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Trotz Lola-Pleite: Teams rechnen nicht mit Engpässen

24. Mai 2012 - 14:37 Uhr

Trotz des bei Lola angemeldeten Insolvenzverfahrens sieht man sich im Lager von Rebellion und Status für die 24 Stunden von Le Mans gut aufgestellt

Harold Primat, Andrea Belicchi
Bei Rebellion erwartet man trotz der Lola-Insolvenz keine Probleme in Le Mans
© Pacepix.com

(Motorsport-Total.com) - Der britische Sportwagenhersteller Lola musste in der vergangenen Woche zum zweiten Mal nach 1997 ein Insolvenzverfahren anmelden, um die in finanziellen Schwierigkeiten steckende Firma vor der endgültigen Pleite zu bewahren. Am Montag dieser Woche mussten bereits 60 der 170 Mitarbeiter entlassen werden. Die Suche nach potenziellen Übernahmekandidaten dauert derzeit noch an.

Derweil rechnen die in dreieinhalb Wochen mit Lola-Fahrzeugen bei den 24 Stunden von Le Mans antretenden Teams trotz der Krise nicht mit Schwierigkeiten in Bezug auf den Rennbetrieb. Bei der 80. Auflage des 24-Stunden-Klassikers an der Sarthe (16./17. Juni) setzt Rebellion in der LMP1-Klasse auf zwei Toyota-befeuerte Lola B12/60. In der LMP2-Klasse bringt Gulf Racing zwei neue Coupés vom Typ B12/80 mit Nissan-Motor an den Start. Zudem setzen die Teams Status und Lotus (ebenfalls in der LMP2-Klasse) je ein Fahrzeug ein.

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Zwar wird Lola angesichts der gegenwärtigen Schwierigkeiten anders als in den vergangenen Jahren keinen eigenen Truck mit Ersatzteilen nach Le Mans schicken, die vier Teams sehen sich aber dank genügender Reserven in den eigenen Reihen auf der sicheren Seite was den Saisonhöhepunkt der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) angeht.

"Was gerade bei Lola passiert, betrifft uns nicht direkt", versichert Rebellion-Teammanager Bart Hayden gegenüber 'Autosport'. "Wir haben zwar noch nicht alle Teile beisammen, stehen aber kurz davor. Uns fehlen lediglich noch ein paar Le-Mans-spezifische Aero-Teile, von denen wir aber erwarten, dass wir sie in Kürze erhalten werden." Für Rebellion greifen unter anderem Nick Heidfeld und Neel Jani ins Lenkrad.

Im Lager von Status ist man ebenfalls guter Dinge. Nachdem der Lola-Judd nach dem Unfall von Alexander Sims in Spa-Francorchamps wieder aufgebaut worden ist, blickt man dem Le-Mans-Debüt vorfreudig entgegen. "Status Grand Prix ist stolz darauf, mit dem Lola in Le Mans anzutreten. Unser Programm befindet sich in den letzten Vorbereitungen und alles verläuft nach Plan", so Tim Scott, der bei Status für die Vermarktung zuständig ist.

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