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Porsche-LMP1-Chef Fritz Enzinger: "Das waren 100 Prozent"

02. Dezember 2015 - 14:19 Uhr

Porsche räumt im zweiten Jahr nach der Le-Mans-Rückkehr alles ab, was es in der WEC zu holen gibt: Das Erfolgsgeheimnis der LMP1-Werksmannschaft aus Weissach

Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley
Mit Vollgas durch Eau Rouge: Porsche brannte 2015 ein WEC-Feuerwerk ab
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans und Gewinn der WM-Titel für Hersteller und Fahrer in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2015. Porsche hat der Saison auf der Langstrecke klar seinen Stempel aufgedrückt. "100 Prozent" - mit diesen Worten bringt LMP1-Leiter Fritz Enzinger die Bilanz des Jahres im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' auf den Punkt.

"Hundert Prozent deshalb, weil wir alles erreicht haben. Der Saisonstart war für uns immer mit Blick auf Le Mans ausgerichtet. Das Ziel war es, siegfähige Autos nach Le Mans zu bringen. Da war es klar, dass Silverstone und Spa schwierig werden würden. Da mussten wir halt durch", blickt der Östereeicher zurück. Porsche fuhr in den ersten beiden Saisonrennen in einer Le-Mans-Spezifikation, um möglichst optimal vorbereitet in das Highlight an der Sarthe starten zu können.

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"Wir hatten vier 30-Stunden-Tests, konnten dabei sukzessive alle Probleme ausmerzen. Danach sind wir mit Autos nach Le Mans gekommen, von denen wir sagen konnten, dass wir im Rahmen der zeitlichen Möglichkeiten alles für ein konkurrenzfähiges Paket getan haben", so Enzinger. "Doch auch dadurch gewinnst du nicht automatisch in Le Mans. Wir sind uns bewusst, dass Le Mans uns in diesem Jahr hat gewinnen lassen. Das war schön."

Im Eiltempo an die LMP1-Spitze

Der Triumph beim 24-Stunden-Klassiker war das erklärte Ziel für das Jahr 2015. Auf 17 Gesamtsiege kommt das Werksteam nun. Für das Finden der Erfolgsspur brauchte man nur wenig Zeit. 2014 ein konkurrenzfähiges Paket entwickeln, 2015 große Erfolge einfahren - so schnell ging es nach der Rückkehr von Porsche auf die große Langstreckenbühne.

Porsches Weg zum WM-Titel 2015

Was Ende 2011 mit ersten Schritten begann, hat im November 2015 den ersten WM-Titel eingebracht: Das LMP1-Projekt von Porsche


02.11.2015
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2011/2012: Beginn des Teamaufbaus Ende 2011 (Personalstand: Fritz Enzinger und fünf Mitarbeiter). Im Folgejahr Bau eines Bürogebäudes und der Werkstatt. Bekanntgabe von Timo Bernhard und Romain Dumas als erste Fahrer.
2011/2012: Beginn des Teamaufbaus Ende 2011 (Personalstand: Fritz Enzinger und fünf Mitarbeiter). Im Folgejahr Bau eines Bürogebäudes und der Werkstatt. Bekanntgabe von Timo Bernhard und Romain Dumas als erste Fahrer.

"Von fünf auf 260 Mitarbeiter innerhalb so kurzer Zeit. Es sind dermaßen viele Nationen dabei, die Leute kommen aus unterschiedlichsten Rennserien und von verschiedenen Herstellern. Es galt, dieses Personal gemeinsam so auszurichten, sodass aus allem zusammen ein Porsche wird", erklärt Enzinger, der die Schlüsselfiguren selbst aussuchte, dann die Verantwortung für den weiteren Teamaufbau zu großen Teilen in deren Hände legte.

Herausgekommen ist eine homogene Mannschaft, die Alexander Hitzinger im Bereich Technik und Andreas Seidl als Teamchef für den Betrieb der Fahrzeuge zusammengestellt haben. Neben Kompetenz war auch die Mentalität der Mitarbeiter immer ein Entscheidungskriterium. "Wer im Motorsport arbeitet, der tut dies aus Leidenschaft. Wir haben das große Glück, unser Hobby zum Beruf gemacht zu haben. Da bringst du dich ganz anders ein, du lebst ein Projekt regelrecht", sagt der LMP1-Chef von Porsche.

Mit Leidenschaft zu großen Zielen

"Jemand, der sich einen Job von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr vorstellt, ist im Motorsport nicht richtig", sagt Enzinger, der von sich selbst und von all seinen Mitarbeitern maximalen Einsatz fordert. "Mal ein Beispiel: Noch bevor wir in Weissach unser erstes LMP1-Auto fertig hatten, haben wir schon Boxenstopps geübt. Jeden Tag um 17:00 Uhr ging das los. Wir haben tatsächlich 1.600 Stopps durchgespielt. Da war so viel Begeisterung dabei!"

"Wichtig ist mir, dass im Team die Probleme offen angesprochen werden. Nur so kann man schnell Lösungen finden. Es darf niemals Schuldzuweisungen geben, denn sonst entstehen Fraktionen. Dann hast du plötzlich Motorenabteilung gegen Chassisabteilung und so weiter. So etwas darf nicht passieren", sagt Enzinger. Zu einer solchen Situation hätte es im Herbst 2013 kommen können, als man wegen Vibrationen im V4-Turbo das gesamte Fahrzeug kaum relevant testen konnte."

"Wir haben uns nach Le Mans 2015 den Gewinn der Herstellermeisterschaft zum Ziel gesetzt. Nach Schanghai war dann der Fahrertitel das Ziel. Wenn wir den im letzten Rennen nicht erreicht hätten, dann wären bestimmt viele enttäuscht gewesen, obwohl es eine Mega-Saison war", sagt der Österreicher. "Bei acht Rennen hatten wir achtmal die erste Startreihe, sechs Rennen inklusive Le Mans haben wir gewonnen. Es wird langsam allen bewusst, dass wir etwas Einmaliges geschafft haben."

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