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Seit Brünn 2011 ein "anderer" Cortese

05. Juli 2012 - 16:42 Uhr

Sandro Cortese musste für seine harte Gangart in Assen Kritik einstecken - Boxen gehört für seinen Teamkollegen Danny Kent zum Trainingsprogramm

Zwischen Sandro Cortese (11) und Danny Kent (52) ging es in Assen heiß her
© Repsol

(Motorsport-Total.com) - Der Deutsche Sandro Cortese fährt in diesem Jahr seine stärkste Saison in der Motorrad-WM. Im Team von Aki Ajo steht dem Berkheimer vorzügliches Werksmaterial von KTM zur Verfügung. Das setzt er auch um. Mit Ausnahme der Regenschlacht in Le Mans stand der 22-Jährige in allen Rennen auf dem Podium. Dazu kommen drei Pole-Positions. Der Speed und die Konstanz sind da. Das sind die Zutaten, um für die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Nach sieben Rennen hat sich in der WM auch ein Zweikampf zwischen Cortese und Maverick Vinales herauskristallisiert. In das wichtige Heimrennen auf dem Sachsenring geht der Deutsche mit sieben Punkten Rückstand.

"Spätestens im Vorjahr in Brünn hat er gemerkt, dass er doch gewinnen kann", meint 'Sport1'-Kommentator Edgar Mielke über den Durchbruch im Vorjahr. "Da hat es Klick gemacht. Seit dem ist es ein anderer Sandro. Mir war es in Assen aber zu viel, was ich im Kommentar auch deutlich gesagt habe. Das war mir fast schon zu hart - da sind zwei Teamkollegen gegeneinander gefahren. Das hätte auch ins Auge gehen können."

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"Andererseits muss er so kämpfen, um gegen Vinales, der ein großes Talent ist, eine Chance zu haben. Man darf auch bei ihm nicht vergessen, dass er erst 22 Jahre alt ist. Wäre ja schlimm, wenn die Jungs nichts mehr dazulernen dürften." In den Niederlanden wurde in der Spitzengruppe verbissen gekämpft. Zwischen Cortese und seinem KTM-Teamkollegen Danny Kent kam es zu mehreren Berührungen, die glimpflich ausgingen.

Auch Weltmeister Casey Stoner kritisierte die harte Gangart. "Er ist schon in Portugal aggressiv gegen Vinales gefahren. Ich dachte mir, okay es ist einmal passiert. Er hat Danny aber mehrmals berührt", sagt der MotoGP-Star. "Es wird hart gefahren, aber man muss den Leuten Platz lassen. So einfach ist das. Die Leute wollen sehen, dass sich die Fahrer berühren, aber wenn man sich bei diesem Tempo berührt, dann kann man stürzen und in eine Mauer krachen. Es ist nichts passiert. Ich glaube, man muss mit ihm reden, dass er etwas mehr Platz lassen soll. Dann ist es in Ordnung."

Teamchef Ajo sah die Situation in Assen gelassen, auch wenn er meinte: "Vielleicht war es heute etwas unglücklich." Wie die beiden auf dem Sachsenring miteinander umgehen werden, wo Cortese im Mittelpunkt des Interesses steht, bleibt abzuwarten. Kent bereitet sich mit unüblichen Trainingsmethoden auf die Grand-Prix-Wochenenden vor. "Ich habe viel Boxtraining gemacht, um meine Aggression zu steigern", wird der Brite von 'Bikesportnews.com' zitiert. "Es scheint sich in den Rennen auszuzahlen."

"Ich glaube, ich werde diesbezüglich noch mehr machen. Es fühlt sich sehr gut an, dass ich jetzt in der Spitzengruppe mitfahren kann. Das ist sicher ein Motivationsschub", meint Kent, der in Assen zum ersten Mal in seiner Karriere auf das Podium geklettert ist. Im Qualifying hatten er und Cortese noch zusammengearbeitet, was beiden einen Startplatz in der ersten Reihe beschert hatte. In der WM liegen die Jetons allerdings derzeit auf Cortese.

Der Sachsenring wird sein 124. WM-Start werden. Mit 22 Jahren gehört "Sandrissimo" bereits zu den alten Hasen im Geschäft. Wie wird es in Zukunft mit ihm weitergehen? "Ich würde an seiner Stelle in dem Team bleiben", findet Mielke. "Warum nicht noch ein Titel? Er ist da sehr gut aufgehoben. Sollte sich eine Alternative in einem Moto2-Topteam auftun, dann kann man darüber nachdenken. Doch warum nicht noch einmal um den Titel fahren? Es wäre kein Beinbruch, wenn er in der Moto3 bleiben würde."

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