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"Handy-Gate": Warum Keselowski bestraft wurde

15. November 2012 - 00:44 Uhr

Die Verwunderung über die Bestrafung von Brad Keselowski war groß, weshalb NASCAR nun für Aufklärung im Umgang mit den Smartphones sorgt

Brad Keselowski
Brad Keselowski ist nach wie vor der ungekrönte Twitter-König der NASCAR
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Bestrafung von Sprint-Cup-Tabellenführer Brad Keselowski sorgte am Dienstag für einige Turbulenzen. Der Penske-Pilot muss 25.000 US-Dollar bezahlen, weil er in Phoenix ganz offenbar während des Rennens twitterte, als es im Advocare 500 (k) zu einer Roten Flagge kam. Diese Strafe steht ganz im Gegensatz zu den Äußerungen der NASCAR-Verantwortlichen, als man Keselowski nach dem Daytona 500 im Februar 2012 in einem anderen Fall über den grünen Klee lobte.

Schon damals twitterte der 28-Jährige in der zweistündigen Renn-Unterbrechung, nachdem Juan Pablo Montoya in einen Jet-Dryer gekracht war. Die damalige Aussage der Offiziellen: "In unserem Regelbuch ist es nicht verboten, dass die Piloten während eines Rennens die diversen Social Media nutzen dürfen. Im Gegenteil: Wir ermutigen unsere Piloten vom Gebrauch der Social Media, solange sie nicht ihre eigene Sicherheit oder die der Kollegen aufs Spiel setzen."

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Wie erklärt sich in diesem Zusammenhang dann die Bestrafung? NASCAR-Sprecher Kerry Tharp sorgte gegenüber der 'AP' für Aufklärung: "Die Sache mit Brad im Daytona 500 war damals unsere erste Bekanntschaft mit dem Phänomen der Social Media auf der Strecke", so Tharp. "Nach dem Daytona 500 haben wir unsere Piloten darauf aufmerksam gemacht, dass obwohl wir den Gebrauch der Social Media nach wie vor ermutigen, das Mitführen dazu geeigneter Geräte ab sofort verboten ist."

Mit anderen Worten: Die Piloten waren über die Regeländerung informiert, NASCAR gab jedoch keine Pressemitteilung heraus, weshalb die Öffentlichkeit nichts davon wusste. Laut Tharp ist der Phoenix-Vorfall mit dem Keselowski-Handy bereits der vierte Vorfall der laufenden Saison: Auch in der Victory Lane von Bristol und während der Regenpause von Richmond twitterte der Penske-Pilot - aber in diesen beiden Fällen war NASCAR machtlos, weil immer die Möglichkeit bestand, dass ihm eine dritte Person sein Smartphone gegeben haben könnte.

Keselowskis Crewchief Paul Wolfe ist vor dem Saisonfinale von Homestead also gewarnt, denn der Sprint-Cup-Tabellenführer fährt dort auf Bewährung: "Normalerweise habe ich während der Rennvorbereitung überhaupt keinen Kopf für irgendwelche Handys", witzelte Wolfe. "Aber in diesem Fall werde ich eine Ausnahme machen und dafür Sorge tragen, dass Brad bloß kein Handy ins Auto mitnimmt."

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