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Audi optimistisch: Das Potenzial ist vorhanden

02. Mai 2012 - 18:07 Uhr

Wolfgang Ullrich und Mattias Ekström sind optimistisch, dass Audi am Lausitzring die Leistung aus der Qualifikation auch im Rennen bestätigen kann

Mike Rockenfeller
Audi will die gute Qualifying-Leistung nun auch im Rennen umsetzen
© msp.lu

(Motorsport-Total.com) - Bis zum Sonntagnachmittag sah es für Audi in Hockenheim nach einem Saisonstart wie aus dem Bilderbuch aus. In den Freien Trainings hatten sich die Audi-Fahrer in starker Form präsentiert, und im Qualifying hatte Mattias Ekström die erste Pole-Position für den neuen Audi A5 DTM gewonnen. Doch nach dem Erlöschen der Startampel war die gute Laune bei Audi schnell verflogen. Im Renntrimm war die Konkurrenz von Mercedes deutlich schneller und fuhr mit Gary Paffett und Jamie Green zu einem Doppelsieg.

Obwohl er nur auf dem dritten Platz ins Ziel kam, steht für Ekström dennoch fest: "Für mich war es ein fantastisches Wochenende. Die Kulisse war die beeindruckendste, die ich je gesehen habe. Und bei dem guten Wetter hat man gute Laune." Wobei die Freude des Schweden über das gute Wetter ein wenig getrübt wurde. "Es war schon sehr heiß, was vielleicht auch ein Problem war, denn bei solchen Temperaturen sind wir nur wenige Testkilometer gefahren. Das ist vielleicht auch eine Erklärung für das, was im Rennen passiert ist."

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"Die Kulisse war die beeindruckendste, die ich je gesehen habe."
Mattias Ekström

"Im Qualifying waren wir rech gut dabei, im Rennen haben wir dann über die Runden ein wenig Pace verloren. Die Entwicklung über die Renndistanz konnte vorher niemand richtig einschätzen, aber dort hat Mercedes offenbar einen Vorteil", stellt Ekström fest. "Aber wer die ersten Runden im Rennen gesehen hat, der hat erkannt, dass unser Auto schnell fahren kann", zeigt sich der 33-Jährige zuversichtlich. "Wir müssen es nur in den Griff bekommen, lange schnell zu fahren."

Im Rennen ging es dahin

Auch sein Sportchef muss konstatieren: "Die ersten zwei Runden war das Auto sehr gut. Danach gab es bei uns einen Einbruch der Leistung, den es bei Mercedes so nicht gegeben hat", so Wolfgang Ullrich. "Die Analysen sind unmittelbar nach dem Rennen angelaufen. Sie sind zwar noch nicht komplett abgeschlossen, aber es war ja offensichtlich, dass wir über die Distanz mehr an Performance verloren haben, als unsere Konkurrenten. Unser Ziel muss sein, die hohe Leistung nicht nur über ein oder zwei Runden zu bringen, sondern über lange Zeit auf hohem Niveau zu stabilisieren. Daran arbeiten wir", so Ullrich.

Einen Grund für den Rückfall hat der Österreicher bereits ausgemacht. "Außerdem hatten wir den Nachteil, dass Mattias für die Boxenstopps keine neuen Reifen mehr hatte, während die beiden Mercedes hinter uns noch einen frischen Satz aus dem Qualifying hatten." Da in diesem Jahr das Nachtanken verboten ist, seien frische Reifen ein noch größerer Vorteil als in der Vergangenheit. "Durch die Tatsache, dass beim Stopp kein zusätzliches Gewicht ins Auto kommt, fällt der Vorteil eines neuen Reifensatzes noch stärker ins Gewicht."

"Nach dem Boxenstopp haben die Abstände deutlich zugenommen. Ich habe nicht gesagt, dass wir nur langsamer waren, weil sie neue Reifen hatten. Aber ein Teil dieser 20 Sekunden kommt daher, weil wir nicht mit gleichneuen Reifen unterwegs waren", sagt Ullrich, der jedoch eingestehen muss: "Aber es ist nicht wegzudiskutieren, dass wir auch auf gleichen Reifen mit gleicher Abnutzung im Rennen langsamer waren. Und wir sollten auch nicht übersehen, dass unsere Kollegen aus Bayern, wenn sie nicht so viele Kollisionen gehabt hätten, von der Performance auf einem ähnlichen Niveau gewesen wären", lobt der Audi-Sportchef die Leistung der BMW.

Mit Zuversicht ins "Feindesland"

Trotz der kurzen Pause zwischen den ersten beiden Saisonrennen ist die Analyse des Saisonstarts schon weit fortgeschritten. "Wir haben 90 Prozent der Daten analysiert, darunter alle wichtigen. Auf dieser Grundlage werden wir uns unser Arbeitsprogramm für den Lausitzring zusammenstellen", sagt Ullrich. "Wir sind absolut optimistisch. Man hat gesehen, dass das Auto Potenzial hat. Es sollte halt so, wie es im Qualifying funktioniert hat, auch im Rennen funktionieren. Das ist uns leider in Hockenheim nicht so gelungen, wie wir es vorhatten. Das wollen wir ab der Lausitz besser machen."

Allerdings war der Lausitzring in der Vergangenheit keine Audi-Strecke: Bei neun von zwölf DTM-Rennen saß der Sieger dort in einem Mercedes. "Rein statistisch war der Lausitzring nie so wirklich unsere Strecke, andererseits standen dort im vergangenen Jahr zwei unserer Jungs auf dem Podium", erinnert Ullrich an 2011, als Martin Tomczyk und Timo Scheider einen Doppelsieg einfuhren. "Aber wir haben komplett neue Autos, das ist für alle ein neues Spiel. Wir blicken dem Rennen optimistisch entgegen und versuchen das Potenzial, über welches unser Auto zweifelsfrei verfügt, entsprechend optimal umzusetzen."

"Rein statistisch war der Lausitzring nie so wirklich unsere Strecke."
Wolfgang Ullrich

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir am Wochenende am Lausitzring konkurrenzfähig sein werden", teil Ekström den Optimismus seines Sportchefs. "Wir haben die Daten in den vergangenen Tagen analysiert, ich stand ständig im Kontakt mit den Ingenieuren. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Problematik erkannt und verstanden haben. Jetzt müssen wir es 'nur' umsetzen. Auf einer neuen Strecke fängt alles von neuem an. Es sieht so aus, als würde es etwas kühler werden. Aber selbst wenn nicht: Wir haben etwas gelernt in Hockenheim, und wenn es noch einmal heiß wäre, wissen wir genau, was wir zu tun haben."

Wenig Grip in der Lausitz

Über die Anforderungen in der Lausitz sagt Ekström: "Die meisten Kurven werden im zweiten Gang gefahren, daher ist ein hoher mechanischer Grip sehr wichtig. Außerdem ist die Gerade sehr lang, da ist eine effiziente Aerodynamik ein Vorteil. Es gibt nicht so viele schnelle Kurven wir in Hockenheim, daher sieht das Setup etwas anders aus." Sportchef Ullrich ergänzt: "Wir wissen alle, dass der Lausitzring eine ganz spezielle Strecke ist. Der Asphalt hat nicht besonders viel Grip. Damit muss man entsprechend umgehen, was uns in den vergangenen Jahren immer ein Problem bereitet hat, weil wir die Reifen nicht auf Temperatur gebracht haben. Wir müssen uns nun mit dem, was wir in Hockenheim gelernt haben, auf diesen spezifischen Lausitzring vorbereiten."

Auf den 54-Jährigen wartet eines von mehreren stressigen Wochenenden in dieser Saison, denn neben dem DTM-Rennen in der Lausitz ist Audi auch beim zweiten Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft in Spa Francorchamps im Einsatz. Auf die Frage, wie es dieses Doppelprogramm bewältigt, antwortet Ullrich: "Klonen geht nicht, Zweiteilen ist auch nicht sehr Erfolgversprechend. Ich bin bis zum Qualifying in Spa und wechsle dann am Freitagabend an den Lausitzring. Beim Rennen in Spa werde ich durch Dieter Gass vertreten. Dadurch kann ich mich voll auf das Rennen am Lausitzring konzentrieren."

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