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Moto2 Sepang: Zweiter KTM-Doppelerfolg bei Morbidelli-Party

29. Oktober 2017 - 07:38 Uhr

Franco Morbidelli feiert seinen Moto2-Titelgewinn in Malaysia mit dem dritten Platz - KTM freut sich mit Oliveira und Binder über zweiten Doppelerfolg in Folge

Miguel Oliveira, Brad Binder
Oliveira (li.) sichert sich seinen zweiten Moto2-Sieg vor Teamkollege Binder (re.)
© KTM

(Motorsport-Total.com) - Die Bilder ähneln sich: Nach dem ersten KTM-Sieg durch Miguel Oliveira in Australien, sicherte sich der Portugiese gleich seinen zweiten Erfolg in Malaysia. Er ließ sich auch durch ein Crashfest und schwierige Wetterbedingungen gegen Rennende nicht aus der Fassung bringen. Hinter ihm kam erneut Teamkollege Brad Binder ins Ziel, er schlug Marc-VDS-Pilot Franco Morbidelli. (Zum Ergebnis!)

Die Vorentscheidung in der Weltmeisterschaft fiel schon vor dem vorletzten Moto2-Rennen der Saison. Durch die Abwesenheit von Herausforderer Tom Lüthi, der sich bei seinem Sturz im Qualifying am Fußknöchel verletzt hatte, krönte sich Morbidelli bereits vor der ersten Runde zum neuen Weltmeister. Der Italiener startete außerdem von der Pole-Position vor Oliveira und Fabio Quartararo.

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"Es tut mir wirklich leid für Tom", meint der Italiener nach dem Rennen. "Aber ich bin natürlich glücklich. Es war eine tolle Saison für uns, eigentlich sogar zwei. Wir feierten Erfolge und erlitten Rückschläge. Aber letztlich haben wir gewonnen", resümiert er zufrieden. "Ich wollte ein gutes Rennen fahren und ein Podium holen. Leider waren die KTMs schneller als wir. Aber ich bin dennoch glücklich. Unglaublich!"

Den Start konnte der neue Weltmeister nicht für sich entscheiden. Australien-Sieger Oliveira setzte sich an die Spitze und konnte bereits in der Startphase einen Vorsprung von rund acht Zehntelsekunden herausfahren. Alex Marquez, der gegen den Portugiesen noch um den dritten WM-Platz gekämpft hatte, ging bereits nach wenigen Metern in Kurve 2 über die Front zu Boden. Er konnte vorerst weiterfahren, stürzte aber wenige später in Kurve 6 erneut. Null Punkte für den Spanier.

Sturzfestival mit Alex Marquez, Cortese und Schrötter

Einen schweren Unfall mussten gleich nach dem Start auch Luca Marini, Khairul Idham Pawi und Axel Pons in der ersten Kurve verdauen, der von einem Harakiri-Manöver von Andrea Locatelli ausgelöst wurde. Und das Sturzfestival ging in Kurve 9 mit Remy Gardner und Dimas Ekky Pratama weiter. Nach zwei Rennrunden waren nur noch 21 Piloten im Rennen.

An der Spitze konnte Oliveira seine Führung festigen, er baute seinen Vorsprung schon zu Beginn auf über eine Sekunde aus. Morbidelli, Francesco Bagnaia und Binder bildeten die erste Verfolgergruppe, konnten die Pace der KTM aber nicht mitgehen. Quartararo, Mattia Pasini, Hafizh Syahrin, Stefano Manzi, Marcel Schrötter und Xavi Vierge hielten sich dahinter in den Top 10.

Vier Zehntelsekunden pro Runde fuhr Oliveira im Durchschnitt schneller als die Konkurrenz, zu Rennmitte umrundete er den Sepang International Circuit ein ums andere Mal in Rekordzeit. Vier Sekunden Vorsprung konnte er gegenüber dem Verfolgertrio halten. Auch die Sturzserie setzte sich fort. Nachdem Schrötter Manzi kurz zuvor noch überholt hatte, stürzte der Italiener wenig später in Kurve 9. Und auch der zweite Forward-Pilot Lorenzo Baldassarri ging in Kurve 6 zu Boden.

Regenflaggen fünf Runden vor Rennende

Fünf Runden vor Rennende erwischte es schließlich auch den zweiten Deutschen im Feld: Marcel Schrötter lag nach Startplatz sechs gut in den Top 10 als er in Kurve 14 ausrutschte. Er konnte zwar wieder weiterfahren, lag allerdings aussichtslos außerhalb der Punkteränge. Eine Runde später entflammte ein Duell um Rang zwei zwischen Morbidelli und Binder. Würde es nach Australien gleich den zweiten Doppelerfolg der KTM-Jungs geben? Das wollte der neue Champion verhindern.

Zusätzliche Spannung brachten die Regenflaggen in Runde 15. Der Himmel verdunkelte sich zusehends und einige Tropfen waren auf den Kameralinsen zu sehen. Dem Siegeslauf von Oliveira und KTM konnte allerdings auch der malaysische Wettergott kein Ende setzen. Über fünf Sekunden lag er vor seinem Teamkollegen und Morbidelli. Quartararo dahinter nutzte die feuchten Bedingungen aus und überholte Bagnaia auf Rang vier. Doch schon bald gesellte sich auch Pasini zu den beiden hinzu - ein neuer Dreikampf um Platz vier entfachte.

In der letzten Runde rettete Oliveira noch einen Vorsprung von zwei Sekunden über die Ziellinie - er wollte bei zunehmenden Regen kein Risiko eingehen. Nach den 19 Runden ist er völlig außer Atem: "Ich kann gar nicht so viel sprechen", meint er und erklärt: "Die Strategie war eigentlich nicht, davonzufahren. Ich wusste, dass Franco und auch Brad eine gute Pace haben, und ich wollte eigentlich hinter ihnen bleiben." Doch dann ergriff er seine Chance. "Es ist ein weiterer Sieg für uns geworden und darüber freue ich mich sehr."

Morbidelli: 45 Punkte Vorsprung vor dem letzten Rennen

Hinter ihm setzte sich Binder über vier Sekunde von Morbidelli ab. Damit sicherte sich KTM nach dem Debüttriumph in Phillip Island bereits den zweiten Doppelerfolg in Folge. "In den ersten drei, vier Runden fühlte ich mich nicht allzu wohl. Aber dann fand ich meinen Rhythmus und wurde besser und besser", erläutert der Südafrikaner. "Ich kann dem Team nicht genug danken. Mein Bike war heute absolut unglaublich." Im Regen konnte er Morbidelli schließlich schlagen. "Wieder Zweiter zu werden, fühlt sich fantastisch an." Es ist sein insgesamt zweites Moto2-Podium.

Pasini schnappte sich noch Platz vier von Bagnaia und Syahrin. Quartararo rettete noch Platz sieben, vor Vierge und Isaac Vinales. Zehnter wurde Tetsuta Nagashima. Marcel Schrötter beendete das Rennen auf dem 17. Platz. 18 Piloten sahen die Ziellinie.

In der Moto2-WM sind die ersten drei Position nun vor dem Saisonfinale fix bezogen. Mit 45 Punkten Vorsprung zementiert Franco Morbidelli den ersten Platz vor Tom Lüthi. Noch ist unklar, ob der Schweizer überhaupt in Valencia starten kann. 27 Punkte liegt er derzeit vor Miguel Oliveira, der mit seinem zweiten Sieg Alex Marquez hinter sich lassen konnte. (Zum WM-Stand!)

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