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Di Grassi geschlagen: "Habe alles versucht, um zu gewinnen"

Lucas di Grassi holt das 21. Podium für Abt beim ePrix in Monaco, schrammt um drei Zehntelsekunden am Sieg vorbei - "Leider hat Seb keinen Fehler gemacht", meint er

(Motorsport-Total.com) - Fast hätte es für den zweiten Saisonsieg in Serie für Lucas di Grassi gereicht. Der Abt-Pilot schrammte schon im Qualifying nur knapp an der Superpole vorbei und musste sich auch im Rennen denkbar knapp seinem WM-Rivalen Sebastien Buemi geschlagen geben. 0,320 Sekunden fehlten auf den Triumph beim Monaco ePrix. "Das war einmal mehr ein toller Fight - sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Wir hatten ein Auto, mit dem wir Renault hätten schlagen können", meinte der Brasilianer nach dem Rennen.

Lucas di Grassi

Lucas di Grassi wird in Monaco Zweiter, verliert aber WM-Punkte auf Buemi Zoom

Di Grassi befand sich bereits das gesamte Wochenende über in Schlagdistanz zu Buemi. Im Qualifying fehlten ihm rund zwei Zehntelsekunden, im Rennen kam er ebenfalls knapp an den Schweizer heran. Sein Ziel für das Rennen im Fürstentum hat er allemal erreicht: "Nach dem ersten Freien Training am Samstagmorgen war mein Ziel ein Top-5-Ergebnis. Ich bin nur ganz knapp in die Superpole der schnellsten Fünf gekommen. Dass mir dort eine gute Runde gelungen ist, war sehr wichtig, denn das Überholen ist in Monaco fast unmöglich."

Das Rennen verlief aus seiner Sicht "gut". Er bedauert aber: "Leider hat Seb keinen Fehler gemacht, sonst hätte ich noch einen Angriff versucht." Schon nach dem Duell stellte di Grassi klar, dass er das schnellere Auto hatte, obwohl er erst im zweiten Stint aufholen konnte. "Am Anfang war Seb etwas schneller. Das erste Auto fühlte sich nicht ganz so gut an. Ich habe mich darauf konzentriert, Energie zu sparen."

Monaco "symbolisch für den bisherigen Saisonverlauf"

Nach dem Boxenstopp in der Safety-Car-Phase hatte di Grassi plötzlich mehr Grip."Ich konnte Seb folgen und am Ende Druck machen. Ich hatte etwa ein Prozent mehr Energie als er. Natürlich habe ich alles versucht, um das Rennen zu gewinnen." Die engen Häuserschluchten ließen einfach kein Überholmanöver zu. Buemi habe ihm "einfach keine Tür" aufgelassen.


Formel E Monaco: Das WM-Duell um den Sieg

Sebastien Buemi und Lucas di Grassi fahren beim ePrix von Monaco in einer eigenen Liga und machen sich den Sieg untereinander aus - Heidfeld Dritter Weitere Formelsport-Videos

Mit der Leistung seines Boliden ist der WM-Zweite jedenfalls sehr zufrieden. Er sei froh, dass sich Audi inzwischen zur Formel E bekennt und mithilft. "Renault ist von Anfang an in der Formel E am Start und sehr stark. In Saison zwei hatten wir einen Rückstand. Der Abstand ist in dieser Saison etwas kleiner geworden und ich hoffe, dieser Trend setzt sich in Zukunft fort. Klar ist aber auch, dass ich in Monaco viel riskieren und ständig 100 Prozent fahren musste", betont er.

Di Grassi sicherte sich mit einer beherzten Fahrt sein 17. Formel-E-Podium, ihm fehlen nun 15 Punkte auf Buemi als WM-Führenden. Am kommenden Wochenende findet bereits der nächste WM-Lauf in Paris statt. "Ich habe in Paris im vergangenen Jahr gewonnen. Das versuche ich wieder", schickt der Abt-Pilot eine erneute Kampfansage in Richtung seines größten Rivalen.


Fotos: Formel E in Monaco


Di Grassis Teamkollege Daniel Abt kämpfte sich vom neunten Startplatz auf den siebten Rang - unter anderem mit einem beeindruckenden Überholmanöver gegen Robin Frijns (Andretti). "Ich musste zuerst einige Plätze hergeben, konnte dann aber wieder aufholen. Schön zu sehen, dass wir in Sachen Speed voll bei der Musik sind. Das macht viel Mut", meint der Deutsche.

Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt war von dem Rennen in Monaco begeistert: "Der ePrix stand symbolisch für den bisherigen Saisonverlauf: Lucas und Sebastien begeistern mit einem Duell nach dem anderen - immer hart, aber immer fair. Ich kann allen Fans versprechen, dass wir genau so weitermachen werden." Abt holte mit dem Treppchen von di Grassi bereits das 21. Podium im 26. Rennen.

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