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Mario Andretti: Fernando Alonso darf nicht übermütig werden

15. April 2017 - 16:05 Uhr

Rennlegende Mario Andretti warnt Fernando Alonso beim Indy 500 vor einer zu forschen Herangehensweise und skizziert den Fahrplan seiner Rennvorbereitung

Mario Andretti
Mario Andretti will Fernando Alonso beim Indy 500 unterstützen
© IndyCar

(Motorsport-Total.com) - Bei seinem erste Start beim Indianapolis 500 kann sich Formel-1-Pilot Fernando Alonso auf die Unterstützung eines erfahrenen Teams verlassen. Andretti Autosport, die das Auto von Alonso beim Ovalklassiker einsetzen werden, sind seit Jahren eine feste Größe in der IndyCar-Szene und können nicht nur auf die Erfahrung von Teamchef Michael Andretti, sondern auch auf die seines Vaters Mario zurückgreifen, der mit seinen 77 Jahren immer noch in beratender Funktion für das Team tätig ist.

Und die Rennlegende, die 29 Mal beim Indy 500 an den Start gegangenen ist und das Rennen 1969 gewann, will auch darüber wachen, dass Alonso langsam und mit der nötigen Sorgfalt an das für ihn völlig neue Fahren im Oval herangeführt wird. "Wir wollen nicht, dass er übermütig wird und dann einen Schreckmoment erlebt", wird Mario Andretti von 'Autosport' zitiert. "Wenn so etwas passiert, kann es sehr schwierig werden, des Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Daher wird das Team dafür sorgen, dass ihm das nicht passiert."

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Im Oval ist Alonso zwar ein blutiger Anfänger, doch Mario Andretti ist davon überzeugt, dass er sich an den langen Trainingstagen - vom 15. bis zum 19. Mai gibt es insgesamt 30 Stunden Freies Training - an das Thema herantasten wird. "Es ist das einzige Rennen auf der Welt, bei dem man so viel Zeit zur Vorbereitung hat. Je nach Wetterbedingungen kann Fernando jeden Tag sechs Stunden lang trainieren", sagt Andretti.

Der Formel-1-Weltmeister von 1978 skizziert zudem den Fahrplan, nach dem das Team seines Sohnes Michael Alonso mit dem Thema Ovalfahrern vertraut machen wird. Bei seinen ersten Versuchen werde das Auto das Spaniers mit viel Abtrieb auf die Strecke geschickt. "Dann wird er vielleicht denken: 'Das ist ja ein Kinderspiel!' Wenn er dann aber mehr Vertrauen bekommt, werden sie schrittweise den Abtrieb reduzieren, damit er sich daran gewöhnt, wie sich das Auto immer mehr bewegt."

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Indianapolis statt Monaco: Fernando Alonso ist der erste Formel-1-Pilot seit Jim Clark im Jahr 1965, der sich für den Start bei den 500 Meilen entscheidet und den Klassiker im Fürstentum auslässt.
Indianapolis statt Monaco: Fernando Alonso ist der erste Formel-1-Pilot seit Jim Clark im Jahr 1965, der sich für den Start bei den 500 Meilen entscheidet und den Klassiker im Fürstentum auslässt.

Erst wenn sich Alonso mit dem Abtriebsniveau der Rennabstimmung auf der Strecke wohlfühle, werde dann das in Indianapolis so wichtige Windschattenfahren mit ihm geübt. Dabei hat Andretti Autosport den Vorteil, neben Alonso noch über vier andere Fahrer zu verfügen, sodass das Team während der Trainings Rennsituationen und das Fahren im Pulk simulieren kann.

Sollte die Vorbereitung problemlos verlaufen, traut Mario Andretti Alonso bei dessen Indy-500-Debüt eine Menge zu. "Wenn er seinen Fahrstil schnell anpassen kann, gehe ich davon aus, dass er während der meisten Zeit des Rennens in den Top 10 oder Top 12 fahren kann. Und am Ende muss er dann seinen Weg finden."

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