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Verhandlungen über Elektro-Rallycross-WM gescheitert

Die Umstellung der Rallycross-WM auf Elektroautos rückt in weite Ferne: Promoter IMG konnte offenbar keinen Hersteller für seine Pläne begeistern

(Motorsport-Total.com) - Die ursprünglich für 2020 geplante und dann auf 2021 verschobene Umstellung der Rallycross-WM (WRX) auf Elektroautos ist gescheitert. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' fand sich zum Stichtag am 29. März 2019 kein Hersteller, der den Plänen des Serienpromoters IMG zugestimmt hat.

WRX

Ob und wie es mit der Rallycross-WM weitergeht, steht derzeit in den Sternen Zoom

Von offizieller Seite gab es dazu keinen Kommentar, doch eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle sagte 'Motorsport-Total.com': "Ich höre, dass es keinerlei Zustimmung gab. Was das nun bedeutet? Mit diesem Promoter fällt es schwer, an eine Zukunft der WRX zu glauben, denn die ist elektrisch."

Auf das Scheitern der Elektro-Verhandlungen angesprochen sagt der zweimalige WRX-Champion Johan Kristoffersson zu 'Motorsport-Total.com': "Wenn das wahr sein sollte, weiß ich nicht, was ich sagen soll. Das wäre wirklich schlimm, denn das (Elektroautos; Anm. d. Red.) wäre der nächste Schritt für diesen Sport gewesen und hätte ihn dahin zurückbringen können, wo er 2017 und 2018 war - und darüber hinaus."

Das Bizarre an der Situation: Sowohl der Promoter als auch die interessierten Hersteller drängen auf einen Umstieg auf Elektroautos, für die die WRX mit ihren kurzen Rennen die perfekte Plattform böte. Allerdings gibt es über die technische Umsetzung Differenzen.

Während das Konzept des Promoters Silhouetten-Autos mit Einheitschassis vorsah, war den Herstellern daran gelegen, ihre eigenen technischen Konzepte umzusetzen. Auch über die Finanzierung der Entwicklung der E-WRX-Autos gab es Streit, sodass sich von den Anfangs neun beteiligten Herstellern immer mehr aus den Verhandlungen verabschiedeten.

Die Ungewissheit über die Zukunft der WRX hatte 2018 zum Ausstieg der verbleibenden Hersteller Audi, Peugeot und Volkswagen mit beigetragen. Peugeot hatte sich in seiner Rückzugs-Mitteilung konkret darauf berufen.

Nach dem Rückzug der Hersteller gehen 2019 nur Privatteams und -Fahrer an den Start. Für den Saisonauftakt am nächsten Wochenende in Abu Dhabi sind 17 Fahrer gemeldet.

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