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Mücke: Mit einem Sieg in Richtung Jubiläumsjahr

10. November 2012 - 11:08 Uhr

Aston-Martin-Werkspilot Stefan Mücke im Interview: Die Bilanz der ersten WEC-Saison, die Ziele für das große Jubiläumsjahr seines Arbeitgebers

Stefan Mücke
Aston-Martin-Fahrer Stefan Mücke siegte beim Saisonfinale in Schanghai
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Aus Sicht von Stefan Mücke hätte die WEC-Saison 2012 ruhig noch etwas weitergehen dürfen. Der Aston-Martin-Werkspilot aus Berlin setzte einen erfreulichen Trend im Verlauf der Saison beim Finale in Schanghai endlich in den ersten GTE-Pro-Sieg um. Immerhin dürfen der erfahrene Pilot und der britische Hersteller dieses Erfolgserlebnis als Motivation mit in den Winter nehmen. 2013 kommt es drauf an: Aston Martin feiert dann das 100-jährige Bestehen.

Frage: "Stefan, es war ein ereignisreiches Jahr für Aston Martin und für dich. Wie fällt deine Bilanz aus?"
Stefan Mücke: "Grundsätzlich war es ein erfolgreiches Jahr - vor allem mit einem sehr, sehr guten Saisonabschluss. Der Sieg beim letzten Rennen in Schanghai hat uns gut getan. Es war ein neues Projekt, mit dem Aston Martin wieder in den GT-Sport gekommen ist, nach dem nicht ganz so erfolgreichen Auftritt im vergangenen Jahr mit dem Prototypen. Es war eine späte Entscheidung. Dafür lief es doch sehr gut."

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"Wir haben schon früh im Jahr gezeigt, dass das Auto haltbar ist. Das hatten zuvor sicherlich nicht viele vermutet. Das war die Grundlage dafür, dass man letztlich eine gute Saison hinlegen konnte. Unser Speed wurde stets besser, aber - ganz klar: der Ferrari war uns immer etwas voraus. Deswegen haben die die Meisterschaft gewonnen. Bei uns hat man den positiven Trend gesehen. Das war sehr wichtig."

Frage: "Drei Pole-Positions aus den letzten vier Rennen zeigen ganz deutlich, dass ihr in Sachen Speed erheblich zugelegt habt. Was wurde am Auto gemacht, sodass ihr mehr Tempo umsetzen konntet?"
Mücke: "Es waren im Grunde nur kleinere Sachen. Es ging darum, das Auto zu verstehen und es dann zu verbessern. Es gab kaum Testmöglichkeiten, gerade vor dem Auftakt in Sebring konnten wir kaum Probefahrten unternehmen. Wir haben unser Auto während der Rennwochenenden verbessert."

"Wir haben dabei die Problematiken am Auto verstanden und demzufolge dann reagiert. Es gab da nicht unbedingt große Schritte in Richtung Neuentwicklungen, sondern wir haben gelernt, das Potenzial des vorhandenen Pakets zu nutzen. Im Qualifying hatten wir ein sehr konkurrenzfähiges Auto. Mit wenig Benzin hatten wir einen Vorteil, da lag das Auto sehr gut. Im Rennen hat sich dies meist etwas relativiert."

Frage: "Ferrari wurde die Spritmenge zum Ende der Saison um fünf Liter gekürzt, ihr habt in Sachen Effizienz etwas aufholen können. In welchen Bereichen habt ihr gearbeitet? Spielte das Motormapping eine wichtige Rolle?"
Mücke: "Ja, das war ein Teil dessen. Wir mussten es halt mit dem vorhandenen Material versuchen. Da war dies natürlich ein Ansatzpunkt. Es war immer klar, dass wir nicht auf das Niveau des Ferraris kommen können. Dass die am Ende fünf Liter weniger mitnehmen durften, hat uns natürlich geholfen. So wurde es für uns etwas konkurrenzfähiger gestaltet."

"Eines muss man noch dazu sagen: Die Strecken und die Temperaturen an den Austragungsorten kamen uns zuletzt etwas entgegen. Der Benzinverbrauch wurde für uns besser. Da hat mit der Größe des Restriktors zu tun. Wir fahren große Restriktoren. Wenn man dann an Orte kommst, wo es recht heiß ist und die Luft dünner, dann hat man einen Vorteil. Es waren halt mehrere Faktoren, die dazu geführt haben, dass der Aston Martin etwas effizienter wurde. Ein Manko war es aber immer noch. Daran müssen wir weiter arbeiten."

Frage: "Der Sieg in Schanghai war dein persönliches Highlight des Jahres?"
Mücke: "Ja, ganz klar. Wir hatten dort am gesamten Wochenende eine gute Performance. Es hat alles gepasst, alles hat funktioniert. Wir haben - glaube ich - auch noch die schnellste Rennrunde absolviert. Besser kann es kaum laufen. Im Rennen hatten wir so gut wie keine Probleme. Es war ideal."

"Schanghai war das Highlight, aber wir waren auch in Le Mans über den dritten Platz sehr glücklich. Wenn man im ersten Jahr mit dem neuen GT-Programm dort auf das Podium fahren kann, dann muss es ein gutes Rennen gewesen sein."

Frage: "Was war dein schlimmster Moment in diesem Jahr?"
Mücke: "Das muss in Spa gewesen sein. Dort war das Rennen doch sehr, sehr kurz. Wir mussten das Auto mit Getriebeproblemen sehr früh abstellen. Das war natürlich nicht schön. Unser Auto lief in Spa eigentlich gut, es sollte eine schöne Le-Mans-Vorbereitung werden. Das war ein Schlag ins Kontor, ich bin dort im Rennen nicht einmal zum Einsatz gekommen, weil es vorher schon vorbei war. Schade, denn ansonsten sind wir bei allen Rennen ins Ziel gekommen."

Frage: "Wie geht es 2013 weiter?"
Mücke: "Es wäre ideal, wenn wir das kommende Jahr genauso fortsetzen könnten, wie es in diesem Jahr geendet hat. Der Sieg war wichtig, man hat nun eine tolle Motivation für die kommende Saison. Wir werden möglichst gut weiterentwickeln über den Winter. Wo man dann steht, weiß man ohnehin erst beim ersten Rennen - beziehungsweise oft sogar erst in Le Mans. Wir wollen den Trend fortsetzen. Im kommenden Jahr hat Aston Martin ein großes Jubiläum..."

Frage: "Genau, denn man wird das 100-jährige Bestehen des Unternehmens feiern. Da soll es natürlich Siege geben. Ob Porsche wieder in der GTE-Pro-Klasse antritt, ist derzeit noch unklar. Wird also wieder Ferrari der große Gegner?"
Mücke: "Mal abwarten, wie viele Autos im nächsten Jahr dabei sein werden. Na klar, gilt es auch im kommenden Jahr, Ferrari erstmal zu schlagen. Da haben wir eine große Aufgabe vor uns, denn deren Auto ist sehr gut. Die Einstufungen haben es möglich gemacht, dass auch wir eine Chance haben. Die Performance von Ferrari war in diesem Jahr herausragend, aber das ist auch unser Ziel."

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