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Mettler: "Ich will professioneller Rennfahrer werden"

27. Dezember 2012 - 17:17 Uhr

Yannick Mettler ist mit dem Verlauf seiner zweiten Saison im Formel-3-Cup nicht zufrieden und hofft auf eine Steigerung - Das Fernziel des Schweizers ist die DTM

Yannick Mettler
Der Schweizer Yannick Mettler sieht seine Motorsport-Zukunft in Deutschland
© Formel-3-Vereinigung

(Motorsport-Total.com) - Yannick Mettler ließ in seiner zweiten Saison im Formel-3-Cup eine deutliche Leistungssteigerung erkennen. Als Teamkollege von John Bryant-Meisner (Schweden) und Luca Stolz (Deutschland) im Performance-Team platzierte sich der Schweizer in den 27 Saisonrennen insgesamt 21 Mal in den Punkten - darunter einmal als Sieger und zwei weitere Male auf dem Podium. Zudem tat sich der 23-Jährige gewann der 23-Jährige den mit 5.000 Euro dotierten Ravenol-Medien-Award.

Im Interview spricht Mettler über die Formel-3-Cup-Saison 2012 aus einer Sicht, über persönliche Stärken und Schwächen und über seine weitere Karriereplanung.

Frage: "Yannick, im Rahmen der Essen Motorshow wurdest du mit dem Medien Award ausgezeichnet, den Ravenol in dieser Saison erstmals ausgeschrieben hat. Was bedeutet dieser Preis für dich?"
Yannick Mettler: "Ich freue mich natürlich sehr, diesen Preis gewonnen zu haben. Ich fand die Idee von Anfang an super, da man sich mit etwas zusätzlichem Aufwand einen hilfreichen Beitrag für die nächste Saison erarbeiten kann. Sponsoren und Partner dieser Art sind sehr wichtig und ich finde es toll, dass sich ein großes Industrieunternehmen wie Ravenol in der Formel 3 derart engagiert. Ich hoffe, die gute Verbindung zum Seriensponsor auch in Zukunft aufrechtzuerhalten."

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Frage: "War es hilfreich, in einem international besetzten Team wie Performance zu starten und habt ihr euch teamintern gegenseitig unterstützen können?"
Mettler: "Es war sehr hilfreich. Nicht nur deshalb, weil das Team international besetzt war, sondern vor allem aufgrund des großen Know-Hows der einzelnen Leute. Ich habe dieses Jahr so viel gelernt, wie noch nie zuvor. Natürlich war es auch hilfreich, verschiedene Teamkollegen an meiner Seite zu haben. Eine solche Situation ist immer ein zusätzlicher Ansporn und man lernt gegenseitig voneinander."

Frage: "Hast du deine Ziele im Formel-3-Cup in diesem Jahr erreicht und falls nicht, was hätte besser laufen können?"
Mettler: "Ehrlich gesagt hätte vieles besser laufen können. Mein Ziel, unter die ersten Drei in der Meisterschaft zu kommen, habe ich verpasst. Das ist angesichts des Rennspeeds, den ich über die Saison hinweg hatte, sehr enttäuschend. Ich habe viele Punkte durch unverschuldete Vorkommnisse verloren, war oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Natürlich war ich auch nicht fehlerlos, doch ich habe einen normalen Lernprozess durchlaufen. Das ist zusammen mit den drei Podestplätzen und dem Rennsieg in Zandvoort das Positive, das ich aus dieser Saison mitnehme."

Frage: "Welche sind deine besonderen Stärken und wo liegt bei dir noch Potenzial für Verbesserungen?"
Mettler: "Fahrerisch liegen meine Stärken in schnellen Kurven, aber vor allem auch im taktischen und überlegten Fahren. Ich habe in den 27 Rennen über 60 Positionen gutgemacht. Das zeigt, dass ich einen guten Renninstinkt habe. Verbesserungspotenzial gibt es weiterhin im Qualifying. Da habe ich im Vergleich zum Rennen fast immer etwas schlechter abgeschnitten. Wie wichtig eine Startposition in den vorderen Reihen ist, habe ich dieses Jahr oft genug erfahren."

Frage: "Wo führt dein Weg dich künftig hin? Vor allem, was willst du langfristig im Motorsport erreichen?"
Mettler: "Ich will professioneller Rennfahrer werden, meine Leidenschaft zu meinem Beruf machen. Wohin mich mein Weg genau führen wird, wird sich zeigen. Meine nahe Zukunft sehe ich jedenfalls in Deutschland. Idealerweise in der Formel 3, denn das ist der direkteste Weg zu meinem eigentlichen Ziel - der DTM."

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