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NASCAR-Titelfavoriten: Alle verweisen auf Truex

10. August 2017 - 19:57 Uhr

Zum Ende der Regular Season bereiten sich die NASCAR-Alphatiere bereits auf die Playoff-Runde vor - Das Kräfteverhältnis nach 22 Rennen im Überblick

Martin Truex Jun.
So ungefähr lief die Saison bisher: Truex und dann erst mal nichts
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Während die einen noch um den Einzug in die NASCAR-Playoff-Runde bangen, können sich die anderen bereits voll und ganz auf diese konzentrieren. Nach 22 Rennen hat sich eine Hackordnung abgezeichnet und nahezu alle Favoriten haben ihr Ticket bereits gezogen. Allen voran: Martin Truex jun. Der Furniture-Row-Pilot ist überlegen auf Kurs, sich zum ersten Regular-Season-Champion der NASCAR-Geschichte zu krönen. Der Wert dieses Titels - von den Playoff-Punkten abgesehen - muss noch ermittelt werden.

Natürlich schauen alle auf die ganz große Trophäe am Ende der Saison. Und auch hier ist Truex wenig überraschend Favorit für alle. "Die Pace von ihm ist wahnsinnig", staunt Kyle Larson. Und Kyle Busch, der bis Pocono auf seinen ersten Saisonsieg warten musste, muss ebenfalls zugeben, dass es "mit Sicherheit" frustrierend sei, regelmäßig von einem Fahrer im baugleichen Auto gebügelt zu werden. Mehr noch als die vier Saisonsiege, die Truex eingefahren hat, stechen die 14 Stage-Siege hervor.

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Das wird seit dieser Saison belohnt: Mit 34 Playoff-Punkten hat Truex quasi bereits einen dritten Platz in den Playoff-Rennen frei Haus auf dem Konto. Sollte er Regular Season Champion werden, worauf alles hindeutet, würden noch einmal 15 hinzukommen. Und Truex hat bislang keine Lust, mit dem Siegen aufzuhören, wie seine Risikostrategie in Watkins Glen gezeigt hat. Fest steht: Würde es keine Playoffs geben, würde Truex nicht zuletzt dank seines Crew Chiefs Cole Pearn wohl überlegener Meister einer der eintönigsten Saisons der NASCAR-Geschichte werden.

Bisher qualifizierte Fahrer mit Playoff-Punkten (vorbehaltlich Top-30-Meisterschaftsresultat):
1. Martin Truex jun. (Furniture-Row-Toyota) - 34 Punkte
2. Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) - 16
3. Kyle Busch (Gibbs-Toyota) - 14
4. Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) - 13
5. Brad Keselowski (Penske-Ford) - 13
6. Ricky Stenhouse jun. (Roush-Fenway-Ford) - 10
7. Kevin Harvick (Stewart-Haas-Ford) - 8

8. Ryan Blaney (Wood-Brothers-Ford) - 8
9. Denny Hamlin (Gibbs-Toyota) - 7
10. Kurt Busch (Stewart-Haas-Ford) - 5
11. Ryan Newman (Childress-Chevrolet) - 5
12. Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet) - 5
13. Austin Dillon (Childress-Chevrolet) - 5

Playoff-Punkteschema für den Meisterschaftsstand am Ende der Regular Season:
1.Platz=15 Punkte - 2.=10 - 3.=8 - 4.=7 - 5.=6 - 6.=5 - 7.=4 - 8.=3 - 9.=2 - 10.=1

Nach jetzigem Stand würde Truex also mit 34+15=49 Playoff-Punkten in die heiße Phase gehen. Doch noch ist der 37-Jährige nicht fertig mit Stage- und Rennsiegen. Vier Rennen verbleiben ihm, um den Vorteil weiter auszubauen. Die Playoff-Punkte behält er für die ersten drei Phasen der Playoff-Runde; lediglich in Homestead wird für alle Fahrer der Punktestand annulliert. Wer könnte ihm gefährlich werden?

Wie lange kann Gibbs den Vorteil halten?

Kyle Busch ist ebenfalls ein bestimmender Faktor der Saison und nur ein Saisonsieg wird seiner Leistung nicht gerecht. Trotzdem ist er nicht zufrieden, dass der Affiliate dem Hauptteam auf der Nase herumtanzt: "Warum die 78 derzeit auch unseren "Haus"-Fahrzeugen so überlegen ist, dürfte die größte Frage des Universums sein. Das ärgert uns genauso wie wahrscheinlich alle anderen auch. Momentan habe ich nicht einmal eine Theorie, warum das so ist. Ich hatte ungefähr zehn Stück, seit sie mit uns zusammengegangen sind und keine hat sich als richtig erwiesen, deshalb bin ich mit Theorien fertig."

In jüngster Zeit allerdings hat das Gibbs-Mutterteam aufgeschlossen. Sowohl in Long Pond als auch in Watkins Glen waren alle sechs von Joe Gibbs vorbereiteten Toyota Camrys (viermal Gibbs, zweimal Furniture Row) in den Top 10. Das Team scheint der Konkurrenz momentan einen Schritt voraus zu sein, doch es könnte zu früh sein. So erinnert sich ein jeder im Fahrerlager an die dominante Vorstellung von Kyle Larson in der Frühphase der Saison, von der nicht viel übrig geblieben ist.

Der Ganassi-Pilot, der es neben seinen zwei Siegen in Fontana und Michigan auf sagenhafte sieben zweite Plätze in dieser Saison bringt, hatte zuletzt eine Reihe schwieriger Rennen. Der Grund ist nicht einfach zu bestimmen. Einerseits wurde sein Crew Chief Chad Johnston nach dem Lauf auf dem Kentucky Speedway von NASCAR suspendiert, weil er bei der hinteren Bremsbelüftung ein wenig zu kreativ agierte. Larson findet aber: "Sehr viel anders hat es sich ohne ihn jetzt nicht angefühlt, trotzdem bin ich natürlich froh, dass er wieder da ist."

Ein Vorteil bleibt in der NASCAR-Cup-Serie niemals lange erhalten. Das musste auch Ganassi feststellen. Als in jüngster Zeit die Gibbs-Toyotas nur noch von einigen Fords attackiert werden konnten, war von Larson, der zu Beginn der Saison noch klarer Favorit auf den Regular-Season-Titel war, nicht mehr viel zu sehen. "In den letzten Wochen waren sie ganz klar die Besten, selbst wenn sie nicht gewonnen haben", gibt er zu. "Ich denke, wir sind da ein bisschen ins Hintertreffen geraten." Das sehen nicht alle so; Kevin Harvick etwa sieht ihn gemeinsam mit Truex als Topfavoriten auf den Titel an.

Hendrick und Childress müssen zulegen

Dieser hat sich bislang als der unauffällige Punktehamsterer erwiesen. Mit seinem Sieg in Sonoma war die Playoff-Teilnahme gesichert, ansonsten kommt er auf 14 Top-10-Resultate - nur Truex hat noch eins mehr. Sein Problem für die Playoffs: Bislang kann keiner seiner Teamkollegen sein Niveau mitgehen. Selbst Ex-Meister Kurt Busch hat nach seinem Sieg beim Daytona 500 nicht mehr nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Die Quittung gab es prompt - Stewart/Haas zog die Option für 2018 auf ihn nicht. Team-Neuzugang Clint Bowyer kann zumindest in manchen Rennen eine Hilfe sein, ist aber weniger konstant als Harvick.

Ein Rätsel geben derweil die Hendrick-Piloten auf: Von dem überraschenden Sieg von Kasey Kahne in Indianapolis (der für eine Weiterverpflichtung in den kommenden Jahren zu spät kam) abgesehen, sind die Fahrzeuge aus dem wertvollsten Motorsportrennstall der USA in den letzten vier Rennen sehr blass geblieben. Selbst Konstanzwunder Chase Elliott gelang seit Loudon nur noch ein zehnter Platz, gleiches gilt für Jimmie Johnson. Nur um den Rekordmeister muss man sich normalerweise keine Sorgen machen, weil er irgendwie immer zur Stelle ist, wenn es um die Wurst geht.

Neben einigen unglücklichen Unfällen macht sich Johnson trotzdem Gedanken über die derzeit generell schwache Performance aller Chevrolets. "Uns fehlt da ein wenig Speed und dann haben wir auch noch Pech", sagt er gegenüber 'Motorsport.com'. "Wir nähern uns dem Ende der Regular Season, deshalb sollten wir im Idealfall die Dinge ans Laufen bekommen." Chase Elliotts Platz in den Playoffs ist derweil noch nicht gesichert, Dale Earnhardt jun. kann ohnehin nur noch ein Sieg helfen.

Schwächer als Hendrick stehen noch das Childress-Team mit den nahezu sicher qualifizierten Ryan Newman und Austin Dillon da. Newman bekommt keine Konstanz in seine Saison - neben starken siebten Plätzen ist er schon achtmal außerhalb der Top 20 gelandet. Und Austin Dillon ist seit seinem Charlotte-Sieg gar nicht mehr in die Top 10 gekommen. Beide werden gemeinsam mit Ricky Stenhouse jun., der ebenfalls eine Achterbahnfahrt zwischen Siegen und 35. Plätzen hinlegt, wohl in der ersten Playoff-Runde ums Überleben kämpfen müssen.

Die NASCAR-Playoff-Runde beginnt am 9. September in Darlington. Wie üblich gibt es Cuts nach jeweils drei Rennen, in denen die vier schwächsten Fahrer ausscheiden. Der Meister wird am 19. November in Homestead gekürt.

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