Jetzt gewinnen: Liqui Moly
ANZEIGESEAT & Ducati in der MotoGP
Aktuelle Bildergalerien
 
ANZEIGE
 
 
MotoGP-Tickets
 
ANZEIGE
 
 
Apps zu Formel 1, MotoGP, DTM und Co. für Android, iOS und Windows Phone
Facebook
Google+
Die aktuelle Umfrage

Wer wird MotoGP Rookie des Jahres 2018?

Franco Morbidelli
Tom Lüthi
Takaaki Nakagami
Xavier Simeon
Sie sind hier: Home > Motorrad > Newsübersicht > Moto2

Wie Ride-by-Wire die Moto2 revolutionieren wird

08. November 2017 - 10:37 Uhr

Mehr Technik für die Moto2: Mit dem Wechsel zu den Triumph-Motoren bekommt die Moto2 auch ein Ride-by-Wire-System, das völlig neue Möglichkeiten eröffnet

Moto2 Start
Aktuell wird in der Moto2 mit klassischen Bowdenzügen gefahren
© GP-Fever.de

(Motorsport-Total.com) - Beim Wechsel von der Moto2 in die MotoGP mussten sich junge Nachwuchstalente nicht nur an die extreme Leistung und die Carbon-Bremsen der teuren Prototypen gewöhnen, sondern wurden auch erstmals mit dem Thema elektronische Fahrhilfen in Kontakt gebracht. In der Moto2 setzten die Verantwortlichen seit 2010 auf einfache Technik: zuverlässige Honda-Einheitsmotoren und keine elektronischen Hilfen. Noch nicht einmal ein Ride-by-Wire-System kam zum Einsatz. Damit ist 2019 Schluss.

"Die Techniker in der Moto2 müssen sich mit einer neuen Technologie vertraut machen. Aktuell verwenden sie in der Moto2 und in der Moto3 ein ziemlich veraltetes System mit Zügen. Sie können also nicht mit einem der wichtigsten Elemente des modernen Rennsports arbeiten", kritisiert Corrado Cecchinelli, der Technikverantwortliche der MotoGP, im Gespräch mit 'Crash.net'.

ANZEIGE

In modernen Sportmotorrädern sind Bowdenzüge nicht mehr zu finden. "Selbst mit der einfachsten Variante des Ride-by-Wire-Systems kann man bereits die Drehmomentkurve des Motors abflachen. Die wichtigste Eigenschaft ist das Verhältnis zwischen Gasstellung und Drosselklappenstellung für unterschiedliche Gänge", erklärt Cecchinelli.

So werden ab 2019 unterschiedliche Mappings zum Einsatz kommen. Die Teams haben deutlich mehr Spielraum für verschiedene Abstimmungen. "Zum Beispiel könnte man in den niedrigen Gängen bei 100 Prozent geöffnetem Gas lediglich 50 Prozent der maximalen Leistung freischalten. Diese recht einfache Maßnahme ist bereits sehr nützlich. Durch die Entkopplung der Handbewegung und der Gassteuerung erhält man einen Vorteil im Vergleich zum bisher verwendeten System mit Bowdenzügen", schildert der MotoGP-Technikverantwortliche.

"Der zweite Vorteil des Ride-by-Wire-Systems sind die viel besseren Einstellmöglichkeiten der Motorbremse", fügt Cecchinelli hinzu. Die Parameter können demzufolge kurvenselektiv, abhängig vom Gang, der Schräglage und Drehzahl eingestellt werden. "Selbst wenn wir für die Moto2 einige dieser Features entfernen, stellt es eine große Performance-Verbesserung dar", ist Cecchinelli überzeugt.

Artikeloptionen
Artikel bewerten