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Piquet gewinnt Road-America-Schlacht

24. Juni 2012 - 00:21 Uhr

Nelson Piquet Jr. gewann in Road America sein erstes Nationwide-Rennen - Jacques Villeneuve dreht im Kampf um Platz vier Danica Patrick um

Nelson Piquet Jun.
Nelson Piquet Jr. holte sich in Road America seinen ersten Nationwide-Sieg
© NASCAR

(Motorsport-Total.com) - Ein Truck-Rennen hat er noch nicht gewonnen, aber bereits in seinem dritten Nationwide-Auftritt triumphierte Nelson Piquet Jr. (Turner-Chevrolet) in Road America. Am Ende einer hochturbulenten 50-Runden-Schlacht wies der 26-jährige Brasilianer einen Vorsprung von über zwei Sekunden auf Michael McDowell (Gibbs-Toyota; 2.) und dessen kanadischen Verfolger Ron Fellows (JR-Chevrolet; 3.) auf.

Während Piquet das Elkhart-Lake-Finale von der Spitze aus kontrollierte, ging es hinter dem Führungstrio so richtig rund: Danica Patrick (JR-Chevrolet) duellierte sich rundenlang und beinhart mit "Mad Max" Papis (Childress-Chevrolet) um Platz vier, was dahinter das Penske-Duo Jacques Villeneuve und Sam Hornish Jr. aufschließen ließ.

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Es kam, was kommen musste: Patrick hatte in der letzten Runde Papis gerade kassiert, als sich dieser gegen den heranstürmenden Villeneuve verteidigte. Der Kanadier kam dabei mit zwei Rädern ins Gras und drehte beim Anbremsen auf die folgende Linkskurve die völlig unschuldige Patrick von der Piste. Papis staubte Platz vier ab, Villeneuve wurde hinter Hornish Sechster, für Danica Patrick blieb nur Platz zwölf.

Überhaupt ging es in den 50 Runden von Road America wie erwartet turbulent zur Sache. Zudem war die Anfangsphase gekennzeichnet durch völlig unterschiedliche Strategien. So steuerte Titelaspirant Ricky Stenhouse (Roush-Ford; 11.) beispielsweise bereits nach Runde 1 die Box an. Brian Scott (Gibbs-Toyota; 7.) war nach 13 Runden der letzte des 43-köpfigen Feldes, der zum Nachtanken und Reifenfassen ging.

Viele Führungswechsel zu Beginn

Daher wechselten die Spitzenpositionen munter durch. Neben Polesetter Piquet kamen - unter anderem - auch McDowell, Fellows, Papis und Patrick in den zwischenzeitlichen Genuss von Platz eins. Kurz vor Halbzeit gab es dann in Runde 22 eine hochinteressante und vor allem äußerst prominent besetzte Konstellation an der Spitze: Villeneuve führte vor Piquet und Danica Patrick.

Danica Patrick
Danica Patrick fuhr in Elkhart Lake ein starkes Rennen
© NASCAR

Danach ging es zur Sache: Beim allgemeinen Tankstopp während Gelbphase drei fiel Papis bis auf Rang 24 zurück, als er beim Losfahren seine Tankkanne mitnehmen wollte. Kurz nach dem Restart drehte McDowell im Kampf um Position fünf beim Anbremsen auf Turn 5 Villeneuve um, der daraufhin bis auf Rang 22 durchgereicht wurde.

Nun lag Piquet vor McDowell und Fellows, der sich nach einem frühen Reifenschaden wieder durch das Feld gearbeitet hatte. Plötzlich stand Piquets Teamkollege Justin Allgaier im Kiesbett, der zuvor bereits weit zurück gefallen war, als sich seine Trinkflasche zunächst unter den Pedalen und danach unter dem Sitz verklemmt hatte. Allgaier löste eine weitere Gelbphase aus und kam am Ende trotzdem noch als Zehnter ins Ziel.

Piquet kontrolliert, Villeneuve randaliert

Nach dem Restart in Runde 39 behielt Piquet vorne die Kontrolle und setzte sich sukzessive von McDowell ab, während Fellows an Patrick vorbeizog. Papis legte eine sagenhafte Aufholjagd hin und war kurze Zeit später wieder Fünfter, während Villeneuve im Mittelfeld mit Elliott Sadler (Childress-Chevy) aneinander geriet. Sadler stand danach 180 Grad gegen die Fahrtrichtung und kämpfte sich in den Schlussrunden noch von Rang 25 auf 15 nach vorne.

Michael McDowell
Michael McDowell (18) im engen Mittelfeld von Elkhart Lake
© NASCAR

An der Spitze hatte Piquet nun einen Sicherheitsabstand von drei, später vier Sekunden herausgefahren und schaukelte seinen Premieren-Sieg mangels weiterer Gelbphasen souverän nach Hause. "Mir fehlen die Worte", sagte der erste Brasilianer in der Nationwide-Victory-Lane. "Ich wusste, dass ich es schaffen kann, wenn ich mich am Ende in der richtigen Position befinde. Sobald ich freie Bahn hatte, konnte ich alles kontrollieren. Jetzt fehlt mir noch ein Sieg bei den Trucks und auf dem Oval. Aber das kommt schon noch."

McDowell musste schließlich einsehen, dass er im Finale "keine Chance gegen Nelson" haben würde. "Die Gelbphasen fielen heute für unsere Strategie sehr unpassend. Ich musste aufholen und habe dabei meine Reifen aufgearbeitet." Das 52-jährige Urgestein Fellows wiederum war hochzufrieden: "Das hat Spaß gemacht. Es ist ein gutes Resultat und solche Rennen halten mich jung."

Chancenlose Titelaspiranten

Hinter diesem Trio kam es zum Kampf Patrick gegen Papis, in den sich letztlich ein sehr unglücklich agierender Villeneuve einmischte. Kurt Busch, der beim Allgaier-Abflug einen Treffer kassierte, landete mit einem angeschlagenen Kyle-Busch-Toyota auf Rang acht und hat heute Abend eine Flugreise von Wisconsin nach Kalifornien vor sich. Der ältere Busch-Bruder war der einzige Sprint-Cup-Pilot, der sich einen Abstecher nach Road America gönnte.

In der Nationwide-Gesamtwertung behielt Sadler seine Führung vor Childress-Enkel Austin Dillon, der ohne zweiten Gang immerhin noch auf Platz 18 fuhr. Dritter ist nach wie vor Titelverteidiger Ricky Stenhouse Jr., der als Elfter die beste Platzierung der drei großen Meisterschaftsaspiranten holte. Allerdings hatte dieses Trio in Road America nie auch nur den Hauch einer Chance auf eine Top-Platzierung.

Dies wird sich bereits am kommenden Wochenende ändern, wenn die zweite NASCAR-Liga in Kentucky gastiert. Auf dem flachen 1,5 Meilen-Oval sind dann wieder ganz andere Fahrkünste gefordert.

Die Nationwide-Top-10 aus Elkhart Lake:

01. Nelson Piquet Jr. (Turner-Chevrolet)
02. Michael McDowell (Gibbs-Toyota)
03. Ron Fellows (JR-Chevrolet)
04. Max Papis (Childress-Chevrolet)
05. Sam Hornish Jr. (Penske-Dodge)
06. Jacques Villeneuve (Penske-Dodge)
07. Brian Scott (Gibbs-Toyota)
08. Kurt Busch (Busch-Toyota)
09. Cole Whitt (JR-Chevrolet)
10. Justin Allgaier (Turner-Chevrolet)
---
11. Ricky Stenhouse (Roush-Ford)
12. Danica Patrick (JR-Chevrolet)
15. Elliott Sadler (Childress-Chevrolet)
18. Austin Dillon (Childress-Chevrolet)

Der Nationwide-Gesamtstand (Top 10 nach 14/33 Rennen):

01. Elliott Sadler - 517 Punkte
02. Austin Dillon -11
02. Ricky Stenhouse -23
04. Sam Hornish Jr. -34
05. Cole Whitt -75
06. Justin Allgaier -76
07. Michael Annett -103
08. Mike Bliss -153
09. Brian Scott -178
10. Danica Patrick -180

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