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Sonoma: Bowyer hält Stewart und Kurt Busch in Schach

25. Juni 2012 - 00:05 Uhr

Clint Bowyer holte sich auf dem kalifornischen Rundkurs in Sonoma seinen ersten Sieg in Diensten von Michael Waltrip Racing - Tony Stewart Zweiter vor Kurt Busch

Clint Bowyer
Clint Bowyer (Waltrip-Toyota) gewann das Sonoma-Rennen souverän
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Das Toyota/Save Mart 350 in Sonoma stand am Sonntag ganz im Zeichen von Toyota-Pilot Clint Bowyer. Mit einer absolut dominanten Vorstellung holte sich der im Winter von Richard Childress zu Michael Waltrip gewechselte Bowyer seinen ersten Sieg auf einem Straßenkurs. Bowyer lag während 71 der letztlich 112 gefahrenen Runden an der Spitze und fuhr in einem ungewöhnlich gesittet verlaufenen Sonoma-Rennen zu seinem ersten Sieg in Diensten von Michael Waltrip Racing.

"Der Teamwechsel über den Winter war für mich ein großes Risiko und eine große Chance zugleich. Mit diesem Team derart früh in der Victory Lane zu stehen, macht mich unglaublich glücklich", strahlte Bowyer, nachdem er die Glückwünsche von Teamchef Michael Waltrip entgegengenommen hatte.

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Der Toyota Camry mit der Startnummer 15 erwies sich von Beginn an als eines der schnellsten Autos im Feld. Neben Bowyer zeigten auch dessen Waltrip-Teamkollegen Martin Truex Jr. und Brian Vickers eine starke Vorstellung in Sonoma. Anders als der Großteil des Feldes hatte Truex in dem an Gelbphasen armen Rennen von Beginn an auf eine Dreistoppstrategie gesetzt und war in Runde 23 zum ersten Mal an der Box. Dadurch befand sich der Napa-Toyota mit der Startnummer 56 off-sequence und übernahm die Führung, als der Rest des Feldes ab Runde 33 zum ersten Routinestopp in die Box abbog. In Umlauf 49 legte Truex seinen zweiten Stopp ein drückte anschließend mächtig aufs Tempo.

Als gut 20 Runden später die Spitze zum zweiten Mal die Pitlane aufsuchte, fand sich Truex erneut auf Platz eins wieder, kam diesmal aber schon drei Umläufe später erneut herein, um seinen nicht zu vermeidenden dritten Stopp zu absolvieren. Als in Runde 82 die erste von nur zwei Gelbphasen kam, hatte das Feld ausnahmslos genug Sprit im Tank, um über die Distanz zu kommen. In den Top 5 liegend, vergab Truex mit einem Dreher in der allerletzten Runde eine Spitzenplatzierung und fand sich unterm Strich nur auf Rang 22 wieder.

Bei Brian Vickers im dritten Waltrip-Toyota lief es genau umgekehrt. Eine Woche nach seinem Debüt bei den 24 Stunden von Le Mans saß Vickers in Sonoma planmäßig im Auto von Mark Martin, der die Rundkursrennen in seiner Teilzeitsaison auslässt. Beim ersten Stopp wurde Vickers zu schnell in der Boxengasse erwischt und fing sich eine Drive-Through-Penalty ein. Anschließend ließ er sich dann nichts mehr zu Schulden kommen, zeigte eine starke Aufholjagd und brachte als Vierter eine Top-5-Platzierung ins Ziel.

Tomy Stewart und Kurt Busch auf den Plätzen

Tony Stewart
Von 24 auf 2: Tony Stewart machte in Sonoma viele Plätze gut
© NASCAR

Im Verlauf des Rennens konnte zur allgemeinen Überraschung lediglich Kurt Busch im unterfinanzierten Phoenix-Chevy das Tempo von Bowyer halten. Als in Runde 106 und damit vier Umläufe vor dem geplanten Ende die zweite und letzte Gelbe Flagge kam, rückte das Feld noch einmal zusammen und Kurt Busch musste sich im allerletzten Umlauf noch Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevy; 2.) geschlagen geben.

"Ich hoffte, dass ich es für James Finch nach Hause bringen würde, machte aber leider kurz vor Schluss einen Fehler in Turn 11", so Kurt Busch, der auch als Dritter nur knapp an einer Wiederholung seines Vorjahressieges scheiterte. Dennoch war die Freude beim "Bad Boy" der vergangenen Wochen groß, konnte er doch endlich wieder einmal mit positiven Schlagzeilen von sich reden machen. "Was wir heute geleistet haben, ist einfach unglaublich", sagte er und stand mit diesem Urteil nicht allein da.

Anders als die aus den Top 10 losgefahrenen Clint Bowyer und Kurt Busch kam Stewart nur aus der zwölften Startreihe. "Smoke" machte allerdings wenig Federlesen und arbeitete sich in der Anfangsphase zügig in Richtung Top 10 nach vorn. Im Zuge der ersten Gelbphase - die erst in Runde 82 nach einem Crash von Tomi Drissi (Baldwin-Chevy) in den Esses herauskam - entschied sich Stewart anders als die Top 6 zu diesem Zeitpunkt (Clint Bowyer, Kurt Busch, Jimmie Johnson, Kyle Busch, Martin Truex Jr., Kasey Kahne) an die Box zu gehen und vier frische Reifen aufziehen zu lassen. In der Schlussphase konnte er so durchs Feld pflügen und lag auf Rang drei, als vier Runden vor dem geplanten Ende Kyle Busch seinen Gibbs-Toyota bei der Anfahrt auf Turn 7 aus der Kontrolle verlor und den Childress-Chevy von Paul Menard abräumte.

Ein Green-White-Checkered-Finale war die Folge und Stewart witterte eine letzte Siegchance. Bowyer behielt an der Spitze aber kühlen Kopf und brachte den Triumph für sich und Waltrip sicher nach Hause. Stewart konnte sich nur noch Kurt Busch schnappen und musste sich mit Platz zwei abfinden. "Wir hatten am Schluss acht bis zehn Runden frischere Reifen, leider hat es nicht mehr bis ganz nach vorn gereicht", so der zweifache Sonoma-Sieger und erweisene Rundkurs-Spezialist in Diensten seines eigenen Stewart/Haas-Teams.

Nichts zu holen für die übrigen Straßenkurs-Spezialisten

Kurt Busch
Platz drei in Sonoma: Kurt Busch zeigte es seinen Kritikern
© NASCAR

Während Road-Course-King Tony Stewart von Platz 24 bis auf Rang zwei nach vorn fahren konnte, ging es für die beiden aus der ersten Startreihe losgefahrenen Straßenkurs-Spezialisten Marcos Ambrose und Jeff Gordon rückwärts. Dem fünffachen Sonoma-Sieger und aktuellen Saisonpechvogel Gordon sollte das Pech auch abseits der Ovale treu bleiben. In Runde zwölf übernahm der Kalifornier in Turn 7 zunächst die Führung von Ambrose, der sich einen Bremsplatten einfing und in der Folge sukzessive zurückfiel.

Doch auch der Lokalmatador konnte sich seiner Spitzenposition nicht lange erfreuen. In Runde 26 setzte sich der spätere Sieger Bowyer in Turn 7 erstmals in Front und bestimmte fortan das Tempo. Hinter Bowyer und Kurt Busch lag Gordon bei Halbzeit des Rennens auf Kurs zu einer Top-3-Platzierung. Doch in Runde 72 rollte der Hendrick-Chevy mit der Startnummer 24 dann ohne Sprit im Tank langsam um den Kurs und schleppte sich gerade noch in Richtung Box. Bis auf Platz 15 zurückgefallen, war die Chance auf den ersten Saisonsieg für Jeff Gordon somit auch in Sonoma vertan. Dank der identischen Strategie wie bei Tony Stewart konnte er in den Schlussrunden mit frischeren Reifen zwar noch einmal aufholen, mehr als Platz sechs hinter seinem Hendrick-Teamkollegen Jimmie Johnson (5.) war für Jeff Gordon aber nicht mehr zu holen.

Der von der Pole-Position ins Rennen gegangene Ambrose fand nach seinem Flat-Spot vorn rechts nie mehr den Weg in Richtung Top 5 und musste sich unterm Strich mit Rang acht hinter Greg Biffle (Roush-Ford; 7.) begnügen. Die Chase-Träume des Australiers sind damit genau wie im Falle von Jeff Gordon nahezu ausgeträumt. Gleiches gilt für Juan Pablo Montoya, einen weiteren der erwiesenen Straßenkurs-Spezialisten im Feld. Der Kolumbianer lag im Earnhardt/Ganassi-Chevy anfangs sicher in den Top 10, hatte anschließend aber mit Elektrikproblemen zu kämpfen und fiel aus der Führungsrunde. Unterm Strich stand für Montoya nur Platz 34 zu Buche.

Matt Kenseth baut Tabellenführung aus

Besser lief es für A.J. Allmendinger, der im Penske-Dodge Platz neun an Land zog. Der Kalifornier war neben Martin Truex Jr. der einzige Fahrer, der von Beginn an auf eine Dreistoppstrategie setzte und kam genau wie der Waltrip-Pilot jeweils off-sequence an die Box. Allmendingers Penske-Teamollege Brad Keselowski verpasste als Zwölfter knapp die Top 10.

Joe Gibbs Racing brachte nach der dreifachen Enttäuschung am vergangenen Wochenende diesmal immerhin ein Fahrzeug in die Top 10. Joey Logano wurde Zehnter. Seine beiden Teamkollegen Denny Hamlin (35.) und vor allem Kyle Busch (17.) hätten eine solche Platzierung ebenfalls locker einfahren können. Hamlin allerdings wurde in Runde 92 im Kampf um Platz acht in Turn 11 ausgerechnet von Logano umgedreht. Kyle Busch hielt sich über weite Strecken in den Top 5 auf, verschenkte ein gutes Ergebnis aber durch die Kollision mit Paul Menard kurz vor Schluss.

Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet) zeigte eine Woche nach seinem erlösenden Michigan-Sieg ein farbloses Rennen. Der Publikumsliebling fiel nur in der Runde nach dem Green-White-Checkered-Restart auf, als er sich mit seinem Mountain-Dew-Chevy auf dem Hügel von Turn 5 drehte. Im dichten Pulk des Mittelfelds wurde "Junior" umgedreht und lief unterm Strich auf Rang 23. ein. Kasey Kahne im vierten Hendrick-Chevy wurde 14.

In der Gesamtwertung konnte Tabellenführer Matt Kenseth (Roush-Ford) mit Platz 13 seine Führung auf elf Punkte ausbauen. Schärfster Verfolger ist nun wieder Teamkollege Greg Biffle, der auf Platz sieben einlief. Vize-Champion Carl Edwards im dritten Roush-Ford beendete das Toyota/Save Mart 350 auf Position 21. Nach dem ersten von zwei Rundkursrennen des Jahres jagen die Sprint-Cup-Piloten am kommenden Wochenende wieder durch ein Oval. In der Nacht von Samstag auf Sonntag geht es auf dem Kentucky Speedway rund.

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