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Stefan Bradl erklärt den Startverzicht in Portimao

Nach dem Sturz im ersten Lauf klagt der Honda-Pilot über Schmerzen im rechten Handgelenk - Röntgenaufnahmen ermöglichen keine exakte Beurteilung der Lage

(Motorsport-Total.com) - Nachdem es in den Trainings und in der Superpole bergauf ging, schied Honda-Pilot Stefan Bradl beim ersten Lauf in Portimao zeitig aus. Beim Sturz fiel der Deutsche auf die rechte Hand, die fortan Schmerzen verursachte. Am Sonntag biss Bradl im Warm-up die Zähne zusammen, musste sich aber eingestehen, dass er die Renndistanz nicht hätte bewältigen können. Die Ärzte sprachen ein Startverbot aus.

Stefan Bradl

Die Honda mit der Startnummer 6 fehlte am Sonntag in der Startaufstellung Zoom

"Die Schmerzen im rechten Handgelenk wurden über Nacht deutlich schlimmer. Wir haben zwar am Samstag beim Röntgen gesehen, dass nichts gebrochen ist. Das Handgelenk ist aber stark überdehnt worden und es hat außerdem einen harten Schlag abbekommen. Das zeigen auch die Spuren am Handschuh", berichtet der Zahlinger.

"Vor dem Warm-up habe ich das Gelenk mit einem Tape-Verband fixieren lassen. Ich dachte, dass es beim Fahren irgendwie gehen wird. Doch da habe ich mich ordentlich getäuscht, weil die Schmerzen bereits nach wenigen Runden schier unerträglich wurden", erklärt der Honda-Pilot. "Außerdem ist die Beweglichkeit stark eingeschränkt. Nach dem Warm-up hat sich die Situation weiter verschlechtert."


Fotos: Superbike-WM in Portimao


"Daher bin ich für weitere Röntgenaufnahmen in das Medical Center gegangen. Dieser Scan hat bestätigt, dass nichts gebrochen ist. Doch man kann nicht ausschließen, ob nicht irgendeiner der vielen Handgelenksknochen einen kleinen Haarriss erlitten hat oder Bänder und Sehnen beschädigt worden sind. Ich werde also versuchen, zu Hause schnellstmöglich einen Termin für einen MRT-Scan zu bekommen", bemerkt Bradl.

Stefan Bradl

Ein MRT-Scan soll Klarheit verschaffen, was mit Stefan Bradls Hand ist Zoom

"Ich will auf keinen Fall Zeit verstreichen lassen, sondern sofort Klarheit bekommen. Im Moment fühlt sich das Ganze nicht sehr gut an und in zwei Wochen ist bereits das nächste Rennen. Das bereitet mir ein wenig Kopfzerbrechen", gesteht der ehemalige MotoGP-Pilot, der in Portimao keine Punkte sammeln konnte.

"Es ist natürlich erneut sehr schade, denn ich wollte unbedingt ein Top-10-Ergebnis einfahren, also das am Samstag Versäumte nachholen. Aber die Situation hat sich über Nacht drastisch verschlechtert und ich bin nicht im Vollbesitz meiner Kräfte. In diesem Zustand hätte ich mich schwer getan, hart zu pushen. Es ist eine komplizierte Stelle im Handgelenk und zudem habe ich noch eine Schraube im Kahnbein, das vor zwei Jahren in Assen gebrochen ist", so Bradl.

Teamkollege Takumi Takahashi fuhr in beiden Läufen in die Punkteränge und sammelte für Honda sieben wichtige WM-Punkte. In der Herstellerwertung hat Honda dennoch weiter an Boden verloren. Der Rückstand auf MV Agusta wuchs auf 42 Zähler an.

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