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Moraes: Bleibt der "nächste Montoya" bei KV?

02. November 2009 - 11:10 Uhr

KV-Teamchef Jimmy Vasser hält große Stücke auf Mario Moraes, doch ein Verbleib des 20-jährigen Brasilianers ist noch nicht in trockenen Tüchern

Mario Moraes
Jimmy Vasser (li.) will Mario Moraes auch 2010 bei KV Racing sehen
© IMS

(Motorsport-Total.com) - Mario Moraes machte in der IndyCar-Saison 2009 bei KV Racing eine wesentlich bessere Figur, als es sein am Ende 14. Gesamtplatz zu zeigen vermochte. Ein rundum gelungener Auftritt in den drei Trainingswochen im Monat Mai endete beim Indy 500 zwar mit einem Crash in Runde eins, doch Moraes hielt seine wesentlich erfahreneren KV-Teamkollegen Paul Tracy und Townsend Bell auf Distanz.

Später im Jahr verstarb sein Vater, was den 20-Jährigen jedoch nicht aus der Bahn werfen konnte. Zum Saisonende fuhr der plötzlich wesentlich konstantere Brasilianer viermal in Folge unter die Top 7, beim Rennen auf dem Chicagoland Speedway glückte ihm als Dritter seine erste Podestplatzierung.

Trotzdem ist Moraes nach wie vor einer aus der Riege der Bezahlfahrer, denn nur seinen brasilianischen Sponsoren ist es zu verdanken, dass der Youngster Fuß in der IndyCar-Serie fassen konnte. Das wird sich aber schnell ändern, davon ist vor allem KV-Teamchef und Mitbesitzer Jimmy Vasser überzeugt: "Der Junge muss eigentlich wie ein Profi bezahlt werden. Er ist kein Bezahlfahrer."

Mario Moraes
Brasilien-Power: Mario Moraes und Tony Kanaan verstehen sich bestens
© IMS

Vasser hat vielmehr eine Parallele auf Lager, die der CART-Titelträger des Jahres 1996 bereits zu Saisonbeginn aussprach und nun wiederholte: "Man hat mich belächelt, als ich ihn den neuen Juan Pablo Montoya nannte. Aber jetzt ändert sich die Meinung der Leute allmählich." Bleibt nur die Frage, wohin der Moraes-Weg führen wird.

Das größte Problem bei KV Racing ist die Tatsache, dass der Youngster 2009 weitgehend ohne einen erfahrenen Teamkollegen auskommen musste. "Das macht schon einen gravierenden Unterschied aus. Jimmy und Kevin (Kalkhoven; Anm. d. Red.) wollen das auch. Ich bin ziemlich glücklich im Team, aber wir werden sehen."

Eine mögliche, wenn auch eher unwahrscheinliche Alternative wäre ein Wechsel in das Team von Michael Andretti. Dort fährt bekanntlich Moraes' Landsmann Tony Kanaan, dessen US-Firma auch dessen Geschäfte führt. Bei Andretti wackelt der Platz von Hideki Mutoh, Moraes wiederum möchte noch in diesem Jahr seine Zukunft geregelt haben.

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