WRC 2017: Bremsen die Reifen die neuen Autos ein?

Reifenhersteller DMACK fürchtet, dass die schnelleren WRC-Autos des Jahrgangs 2017 durch die Reifen eingebremst werden könnten

(Motorsport-Total.com) - Mehr Motorleistung, breitere Spur, effizientere Aerodynamik: 2017 sollen die Autos der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) deutlich schneller als die bisher verwendeten Boliden werden. Doch werden sie das wirklich? Beim Reifenhersteller DMACK befürchtet man, dass ein Teil des zusätzlichen Tempos durch die Reifen wieder eingebremst wird.

Titel-Bild zur News: Citroen 2017

Bremsen die Reifen die WRC-Autos 2017 ein Stück weit ein? Zoom

Denn die höhere Leistung und das zusätzliche Tempo würden die Reifen deutlich mehr als bisher beanspruchen. "Michelin und wir sind uns bewusst, dass er Verschleiß deutlich ansteigen wird, vor allem auf Schotter", so DMACK-Chef Dick Cormack gegenüber 'Autosport'. "Deshalb müssen wir die Mischung und möglicherweise auch die Konstruktion ändern."

Und das hätte unmittelbare Auswirkungen auf das Tempo der Autos. "Wenn wir die Profilbreite erhöhen, halten die Reifen zwar länger. Allerdings müssen wir dann auch den Abstand zwischen den Profilblöcken verringern, was unweigerlich den Grip reduziert", so Cormack.

Besonders drastisch könnte sich das bei Schotter für diejenigen Fahrer auswirken, die als erste auf die Strecke gehen müssen. "Auf einer sauberen Linie werden die Reifen guten Grip haben, aber der Pilot, der als Erster auf die Straße gehen wird, hat möglicherweise noch weniger Grip als in diesem Jahr", erwartet Cormack. Eine Aussicht, die Weltmeister Sebastien Ogier nicht gerade begeistern wird.


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Dem Plan der WRC, das Reifenkontingent aus Kostengründen auf einen Satz pro Tag zu reduzieren, erteilt DMACK-Chef Cormack eine Absage. "In der WRC geht es darum, bei jeder Prüfung so schnell wie möglich zu fahren. Das könnte man aber nicht mehr, wenn es pro Tag nur einen Reifensatz geben würde."

Außerdem sei die damit erzielte Kostenersparnis in Relation zu den gesamten Einsatzkosten verschwindend gering. "Die Autos kosten 450.000 Pfund, und bei den aktuellen Diskussionen geht es um eine Einsparung von 250 Pfund pro Reifen. Das hat wirklich keinen Sinn."

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