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Yamaha hofft auf Harmonie zwischen Rossi und Lorenzo

20. Dezember 2012 - 16:33 Uhr

Valentino Rossi und Jorge Lorenzo treten in der neuen Saison wieder als Yamaha-Teamkollegen auf - Rennchef Lin Jarvis hofft auf friedliches Miteinander der beiden

Valentino Rossi, Jorge Lorenzo
Werden sich Lorenzo und Rossi in die Augen schauen können oder nicht?
© Yamaha

(Motorsport-Total.com) - In der am 7. April in Katar beginnenden MotoGP-Saison 2013 kommt es im Yamaha-Werksteam zur Neuauflage des Stallduells zwischen Jorge Lorenzo und Valentino Rossi. Schon in den Jahren 2008 bis 2010 fuhren der Spanier und der Italiener gemeinsam für das japanische Werksteam. Zweimal (2008 und 2009) holte sich Rossi den Titel. In der Saison 2010, die durch die Verletzung des "Doktors" beeinträchtigt wurde, gewann Lorenzo seinen ersten MotoGP-Titel und ließ in der abgelaufenen Saison 2012 einen zweiten folgen.

Der langjährige Yamaha-Entwicklungschef Masao Furusawa erwartet angesichts der neuen alten Konstellation "ein großes Spektakel, aber auch ein großes Problem für Yamaha". Derweil hofft Rennchef Lin Jarvis auf die Vernunft seiner beiden Champions und setzt auf den fortgeschrittenen Reifeprozess sowohl bei Lorenzo als auch bei Rossi.

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"Wir wissen, wie man zwei große Stars in einem Team managt und wissen, dass es kein einfaches Unterfangen ist", so Jarvis gegenüber 'Motor Cycle News'. "Das Szenario ist inzwischen aber ein anderes als in der Vergangenheit, denn beide sind nun etwas älter. Ich glaube, dass diesmal eine andere Dynamik herrscht."

Situation inzwischen eine andere

In den Jahren 2008 bis 2010 war das Klima im Yamaha-Team zuweilen frostig
© Yamaha

Die Spannungen in der Yamaha-Box im Zeitraum 2008 bis 2010, die in der berühmten Trennwand ihren unübersehbaren Höhepunkt fanden, führt Jarvis auf die damaligen Umstände zurück: "Valentino war der unzweifelhafte MotoGP-König und Jorge war der Prinz, der auszog, um ihn vom Thron zu stoßen. Das führte zwangsläufig zu Spannungen, aber nun ist die Situation eine andere."

"Jorge ist der Nummer-eins-Fahrer. Er hat zwei der drei zurückliegenden Weltmeistertitel gewonnen. Die Zeiten haben sich geändert", stellt der Yamaha-Rennleiter klar und fügt hinzu: "Valentino ist nicht der junge, aufstrebende Fahrer. Er ist ein etablierter Star, der zeigen will, dass er einen weiteren Titel und nach wie vor Rennen gewinnen kann."

Jarvis sieht keinen Anlass für Reibereien

Genau wie Furusawa rechnet aber auch Jarvis schon jetzt mit "gewissen Momenten von Zeit zu Zeit, denn der Rennsport ist knallharter Wettbewerb und wenn beide angestachelt sind und um den Sieg kämpfen, dann wird die eine oder andere Situation nicht ausbleiben. Damit müssen und werden wir umgehen".

Dem neunfachen Weltmeister Rossi bescheinigt Jarvis inzwischen "Respekt für die Fähigkeiten von Jorge" und sieht diesen Respekt auch beim amtierenden Weltmeister: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass Jorge Valentino nicht unterschätzen wird und sich dessen Fähigkeiten voll bewusst ist."

So schließt der Yamaha-Rennleiter mit der Hoffnung ab: "Es sollte keinen Anlass für Reibereien geben, denn beide befinden sich in verschiedenen Phasen ihrer Karriere und ihres Lebens. Ich hoffe und erwarte ein positives Miteinander." Die Trennwand in der Yamaha-Box soll es in der Saison 2013 jedenfalls nicht mehr geben.

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