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Neuer Formel-E-Bolide hechelt Zeitplan hinterher

15. April 2017 - 09:34 Uhr

Es gibt Probleme beim Nachfolger des Spark-Renault SRT_01E: Das neue Auto ist zu schwer, die Batterien brechen ein, der Zeitplan kann nicht eingehalten werden

Formel E Designkonzept, 2018/19
Der neue Formel-E-Bolide für die Saison 2018/19 hat noch Anlaufschwierigkeiten
© Spark Racing Technology

(Motorsport-Total.com) - Hinter den Kulissen der Formel E gibt es momentan einigen Wirbel: Das neue Fahrzeug für die Saison 2018/19, das mit seinem futuristischen Design bereits für Aufsehen gesorgt hat, kann den Zeitplan nicht einhalten. Probleme machen insbesondere die neuen Batterien von McLaren Applied Technologies (MAT). Das ganze Fahrzeug ist momentan beinahe 50 Kilogramm zu schwer und die Leistung bricht zu schnell ein. Spark Racing Technologies hat den ersten Test des neuen Gefährts auf Oktober 2017 verschoben.

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Die Batterien müssen ab der Saison 2018/19 eine komplette Renndistanz halten und gleichzeitig mehr Leistung generieren (250 statt 200 Kilowatt, was 340 statt 270 PS entspricht). Das neue Produkt hat aber noch seine Schwierigkeiten, diese Leistung zu erreichen. Aktuell würde das Fahrzeug, wenn es gebaut werden würde, 930 Kilogramm wiegen und damit deutlich schwerer sein als Le-Mans-Prototypen. Ursprünglich waren 888 Kilogramm vorgesehen.

Doch die Batterie ist nicht nur zu schwer (Quellen sprechen von 350 bis 360 Kilogramm plus Sicherheitsstrukturen). Sie kann womöglich auch ihre Leistung nicht halten. 'Autosport' zufolge soll der bisherige Batterielieferant Williams Advanced Engineering eine Simulation mit dem neuen Produkt angestellt haben. Das Ergebnis: Die Performance bricht um zehn Prozent mehr ein als vorgegeben. Dieses Ergebnis ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da es sich um die Simulation eines Konkurrenzprodukts handelt.

Formel E: Neues Designkonzept für Saison 5

Spark


2017
Foto 1 von 4
Formel-E-Designkonzept von Spark
Formel-E-Designkonzept von Spark

MAT ist also nun gefragt, rasch Fortschritte zu machen. Genauso muss Spark versuchen, die zu schwer gewordene Batterie am Chassis zu kompensieren. Das könnte jedoch mit höheren Kosten aufgrund aufwendigerer Materialien verbunden sein. Sollten alle Stricke reißen, müsste der Fahrzeugwechsel auch in der fünften Saison noch beibehalten werden. Ein Plan B der Formel E sieht den Autowechsel noch bis Saison sechs vor. Leistung zurückzunehmen oder die Renndauer zu reduzieren, nur um das Wechseln der Autos abzuschaffen, will die Formel E jedenfalls nicht.

Durch die Probleme hat sich auch der Zeitplan längst verändert. Ursprünglich sollten die Hersteller das fertige Produkt im Oktober 2017 erhalten. Jetzt ist das Rollout für jenen Monat angedacht. Die Homologation ist für August angestrebt, der Crashtest für September. Ein erster kollektiver Test mit allen Herstellern wurde auf Februar 2018 terminiert.

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