herum. "Es ist eine wirklich tolle Rennserie, doch das große Thema, das wir uns ansehen müssen, ist die Balance of Performance", sagt der 80-Jährige. "Wie bekommt man das hin? Wir haben mehrere Chassis, dazu reine Rennmotoren und serienbasierte Aggregate. Die einen haben hohe Drehzahlen, die andern hohes Drehmoment."

Er erinnert sich mit Grauen an den einzigen Auftritt des Teams Penske in der Grand-Am-Serie zurück, dem anderen Vorläufer der heutigen IMSA-Meisterschaft. Dort gab es bereits in den 2000er-Jahren ein Balancing. 2009 brachte Penske einen Riley-Porsche bei den 24 Stunden von Daytona an den Start. Bis heute packt ihn der Frust: "Wir waren wirklich stark unterwegs in Daytona, doch dann nahmen sie uns den sechsten Gang, dazu 400 bis 500 Umdrehungen und packten auch noch Gewicht ins Auto. Wir sind nur ein Rennen gefahren - das war eine bittere Pille."

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