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Superbike-WM Portimao: Rea auch in Lauf zwei unschlagbar

Jonathan Rea gewinnt auch das zweite Superbike-Rennen in Portimao - Michael van der Mark erstmals mit Yamaha am Podest - Chaz Davies scheidet durch Sturz aus

(Motorsport-Total.com) - Weltmeister Jonathan Rea setzt seine Dominanz in der Superbike-Weltmeisterschaft fort. Auch die teilweise umgedrehte Startreihenfolge änderte in Portimao (Portugal) nichts. Rea griff von Startplatz neun an und übernahm schon in der zweiten Runde die Führung. Von da an fuhr der Kawasaki-Werksfahrer auf und davon und holte sich an diesem Wochenende den Doppelsieg. Es war bereits sein elfter Triumph in der laufenden Saison.

Jonathan Rea

Jonathan Rea dominiert beide Superbike-Rennen in Portugal Zoom

"Solche Wochenenden passieren nicht oft", grinst Rea im Parc-Ferme. "Wir hatten beim Set-up keine Probleme und ich konnte mich komplett aufs Fahren konzentrieren. Danke an mein Team. Mir fehlen die Worte." Schreckmomente gab es trotzdem: "Sieben Runden vor Rennende hatte mein Motorrad plötzlich einen Aussetzer. Jede Runde hatte ich dann in Kurve 4 keine Power und ich habe darüber nachgedacht, ob ich überhaupt fertigfahren kann. Aber Pole-Position und zwei Rennsiege. Besser könnte es nicht kommen. Jetzt kann ich über den WM-Titel nachdenken!"

Die Konkurrenz von Ducati brauchte wie so oft deutlich länger als Rea, um durch das Feld zu kommen. Schließlich endete das Rennen mit einer Enttäuschung. Drei Runden vor der Zielflagge stürzte Chaz Davies auf Platz zwei liegend und war draußen. Es war schon sein fünfter Ausfall in dieser Saison. Damit liegt der Brite in der Weltmeisterschaft weiter hinter Tom Sykes, der wegen seiner Handverletzung bei den beiden Rennen in Portugal fehlte, auf Rang drei.

Mit dem zweiten Platz setzte sich Michael van der Mark in Szene. Es war sein erster Podestplatz seit seinem Wechsel zu Yamaha und ein Beweis, warum er am nächsten Wochenende für Yamaha in der MotoGP fahren darf. "Ich bin überglücklich. Ich war in dieser Saison schon nahe dran, aber wir hatten auch viel Pech", strahlt der Niederländer. "Ich hatte einen guten Start, hatte dann aber Probleme mit dem Grip. Dann fand ich einen Rhythmus, konnte aber nicht schneller fahren. Es hat für den Podestplatz gereicht. Ich bedanke mich auch bei Pirelli, dass sie einen Reifen aus Sicherheitsgründen zurückgezogen haben."

Mühevolles Rennen für Marco Melandri

Marco Melandri (Ducati) hatte große Mühe, sich durch das Feld zu kämpfen und setzte sich in der Schlussphase noch gegen Laverty durch. Damit stand der Italiener als Dritter auf dem Podest. "Es war ein sehr schwieriges Rennen", atmet der Routinier durch. "Nach einigen Runden habe ich die Hinterradbremse verloren und kam oft von der Linie ab. Dann verlor ich viel Zeit hinter Eugene. Einmal schüttelte sich mein Motorrad auf der Geraden und ich musste ihn noch einmal überholen. Dadurch habe ich wieder Zeit verloren. Michael war dann schon zu weit weg. Ich habe alles versucht, um ihn noch einzuholen. Meine Pace war nicht so schlecht, aber es war mit den Reifen für alle schwierig. Platz drei ist immer gut."

Nicht am Start stand neben Sykes auch Stefan Bradl. Der Deutsche hatte sich bei seinem Rennsturz am Samstag die rechte Hand geprellt. Im Warm-up versuchte er es mit seiner Honda, doch anschließend untersagten ihm die Ärzte bei einer Untersuchung den Rennstart. Zu den enttäuschten Gesichtern zählten zwei weitere Briten: Leon Camier startete mit der MV Agusta von der Pole-Position und war lange im Spitzenfeld dabei. Elf Runden vor Rennende rollte Camier mit technischem Problem aus.

Im Medical Center ging das Rennen für Alex Lowes zu Ende. Der Brite flog in Kurve 13 per Highsider von seiner Yamaha. Auch Xavi Fores (Barni-Ducati) verschenkte durch einen Sturz in Kurve 3 ein Ergebnis im Spitzenfeld. Somit langte es noch für Jordi Torres (Althea-BMW) nach verpatztem Start zu Platz fünf. Dahinter komplettierten Lorenzo Savadori (Milkwaukee-Aprilia), Leandro Mercado (Ioda-Aprilia), Anthony West (Puccetti-Kawasaki), Ayrton Badovini (Pedercini-Kawasaki) und Takumi Takahashi (Honda) die Top 10.

Nun stehen noch insgesamt sechs Rennen in Magny-Cours (Frankreich), Jerez (Spanien) und Losail (Doha) auf dem Programm. 150 WM-Punkte werden noch vergeben. Rea verlässt Portugal mit einem Vorsprung von 120 Zählern auf seinen Teamkollegen Sykes. Davies hat 15 Zähler Rückstand auf Sykes. Rea kann somit in Magny-Cours bereits Weltmeister werden. Die beiden Rennen finden in zwei Wochen statt.

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