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Platin, Gold, Silber, Bronze: Werden gute Paydriver rar?

13. November 2012 - 16:18 Uhr

Die neuen Einstufungen der Langstreckenpiloten für 2013 sorgen für Diskussionen: Alex Brundle und Lucas Ordonez hochgestuft, Stefan Johansson nun Amateur

Stefan Johansson
Vom Formel-1-Profi zum Le-Mans-Amateur: Stefan Johansson
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Beim Saisonfinale der WEC in Schanghai waren 28 Fahrzeuge in den vier Klassen gemeldet. Auffällig dabei war, dass die jeweils kleinere Klasse bei Prototypen und GT-Fahrzeugen stärker besetzt war als die großen Kategorien. Die LMP2-Klasse stellte mit zehn Autos zwei mehr als die LMP1, die GTE-Am-Klasse hatte sechs Starter und somit ebenfalls zwei mehr als die GTE-Pro-Kategorie für Werksautos. Ein Schlüssel zum Erfolg der beiden kleineren Serien ist die Pflicht zum Einsatz von Amateuren.

Als Amateurfahrer gilt in jener Szene ein Pilot, der von FIA und ACO in die Kategorien Bronze oder Silber eingestuft ist. Die Profis haben jeweils auf Grundlage ihrer sportlichen Vorleistungen das Prädikat Gold oder Platin. In LMP2 und GTE-Am-Klasse muss jeweils einer von höchstens drei Piloten den Amateuren zugerechnet sein. Diese Fahrer haben 2012 in den meisten Fällen viel Geld mitgebracht, den sportlichen Erfolg aber auch mehrfach gefährdet.

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Vor allem in der LMP2-Klasse wurde im engen Wettbewerb der zahlreichen guten Teams sehr deutlich, wie wichtig ein konkurrenzfähiger Paydriver sein kann. Beim LMP2-Meisterteam Starworks war neben den Profis Stephane Sarrazin und Ryan Dalziel der Venezolaner Vincente "Enzo" Potolicchio im Fahrzeug. Der Südamerikaner war in Reihen der Bezahlfahrer einer der besten, dadurch wurde der Erfolg des neuen Teams in der WEC erst möglich. Gegenbeispiel: Lotus. Dort brachte Kevin Weeda seine Kollegen Tonio Liuzzi und James Rossiter mehrfach um die Früchte ihrer guten Arbeit.

Über die Einstufungen einiger Piloten gab es im Saisonverlauf immer wieder Diskussionen. Vor allem die Personalie Alex Brundle stand oftmals im Mittelpunkt der Debatten. Der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle zeigte teils famose Leistungen bei seinen Einsätzen für Greaves und Oak, aber der Brite war bislang nur in der Kategorie Silver - ein Amateur. Somit war es für die Teams ein Leichtes, um Brundle herum mit zwei echten Profis eine schlagkräftige Truppe zu formen.

Im kommenden Jahr soll dies nicht mehr möglich sein. Während Enzo Potolicchio, der sich von Starworks getrennt hat und sein eigenes Team aufbaut, weiterhin als Amateur (Status: Silber) agieren darf, wird Brundle in die Kategorie Gold und somit zum Profi befördert. Ebenfalls den Amateurstatus verlieren werden Rui Aguas, Ricardo Gonzalez, Lucas Ordonez, Spencer Pumpelly und Michele Rugolo. Es gehen somit einige schnelle Paydriver verloren.

Der Deutsche Thomas Holzer bleibt Silber-Pilot, sein Cousin Marco Holzer wird von der Gold- in die Platin-Kategorie hochgestuft. Es gibt auch einige Fälle, in denen Piloten vom Profi zum Amateur "degradiert" werden. Das prominenteste Beispiel: Stefan Johansson. Der Ex-Formel-1-Pilot wird auf Silber zurückgestuft und ist somit ein potenzieller Paydriver. Den gleichen Weg gehen unter anderem Fabien Giroix, Olivier Lombard, Greg Pickett und Pierre Ragues. Eine attraktive Option für einen Paydriver-Sitz bleibt David Heinemeier Hansson. Der schnelle und erfolgreiche Geschäftsmann steigt von Bronze auf Silber, bleibt aber somit weiterhin Amateur.

Die Kategorien in der Übersicht:

Zu "Platin" zählen alle Piloten, die...
... als international bekannte Fahrer gelten, unter 55 Jahre alt sind und mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- war Inhaber der Superlizenz (für die Formel 1)
- hat die 24 Stunden von Le Mans gewonnen
- war Werksfahrer, von einem Hersteller bezahlt
- hat die Formel 3000, CART/Champcar, IRL oder GP2-Meisterschaft in den Top 10 abgeschlossen
- hat sich in internationalen Formel-3-Topserien oder sonstigen Top-Formelserien (zum Beispiel Renault-World-Series) unter den Top 6 platziert
- ein Fahrer, dessen Erfolge und Leistungen zwar nicht in den oben genannten Rahmen fallen, aber der dennoch vom Sportkommitee als professioneller Rennfahrer betrachtet wird

Zu "Gold" zählen alle Piloten, die...
... als Halb-Profi in nationalen oder internationalen Serien aktiv waren und mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- Kritierien von Kategorie "Platin" erfüllt, aber zwischen 55 und 59 Jahre alt
- Top-3-Platzierung aus den internationalen Formelserien zweiten Ranges (zum Beispiel A1GP, Formel Renault)
- Top-3-Platzierung in einer Saison der nationalen Formelserien
- Meisterschaftssieg in den Einstiegs-Formelserien (Formel Ford, Formel BMW, ...)
- Top-3-Platzierung im Porsche-Supercup
- Sieger eines internationalen Markenpokals (Porsche, SEAT, Peugeot, Renault, ...)
- Piloten, die jene oben genannten Kriterien nicht erfüllen, aber aus Sicht des Sportkommitees zu "Gold" zu rechnen sind

Zu "Silber" zählen alle Piloten, die ...
... mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen:
- unter 30 Jahre alt und nicht den Kategorien "Platin" und "Gold" zugehörig
- ein Kriterium der Kategorie "Platin" wird erfüllt, aber der Pilot ist 60 Jahre alt oder älter
- der Pilot hat an der Seite eines professionellen Fahrers einen Sieg in einer internationalen oder nationalen Serie oder Meisterschaft errungen
- hat eine nicht-profesionelle Rennserie gewonnen (Ferrari Challenge, Maserati Trofeo, ...)
- hat in einer Formelserie eine volle Saison bestritten
- Piloten, die jene oben genannten Kriterien nicht erfüllen, aber aus Sicht des Sportkommitees zu "Silber" zu rechnen sind

Zu "Bronze" zählen alle Piloten, die ...
... als Amateurfahrer gelten. Jeder Pilot, der bei Erstausstellung der Lizenz über 30 Jahre alt war und keine oder wenig Erfahrung aus dem Formelsport besitzt

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