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Ekströms Zwickmühle: Chancengleichheit in zwei Serien

20. Juni 2017 - 08:16 Uhr

Audi-Pilot Mattias Ekström steht vor der Entscheidung, welchen Titel er in diesem Jahr anstrebt: Den dritten in der DTM oder die Verteidigung in der Rallycross-WM

Mattias Ekström
Gesamtvierter: Mattias Ekström will um den DTM-Titel mitreden
© ITR

(Motorsport-Total.com) - Was macht Mattias Ekström am ersten Juli-Wochenende? Das ist eine der schwierigsten Entscheidungen, die Audi-Motorsportchef Dieter Gass in diesem Jahr zu treffen hat. Es ist die Zwickmühle zwischen der Titelverteidigung in der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) und der realistischen Chance auf den dritten Titel in der DTM. Die zeitgleich stattfindenden Events auf dem Norisring und im schwedischen Höljes könnten beide zukunftsweisend sein.

"Ich liebe es, Entscheidungen zu treffen. Aber bei dieser bin ich sehr froh, dass sich sie abgeben kann", lacht Ekström nach dem DTM-Wochenende in Budapest. Mit seinem zweiten Platz auf dem Hungaroring schoss er sich am Sonntag auf Platz vier der Gesamtwertung - acht Punkte hinter Tabellenführer Rene Rast. In der WRX steht er auf Platz zwei - acht Punkte hinter Johan Kristoffersson.

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Mit dieser Chancengleichheit sitzt Audi jetzt in der Patsche. In welcher Serie die Titelchance für Ekström größer ist, ist derzeit unmöglich einzuschätzen. In der DTM geht es nach sechs Rennen äußerst eng zu: Zwischen Platz eins und Platz sechs liegen bei noch zwölf zu fahrenden Rennen nur 16 Punkte. In der WRX wird es noch knapper: Ekström hätte nur noch fünf Gelegenheiten, zurückzuschlagen.

"Was immer man tut, es wird immer Leute geben, die sagen: 'Wie konntest Du das tun?'.", befürchtet der Schwede. "Jeder weiß, dass ich Rallycross liebe, aber auch die DTM sehr mag. Und man kann nicht sagen, dass ich einer der Serien gerade besser oder schlechter bin. Ich habe bereits gesagt, dass ich gerne um meinen dritten DTM-Titel kämpfen würde. Und ich denke, welches Rennen man auch immer auslässt - der Titelkampf wird in dieser Serie dann einen Rückschlag erleiden. Im vergangen Jahr hat die Rallycross den Vorzug bekommen. Vielleicht wird es in diesem Jahr ja die DTM."

Gut für ihn, dass er es nicht selbst in der Hand hat. Schlecht für Audi, dass ihnen die Bedenkzeit am kommenden Sonntag abläuft. Mit Rast an der Spitze, sowie Jamie Green (3.) und Mike Rockenfeller (6.), haben die Ingolstädter immerhin mehrere Eisen im Fahrerwertungs-Feuer. In der Teamwertung führt die Audi-Mannschaft Rosberg, Abt belegt Platz drei. Und in der Herstellerwertung konnten sie am Wochenende die Führung mit 50 Punkten vor Mercedes und 160 Zählern vor BMW holen.

Ekström wartet in seiner 17. DTM-Saison bereits seit zehn Jahren auf den dritten Titel. Seine Erfolge 2004 und 2007 scheinen lange her, aber der 38-Jährige zeigt noch regelmäßig seine Stärke auf der Strecke. "Die entscheidende Frage ist: Wo hat er die besten Chancen und wo können wir nicht auf ihn verzichten? Es ist keine einfache Entscheidung, das muss man sich vorsichtig überlegen", klagt Audi-Boss Gass gegenüber 'Auto Bild motorsport'.

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