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Vorzeitiges Ende der ARD-Übertragung: Warum Politik siegt

03. Juli 2017 - 19:55 Uhr

Das vorzeitige Ende der ARD-Übertragung vom zweiten DTM-Rennen auf dem Norisring sorgte für viel Kritik: Politisches "Sommerinterview" siegt gegen Sport

Marco Wittmann, Edoardo Mortara
Das irre Finale im Kampf um Platz drei war im Ersten nicht mehr live zu sehen
© ITR

(Motorsport-Total.com) - Die DTM absolviert ihr mit Abstand spektakulärstes Rennen des Jahres und die Übertragung der ARD bricht vorzeitig ab. So hat sich die Situation am vergangenen Sonntagnachmittag während des zweiten Rennens auf dem Norisring dargestellt. Das Ende der Motorsportübertragung kurz nach dem Restart zum Ende der Rennunterbrechung aufgrund des schweren Unfalls von Gary Paffett (Mercedes) und Mike Rockenfeller (Audi) löste in den Sozialen Medien einen regelrechten Shitstorm aus.

In Zentrum der Kritik stand - wieder einmal - die ARD, die um 18:30 Uhr mit der Ausstrahlung der Sendung "Bericht aus Berlin" begann, während die Rennentscheidung auf dem Norisring noch nicht gefallen war. "Leider kam es am Sonntag bei der Übertragung des DTM-Rennens zu einem Unfall, der zu einer Rennpause von einer halben Stunde geführt hat. Unser programmliches Fenster für die Übertragung von der DTM ging aber leider nur bis 18:30 Uhr, weil danach das 'Sommerinterview' im Ersten vorgesehen war", heißt es von der ARD.

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"Aus diesem Grund konnten wir das DTM-Rennen bedauerlicherweise nicht bis zum Ende live zeigen", sagt Swantje Lemenkühler, Assistentin der Programmdirektion des Ersten Deutschen Fernsehens. Der vorzeitige Ausstieg aus der DTM-Übertragung tue den Verantwortlichen des Senders leid, aber er sei unter den gegebenen Voraussetzungen unumgänglich gewesen. Bei der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt siegt in solchen Fällen die große Politik vor dem vergleichsweise kleinen Motorsport.

Hintergrund: Die "Sommerinterviews" werden mit den politischen Parteien in Deutschland weit vorab terminiert. Ein langwieriger Prozess geht der Durchführung dieser Gespräche voraus. Am vergangenen Sonntag stand Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt in Berlin Rede und Antwort. Die Interviews im Hauptstadtstudio der ARD lassen sich aufgrund einer Rennunterbrechung bei der DTM nicht einfach verschieben. Auch wenn es sich am vergangenen Sonntag für die ARD womöglich gelohnt hätte.

Durchschnittlich erreichte die ARD-Sportschau mit ihrer Sendung aus Nürnberg satte 1,47 Millionen Zuschauer. Man erzielte damit einen Marktanteil von guten 8,5 Prozent - fast so viel wie mit der hoch eingeschätzten Tour de France, die am Wochenende in Düsseldorf startete. Das politische "Sommerinterview" verfolgten im Schnitt nur 1,23 Millionen TV-Zuschauer. Bereits am Samstag hatte der Start des DTM-Rennens vorverlegt werden müssen, da die ARD eine Übertragung der Trauerfeierlichkeiten nach dem Tod von Altkanzler Helmut Kohl ins Programm genommen hatte.

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