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WRC-Legende Juha Kankkunen: Rally1-Test im Sommer?

Juha Kankkunen äußert den Wunsch, ein aktuelles Hybridauto zu testen - Im Sommer könnte es so weit sein - Leistungs-Output fast wie bei Gruppe B

(Motorsport-Total.com) - "Ich hoffe, dass ich im Sommer ein Hybridauto testen kann!" - Der viermalige Rallye-Weltmeister Juha Kankkunen kann auch es im Alter von 63 Jahren nicht lassen. Seinen Besuch auf Einladung von Reifenausrüster Pirelli bei der Rallye Sardinien nutzte er nicht nur, um sich über die aktuellen Hybridboliden zu informieren, sondern um auch die Möglichkeiten für Praxiserfahrung auszuloten.

Juha Kankkunen ist heiß auf einen Test mit einem Rally1-Boliden

Juha Kankkunen ist heiß auf einen Test mit einem Rally1-Boliden Zoom

Kankkunen hat seit dem Ende seiner Karriere in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) nie mit dem Rallyesport aufgehört und klemmt sich immer wieder hinter das Steuer von Boliden. Er verfolgt die WRC auch weiterhin sehr aktiv. Zuletzt ist er im Jahr 2019 einen damals aktuellen Toyota Yaris WRC gefahren.

Im Wettbewerb möchte der Finne nicht antreten, gegen eine flotte Testfahrt hat Kankkunen aber nichts einzuwenden, wie er unsere Schwesterportal 'Motorsport.com Global' verrät: "Ich hoffe, dass ich im Sommer ein Hybridauto testen kann. Ich möchte einfach ein wenig loslegen und die Unterschiede zu den bisherigen Fahrzeugen spüren."

"Ich bin eine ganze Reihe von Autos gefahren. Es ist interessant, weil [die Rally1-Boliden] im direkten Vergleich etwas schwerer sind, aber wesentlich mehr Leistung haben, wenn man den Hybrid zuschaltet. Sie können bis zu 500 PS leisten."

Bei dieser Zahl dürften ältere Rallyefans ins Schwärmen geraten, schließlich waren 500 PS die Dauerleistung der Gruppe-B-Boliden Mitte der 1980er-Jahre. Die Motoren waren am Ende ihres Entwicklungszyklus kurzzeitig zu nahezu vierstelligem Output fähig, der einzige limitierende Faktor war die Haltbarkeit.


Fotostrecke: Alle Rallye-Weltmeister seit 1979

Kankkunen gewann mit Peugeot - wenn auch durch ein FIA-Berufungsgericht - den WRC-Titel im Jahr 1986. Damals kam die letzte Ausbaustufe der Gruppe-B-Boliden zum Einsatz kam, bevor sie von der FIA für 1987 verboten wurden.

Natürlich sind die Zeiten nicht miteinander zu vergleich. Die Leistungsentfaltung der heutigen Rallyeautos ist linearer als diejenige der damaligen "Monster". Dafür muss heutzutage auf jeder einzelnen Wertungsprüfung volle Attacke gefahren werden, während es in den 80er-Jahren noch wesentlich mehr darauf ankam, das Auto über die viel längeren Distanzen zu bringen.

"Die Autos, die ich zuletzt gefahren bin, lassen sich so viel einfacher bewegen", bestätigt Kankkunen. "Sagen wir es so: Der alte Mann kann 90 Prozent aus ihnen herausholen. Die letzten zehn Prozent sind für die jüngere Generation."

"Dieses Autos sind wirklich schön zu fahren. Die Aerodynamik und die Aufhängung funktionieren großartig. So entwickelt sich die Technologie weiter." Sein letzter WRC-Start war 2010 bei der Rallye Finnland, als er als Stargast zum 60. Jubiläum der Rallye mit einem privat eingesetzten Ford Focus einen beachtlichen achten Rang und damit einen WM-Punkt holte.

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