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Kein Halo: IndyCar strebt Lösung mit Cockpit-Scheibe an

03. Januar 2017 - 10:48 Uhr

Die IndyCar-Serie bastelt weiterhin an einer Lösung für die Cockpitsicherheit: Im Gegensatz zur Formel 1 ist eine Windschutzscheibe die wahrscheinlichste Variante

Justin Wilson
Der Tod von Justin Wilson hat zu neuem Sicherheitsdenken geführt
© LAT

(Motorsport-Total.com) - Die IndyCar-Serie sucht weiter nach einem Weg, die Cockpitsicherheit zu verbessern. Während die Formel 1 in den vergangenen Monaten verstärkt das Halo-System getestet hat, schaut man in den USA vor allem auf eine Art Windschutzscheibe. "Das ist das, was wir derzeit am meisten untersuchen", bestätigt Bill Pappas, Vizepräsident Competition von IndyCar bei einem Pressetermin.

Allerdings möchte man sich in der Serie mit der Einführung Zeit lassen, bis die perfekte Lösung gefunden ist. Vor 2018 wird es daher kein Sicherheitssystem vor dem Cockpit geben. "Es gab lange Diskussionen und Studien, um sicherzustellen, dass wir keinen Fehler machen, indem wir einfach etwas einführen, nur damit wir etwas gemacht haben", fügt Pappas an und meint, dass es "das Falsche" wäre.

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Die Sicherheitsdiskussionen waren vor allem nach dem Unfalltod von Justin Wilson 2015 in Pocono aufgetreten, als der Brite ein Wrackteil des verunfallten Sage Karam auf den Helm bekam und schwere Kopfverletzungen erlitt, an denen er später verstarb. Laut Pappas sei die Chance für das Ereignis zwar verschwindend gering gewesen, doch auch bei Formel-1-Pilot Felipe Massa, der 2009 eine Stahlfeder an den Helm bekam, hätte eine Scheibe vor dem Cockpit helfen können.

Diese hätte das Teil vermutlich einfach ablenken können - etwas, das bei Halo nicht ganz klar ist. Aus diesem Grund hätte man gerne eine Art Windschutzscheibe, die gleichzeitig aber nicht hinderlich für den Fahrer sein darf, wenn er schnell aus dem Auto kommen möchte - auch ein Grund gegen Halo. Auch ein vollkommen geschlossenes Cockpit wird es daher nicht geben. "Man muss einen Fahrer bergen können, wenn er einen Unfall hat", so Pappas.

Außerdem müsse man die Besonderheiten des Formelsports wahren, die nun einmal freistehende Räder und ein offenes Cockpit vorsehen. "Wenn man mit Teams oder Fahrern spricht, dann möchten sie, dass es ein offenes Cockpit bleibt", so der IndyCar-Offizielle.

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