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Katar: Stoner dominiert historischen Nachttest
Casey Stoner hat seine Rekordzeit beim Nachttest in Katar noch unterboten - Mehr als sechs Zehntel Vorsprung auf den Zweitplatzierten Jorge Lorenzo
(Motorsport-Total.com) - 1.000 Flutlichter, fünfeinhalb Millionen Watt Gesamtleistung - eigentlich war es in Katar auch heute Nacht taghell. Aber nur eigentlich. Denn mit dem MotoGP-Test auf dem Losail International Circuit wurde heute Abend Geschichte geschrieben - erstmals stand eine Nachtveranstaltung an. Die Piloten waren allesamt gespannt auf das, was sie da erwarten würde. Danach viel das Fazit bei den meisten gut aus. "Es ist nicht besser oder schlechter - es ist anders", hatte Weltmeister Casey Stoner erklärt, der sich am Anfang vorkam, als sei er in ein Computerspiel eingetaucht.
Das hinderte den Ducati-Piloten allerdings nicht daran, mächtig Gas zu geben - auch wenn er zugab, dass man im "Dunkeln" enorm viel Selbstvertrauen brauche. Schon nach 14 Runden hatte Stoner seinen eigenen Streckenrekord um 1,2 Sekunden unterboten. Im weiteren Verlauf des Abends legte er nochmals nach und verbesserte sich weiter. Am Ende holte er mit 1:55:330 Minuten die klare Bestzeit.

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Noch zur Hälfte des Tests hatte Stoner über eine Sekunde Vorsprung auf seine Verfolger. Sie konnten im weiteren Verlauf zumindest ein bisschen aufholen. Zweitschnellster war Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo mit einem Rückstand von 0,689 Sekunden. Lorenzo bilanzierte: "Ich war total neugierig, wie es sein würde, bei Nacht zu fahren! Ich finde die Idee klasse und ich habe mich auch sofort daran gewöhnt. Am Anfang ist es natürlich etwas seltsam, aber nach ein paar Runden ist es ganz normal und die Augen gewöhnen sich an das Licht. Allerdings fühlt man sich bei Nacht sehr einsam auf seiner Maschine, deshalb muss man hochkonzentriert bleiben, weil man natürlich nicht einsam und allein auf der Strecke ist!" Teamkollege Valentino Rossi ließ sich von den Umständen weniger beeindrucken und konzentrierte sich auf die Testarbeit. Der Italiener wurde Neunter.
Rang drei ging mit Randy de Puniet an einen Honda-Piloten. Er war nur rund vier Hundertselsekunden langsamer als Lorenzo. Dahinter folgten Andrea Divizoso (Honda) und James Toseland (Yamaha).
Glück im Unglück hatte Anthony West. Der Kawasaki-Pilot hatte in der letzten Kurve einen heftigen Crash, nachdem er die Kontrolle über seine Maschine verloren hatte. West wurde vorsorglich ins Medical Centre gebracht, blieb aber weitgehend unverletzt. Seine Maschine dagegen wurde ernsthaft beschädigt.
Ergebnis erster Nachttest Katar:
01. Casey Stoner (Ducati) - 1:55.330
02. Jorge Lorenzo (Yamaha) - 1:56.019
03. Randy De Puniet (Honda) - 1:56.062
04. Andrea Dovizioso (Honda) - 1:56.121
05. James Toseland (Yamaha) - 1:56.251
06. Alex De Angelis (Honda) - 1:56.571
07. John Hopkins (Kawasaki) - 1:56.614
08. Randy De Puniet (Honda) - 1:56.621
09. Valentino Rossi (Yamaha) - 1:56.749
10. Colin Edwards (Yamaha) - 1:56.762
11. Toni Elias (Ducati) - 1:57.007
12. Nicky Hayden (Honda) - 1:57.010
13. Shinya Nakano (Honda) - 1:57.223
14. Chris Vermeulen (Suzuki) - 1:57.522
15. Loris Capirossi (Suzuki) - 1:57.551
16. Marco Melandri (Ducati) - 1:57.593
17. Sylvain Guintoli (Ducati) - 1:57.644
18. Anthony West (Kawasaki) - 1:57.787










