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Ferrari steigt in die A1GP-Serie ein

28. September 2007 - 12:33 Uhr

Noch ist es nicht offiziell, aber Ferrari wird ab der Saison 2008/09 Chassis und Motor für die A1GP-Serie zur Verfügung stellen

Michael Schumacher
Ferrari wird künftig Chassis und Motor an die A1GP-Serie liefern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wie von 'Motorsport-Total.com' bereits Mitte September angekündigt, wird der italienische Sportwagenhersteller Ferrari ab der Saison 2008/09 zusätzlich zu seinem Formel-1-Engagement die A1GP-Serie mit Chassis und Motoren beliefern. Dies berichtet zumindest das Fachmagazin 'auto motor und sport' auf seiner Internetseite.

Der Deal stand ohnehin schon länger im Raum, seit Ferrari-Sportchef Stefano Domenicali im August den A1GP-Tests in Silverstone beigewohnt und A1GP-Chef Tony Teixeira wenig später den Grand Prix von Italien besucht hatte. Teixeira holte sich dabei den Segen von Bernie Ecclestone ab, der offenbar kein Veto einlegte. Damit kann der Vertrag demnächst unterzeichnet und offiziell bekannt gegeben werden.

Ferrari beerbt als Chassis- und Motorenhersteller die Firmen Lola und Zytek. Wie viel die Italiener an dem Deal verdienen werden, ist noch unklar, allerdings macht die Sache wirtschaftlich gesehen großen Sinn, weil die Motorenabteilung in der Gestione Sportiva in Maranello seit der Einführung der Homologierungsregel in der Formel 1 an akuter Unterbeschäftigung leidet. So kann man dies ändern und gleichzeitig etwas Kleingeld dazuverdienen.

Die A1GP-Serie startet bekanntlich an diesem Wochenende im niederländischen Zandvoort und läuft anschließend in den Wintermonaten, in denen die Formel 1 Pause macht. Daher ist auch Ecclestone nicht weiter verärgert über den Deal zwischen Ferrari und Teixeira. Außerdem könnte Teixeira ja noch die Fronten wechseln, denn angeblich zeigt der südafrikanische Diamantenmillionär Interesse am Super-Aguri-Team, nachdem sein Angebot für Spyker abgelehnt wurde.

Wer hinter den Kulissen zwischen Ferrari und der A1GP-Serie vermittelt hat, ist derzeit nicht bekannt. Man darf jedoch davon ausgehen, dass es der Einigung zumindest nicht abträglich war, dass Michael Schumachers Manager Willi Weber, der in Maranello natürlich noch viele gute Bekannte hat, eine Rolle gespielt haben dürfte. Weber ist nämlich nicht nur Manager von Schumacher, sondern gleichzeitig auch Eigentümer des deutschen A1GP-Teams.

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