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Mario Andretti: Alonsos Indy-Start ist keine PR-Nummer

20. April 2017 - 10:29 Uhr

Rennlegende Mario Andretti verteidigt Fernando Alonso gegen Kritik, sein Start beim Indianapolis 500 sei eine reine PR-Nummer ohne sportlichen Wert

Fernando Alonso
Mario Andretti freut sich auf den Indy-Start von Fernando Alonso
© xpbimages.com

(Motorsport-Total.com) - Während die Ankündigung von Fernando Alonso, in diesem Jahr bei Indianapolis 500 an den Start zu gehen, in Europa überwiegend auf positives Echo stieß, waren die Reaktionen in den USA gespalten. Dort spielt die Formel 1 nach wie vor keine große Rolle, und so fragte sich in Zeiten, in denen der US-Präsident das Motto "America first" propagiert mancher Beobachter, warum der in den USA relativ unbekannte Alonso einen Startplatz bekomme, während einheimische Stars wie Tony Stewart, Jeff Gordon oder Danica Patrick nicht am Rennen teilnehmen.

Einige Kommentatoren sehen den Indy-Start gar als reine Showveranstaltung ohne sportlichen Wert, die lediglich von McLarens Misere in der Formel 1 ablenken soll. Dem tritt Rennlegende Mario Andretti allerdings entschieden entgegen. "Ich bin überrascht davon, dass einige den Eindruck haben, das sei nur eine PR-Nummer", so Andretti gegenüber 'us.motorsport.com'.

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Zwar sein Alonsos Start in Indianapolis eine gute Werbung für die IndyCar-Serie, "aber ich finde es vollkommen legitim, dass ein Champion wie Fernando Alonso versucht, den zweiten Teil der Triple Crown zu gewinnen." Zu dieser fehlen dem Spanier nach dem Sieg beim Grand Prix von Monaco noch die Erfolge beim Indy 500 und den 24 Stunden von Le Mans.

Andretti ist zudem davon überzeugt, dass sein Sohn und Teambesitzer Michael Andretti sowie McLaren-Boss Zak Brown dem Projekt niemals zugestimmt hätten, "wenn sie nicht davon überzeugt wären, dass er sich dort gut schlagen wird." Außerdem sei Alonso nicht der erste Formel-1-Fahrer, der sich in Indianapolis versuche. "Ich finde es beruhigend, dass Indy noch immer diese Aura hat", sieht Andretti den Start des McLaren-Piloten auch als kleinen Ritterschlag für das Rennen.

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12.04.2017
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Indianapolis statt Monaco: Fernando Alonso ist der erste Formel-1-Pilot seit Jim Clark im Jahr 1965, der sich für den Start bei den 500 Meilen entscheidet und den Klassiker im Fürstentum auslässt.
Indianapolis statt Monaco: Fernando Alonso ist der erste Formel-1-Pilot seit Jim Clark im Jahr 1965, der sich für den Start bei den 500 Meilen entscheidet und den Klassiker im Fürstentum auslässt.

Andrettis Äußerungen sind ein Reaktion auf eine Kolumne der US-Journalistin Jenna Fryer für die Nachrichtenagentur 'AP', in der sie sich kritisch über den Start von Alonso in Indianapolis geäußert hatte. Unter anderem hatte sie darauf verwiesen, dass seine WM-Titel in der Formel 1 schon lange her seien und er in jüngster Zeit keine sportlichen Erfolge vorweisen könne. Auch diese Kritik findet Andretti unberechtigt.

"Jeder weiß doch, wie die Formel 1 funktioniert. Wenn man nicht in einem der besten Autos sitzt, kann man nicht gewinnen", so der Formel-1-Weltmeister von 1978, der überzeugt davon ist: "Alonso ist aktuell einer der besten, wenn nicht sogar der Beste in der Formel 1."

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