Van der Garde in Le Mans: Jota holt Persona non grata - 24 Stunden von Le Mans, European-Le-Mans-Series, WEC - WEC bei Motorsport-Total.com

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Datum: 17.10.2017 - 14:57 Uhr
Quelle: http://www.Motorsport-Total.com/wec/news/2016/01/van-der-garde-in-le-mans-jota-holt-persona-non-grata-16011102.html

Van der Garde in Le Mans: Jota holt Persona non grata

von Dominik Sharaf
11. Januar 2016 - 10:54 Uhr

Der Niederländer fährt künftig in der ELMS und erklärt den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans zum Ziel: Er wird an der Seite Dolans und Tincknells ins Steuer greifen

Giedo van der Garde
Giedo van der Garde kehrt zurück: Er bringt seine Million künftig zu Jota
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(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Pilot Giedo van der Garde wird in der Saison 2016 in der European Le-Mans-Series (ELMS), beim 24-Stunden-Klassiker an der Sarthe und beim zweiten Lauf zur Langstrecken-WM (WEC) in Spa-Francorchamps für Jota an den Start gehen. Wie die Mannschaft am Montagmorgen verkündet, macht der 30-jährige Niederländer die Besetzung ihres LMP2-Fahrzeugs Gibson 015S-Nissan mit den amtierenden Vizemeistern Simon Dolan und Harry Tincknell komplett.

Van der Garde zeigt sich froh, nach seiner Leidenszeit bei Caterham und seinem Aus bei Sauber auf die internationale Motorsportbühne zurückzukehren. Er will wieder siegen: "Mit Jota fahre ich wieder auf höchstem Niveau. Zu gewinnen ist, was ich erreichen will. Bei den 24 Stunden von Le Mans zu siegen ist nicht mein Traum, es ist mein Ziel. Für mich beginnt in der Langstrecken-Szene ein neues Kapitel." Von Jota heißt es, van der Garde stünde für "Hingabe und Professionalität".

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Die Trennung Saubers von van der Garde hatte Anfang 2015 hohe Wellen geschlagen, weil der von seinem Schwiegervater mit den Mode-Millionen des McGregor-Konzerns ausgestattete Pilot einen Rechtsstreit mit den Schweizern begann. Er pochte auf einen gültigen Vertrag, der angeblich die Beförderung vom Test- zum Einsatzpiloten vorsah und hätte so beinahe den Start des Teams beim Australien-Grand-Prix in Melbourne verhindert. Monate später einigten sich die Parteien auf eine Abfindung in Gerüchten zufolge zweistelliger Millionenhöhe, doch van der Garde war ohne Drive.

Zuvor machte sich van der Garde als Meister der Renault-World-Series (WSbR) in der Saison 2008 und als fünfmaliger Laufsieger der Formel-1-Nachwuchsklasse GP2 einen Namen. 2013 war er für eine Saison Pilot des Hinterbänklers Caterham, ehe er den Testfahrerjob bei Sauber übernahm. Zuletzt war van der Garde mit dem DTM-Projekt von Mercedes in Verbindung gebracht worden.